Fünf Kettensägen für einen tödlichen Liebeswunsch: Obsession triumphiert bei den Horrorpreisen
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🪚 Liebe geht durch den Ziegelstein
📰 Was ist los?
Curry Barkers Horrorfilm Obsession gewinnt bei den Fangoria Chainsaw Awards 2026 gleich fünf Preise. Darunter die Auszeichnungen für den besten Horrorfilm, Regie, Drehbuch, Hauptdarstellerin und die beste Tötungsszene. Backrooms holt drei Trophäen. Auch Resident Evil Requiem und die Horrorserie Widow’s Bay gehören zu den Gewinnern.
🐛 Was denken wir?
Ok, fünf Kettensägen für einen Film über die große Liebe. Das dürfte selbst in den schwierigeren Paarbeziehungen Hollywoods ein Rekord sein. Besonders beunruhigend finden wir allerdings, dass ein Ziegelstein einen eigenen Preis gewonnen hat. Pedro hat daraufhin sämtliche Baumärkte im Umkreis gemieden. Rein vorsorglich natürlich.
Manche Liebeswünsche sollte man besser für sich behalten. Vor allem, wenn ihre Erfüllung ein übernatürliches Ritual verlangt und die Angebetete anschließend Dinge tut, die selbst abgebrühte Horrorfans verstören. Mit fünf Auszeichnungen ist Curry Barkers Obsession der große Gewinner der Fangoria Chainsaw Awards 2026. Der Film setzte sich bei der am 25. Oktober bekannt gegebenen Preisverleihung gegen zahlreiche hochkarätige Konkurrenten durch. Auch Backrooms, Dust Bunny und Resident Evil Requiem gehören zu den ausgezeichneten Horrorproduktionen.

Die Verleihung fand am Sonntagabend statt und wurde beim Streamingdienst Shudder übertragen. Als Gastgeber führte Schauspieler Devon Sawa durch die Veranstaltung, bei der Film, Fernsehen und Videospiele gleichermaßen im Mittelpunkt standen.
💘 Obsession – wenn Liebe zum Albtraum wird
Im Mittelpunkt von Obsession steht ein hoffnungsloser Romantiker, der sich nichts sehnlicher wünscht als die Liebe seiner Angebeteten. Als er den geheimnisvollen One Wish Willow zerbricht, scheint sich sein größter Traum tatsächlich zu erfüllen.
Doch die übernatürliche Macht hinter dem Wunsch hat ihre eigenen Vorstellungen von Zuneigung. Was zunächst wie ein romantisches Wunder erscheint, verwandelt sich in eine zunehmend verstörende Geschichte über Besessenheit, Kontrolle und tödliche Begierde.
Curry Barker gewann sowohl den Preis für die beste Regie als auch für das beste Drehbuch. Sein Film wurde außerdem als bester breit veröffentlichter Horrorfilm ausgezeichnet. Inde Navarrette erhielt den Preis für die beste Hauptdarstellung.
Die fünfte Trophäe gab es für die beste Tötungsszene. Hier überzeugte der berüchtigte Brick Kill, bei dem ein Ziegelstein auf besonders unangenehme Weise zum Einsatz kommt.
Bemerkenswert ist auch die Entstehungsgeschichte: Barker realisierte sein Spielfilmdebüt mit einem Budget von weniger als einer Million Dollar. Der ungewöhnliche Mix aus übernatürlichem Schrecken und einer völlig entgleisenden Liebesgeschichte entwickelte sich zu einem der großen Überraschungserfolge des Horrorjahres.
🪚 Obsession – Offizieller Trailer
Ein einziger Liebeswunsch entfesselt einen tödlichen Albtraum. Curry Barkers Horrorfilm gewinnt fünf Fangoria Chainsaw Awards 2026.
Offizieller Trailer: Focus Features
🚪 Backrooms – Offizieller Trailer
Endlose Räume, flackerndes Licht und eine Wirklichkeit ohne Ausgang. Kane Parsons‘ Horrorfilm gewinnt drei Auszeichnungen.
Offizieller Trailer: A24
🚪 Backrooms – drei Preise für den Schrecken hinter der Tür
Drei Auszeichnungen gingen an Backrooms von Kane Parsons. Der Regisseur wurde mit dem Preis für das beste Spielfilmdebüt geehrt, Jeremy Cox gewann für die Kameraarbeit. Die Auszeichnung für die beste Filmmusik teilten sich Parsons und Edo Van Breemen.
Der Film erzählt von einer geheimnisvollen Tür im Keller eines Möbelgeschäfts. Dahinter beginnt ein scheinbar endloses Labyrinth aus leeren Räumen, gelblichen Wänden und bedrückenden Korridoren. Wer diese fremdartige Welt betritt, muss bald feststellen, dass die gewohnten Regeln der Wirklichkeit nicht mehr gelten.
Parsons wurde mit seinen Backrooms-Kurzfilmen im Internet bekannt und entwickelte die unheimliche Idee schließlich zu einer Kinoproduktion mit Chiwetel Ejiofor und Renate Reinsve weiter.
Dass ausgerechnet diese Geschichte nun auch für ihre Kameraarbeit und Musik ausgezeichnet wurde, passt hervorragend. Schließlich entsteht ihr Horror vor allem durch Architektur, klaustrophobische Bilder und das Gefühl, sich an einem Ort zu befinden, an dem kein Mensch sein sollte.
🐰 Dust Bunny, Frankenstein und ein verfluchter U-Bahn-Gang
Auch abseits der beiden großen Gewinner hatte die Preisverleihung einiges zu bieten. Bryan Fullers Dust Bunny gewann als bester Film mit begrenzter Kinoauswertung. Die bizarre Geschichte handelt von einem Mädchen, das überzeugt ist, ein Monster unter ihrem Bett habe ihre Familie verschlungen. Um das Wesen zu töten, engagiert sie einen geheimnisvollen Nachbarn.
Den Preis für den besten internationalen Film erhielt Exit 8, die japanische Verfilmung des gleichnamigen Horrorspiels. Darin versucht ein Mann, einem endlosen U-Bahn-Korridor zu entkommen, indem er kleinste Veränderungen seiner Umgebung erkennt.
Bei den schauspielerischen Auszeichnungen konnte neben Inde Navarrette auch Amy Madigan überzeugen. Sie gewann für ihre Nebenrolle in Weapons.
Frankenstein erhielt Preise für das beste Kostümdesign von Kate Hawley sowie für die besten Make-up-Effekte von Mike Hill. Den Preis für die besten Kreatureneffekte bekam Jim Henson’s Creature Shop für Five Nights at Freddy’s 2.
📺 Serien, Halloween-Schocker und Resident Evil
Im Serienbereich gewann Widow’s Bay die Auszeichnung als beste Horrorserie. Die Mischung aus Kleinstadtmystery, schwarzem Humor und übernatürlichem Schrecken setzte sich unter anderem gegen Alien: Earth und The Vampire Lestat durch.
Als beste Streamingpremiere wurde V/H/S/Halloween ausgezeichnet. Der neueste Beitrag zur Found-Footage-Anthologiereihe verbindet verschiedene Horrorgeschichten mit dem beliebtesten Feiertag aller Süßigkeitenjäger und Monsterfreunde.
Bei den Videospielen triumphierte Resident Evil Requiem. Capcoms Survival-Horror-Abenteuer setzte sich gegen Silent Hill f, Little Nightmares III, No, I’m Not A Human und das Remake von Fatal Frame II: Crimson Butterfly durch.
Auch die Horrorfangemeinschaft selbst wurde bedacht. James A. Janisse und Chelsea Rebecca, die Köpfe hinter dem erfolgreichen YouTube-Kanal Dead Meat, erhielten eine besondere Auszeichnung für ihre Verdienste um die Genrekultur.
Und schließlich durfte sogar ein vierbeiniger Horrordarsteller eine Trophäe entgegennehmen: Indy, der Hund aus Good Boy, wurde zum Goodest Boy gekürt.
Fangoria Chainsaw Awards 2026
Die Kettensägen sind vergeben!
Die besten Horrorfilme, unheimlichsten Serien, spektakulärsten Effekte und grausamsten Tötungsszenen: Entdecke sämtliche Gewinner der Chainsaw Awards 2026.
Offizielle Gewinnerübersicht · Fangoria
🎃 Ein Horrorjahr voller Überraschungen
Die Fangoria Chainsaw Awards zeigen 2026 eine bemerkenswerte Vielfalt. Teure Studioproduktionen konkurrieren mit ungewöhnlichen Independentfilmen, Internetphänomene werden zu erfolgreichen Kinogeschichten und selbst das Horrorspiel gehört inzwischen selbstverständlich zur großen Genreveranstaltung.
Besonders auffällig ist der Triumph zweier vergleichsweise junger Filmemacher. Curry Barker und Kane Parsons haben mit ihren eigenwilligen Ideen insgesamt acht Auszeichnungen gewonnen.
Wer also für die Halloween-Woche noch auf der Suche nach frischem Schrecken ist, bekommt mit den diesjährigen Preisträgern reichlich Anregungen.
Allerdings sollte man nach Obsession vielleicht zweimal überlegen, bevor man sich die große Liebe herbeiwünscht. Manche Wünsche erfüllen sich schließlich auf eine Weise, die man anschließend nur schwer wieder rückgängig machen kann.





