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🐉 Gerwigs Narnia dreht, Eragon bleibt Verheißung
📰 Was ist los?
Disney+ entwickelt seit 2022 eine Eragon Live Action Serie mit Christopher Paolini als Co Autor und Executive Producer. Geplant ist die Adaption des kompletten Inheritance Cycle, bisher ohne Cast, ohne Drehstart, ohne Termin. Parallel dazu dreht Greta Gerwig für Netflix bereits Narnia: The Magician’s Nephew mit Kinostart im November 2026 und IMAX Auswertung, ein zweiter Film ist zugesichert. CBR behauptet trotzdem, Eragon könne das Fantasy TV Ereignis des Jahrzehnts werden.
🐛 Was denken wir?
Im Moment liegt Narnia klar vorne, weil Kameras laufen, Termine stehen und eine Regisseurin mit Kino-Macht im Sattel sitzt. Eragon hat mehr Serienpotenzial und den Revanche-Bonus nach dem Fox Flop, existiert aber öffentlich nur als Versprechen. Solange Disney+ Fantasy vorsichtig dosiert, bleibt die Drachenwette ein Szenario auf dem Whiteboard. Wenn die Serie wirklich kommt und Paolini frei arbeiten darf, kann sie Narnia langfristig überholen, Stand jetzt ist der Kleiderschrank deutlich realer als der Drachenreiter.
🐲 Eragon vs. Narnia: Disneys Drachenwette gegen Greta Gerwig
Während Greta Gerwig schon mitten im Dreh ihres Netflix-Narnia steckt, schwört CBR, dass ausgerechnet Disneys Eragon-Serie das Fantasy-TV-Ereignis des Jahrzehnts wird. Klingt gut auf dem Papier. In der Realität hat die eine Seite einen fixen Kinostart, die andere noch nicht einmal einen veröffentlichten Cast.
📚 Worum geht es beim Eragon-Projekt?
Disney+ entwickelt seit 2022 eine Live-Action-Serie zu Christopher Paolinis Inheritance Cycle. Paolini ist als Co-Autor und Executive Producer an Bord und betont regelmäßig, dass das Projekt trotz Streiks und Funkstille weiterläuft und nicht eingestampft wurde.
Der Plan:
- Adaption der vier Hauptbände Eragon, Eldest, Brisingr, Inheritance, mit Option auf zusätzliche Stoffe wie The Fork, the Witch and the Worm oder Murtagh.
- Fokus auf klassischem Farmboy-wird-Drachenreiter-Pfad, bösem König Galbatorix, magischem Alagaësia-Worldbuilding.
- Paolini will genau das korrigieren, was der Film von 2006 vermurkst hat, nämlich Tonfall, Figurenentwicklung und den großen Bogen der Geschichte.
Offiziell gibt es noch keinen Starttermin. Paolini spricht von Ankündigungen, Disney schweigt öffentlich, Castinginfos existieren nur in Gerüchten. Kurzfassung: in Entwicklung ja, im Drehplan sichtbar nein.
🦁 Was macht Netflix mit Narnia?
Auf der anderen Seite: Netflix und Greta Gerwig.
- Erste Verfilmung ist Narnia: The Magician’s Nephew, Drehbuch und Regie Gerwig.
- Dreh läuft in Großbritannien, unter anderem Shepperton und Manchester, produziert wird für einen Kinostart im November 2026 mit exklusiver IMAX-Schiene, Streamingstart am 25. Dezember 2026.
- Im Gespräch beziehungsweise teils bestätigt: Emma Mackey als Weiße Hexe, Daniel Craig für eine größere Rolle, Meryl Streep als Aslan-Stimme.
Gerwig hat zwei Narnia-Filme zugesichert, also ist hier nicht nur Prestige, sondern eine klare Franchise-Strategie im Gange.

⚔ Eragon gegen Narnia: Wer hat den besseren Hebel?
CBR argumentiert freundlich zugunsten der Drachenfraktion. Kurz gefasst:
- Narnia sei simpler, zugänglicher, aber weniger komplex.
- Der Inheritance Cycle biete tieferes Worldbuilding, ein ausgebautes Magiesystem, mehr Politik und damit mehr Serienfutter.
- Eragon könne die Lücke zwischen Herr der Ringe und Narnia füllen, also episch und doch gut lesbar und damit ideal für eine lange TV-Erzählung.
Vieles daran stimmt. Paolinis Welt ist zugänglicher als Tolkiens Fußnoten-Universum und dichter als Narnia, das bewusst als theologische Kinderfantasy gebaut ist. Außerdem hat Eragon mit dem missglückten Fox-Film von 2006 ein perfektes Narrativ auf seiner Seite: die große Chance auf Wiedergutmachung.
Trotzdem ist die Ausgangslage ungleich:
- Narnia filmt, hat einen Termin, einen sichtbaren Cast und eine Regisseurin mit aktueller Kino-Machtposition.
- Eragon hat einen sehr motivierten Autor, einen Streamingdienst mit Fantasy-Lücken im Portfolio und jede Menge Erwartungshaltung, aber noch keine öffentlich sichtbare Produktion.
Eragon könnte also das Serienevent des Jahrzehnts werden. Es könnte auch jahrelang als „kommt bestimmt bald“ durch Panels und Reddit-Threads geistern. Im Moment existiert es vor allem als Verheißung.
🧠 Fantasykosmos-Fazit: Hype ist leicht, Drachenreiten schwer
Wenn man die nüchternen Fakten danebenlegt, wirkt die steile CBR-These sehr amerikanisch optimistisch.
- Ja, Eragon hat das Potenzial für eine lange, in sich geschlossene High-Fantasy-Serie.
- Ja, Paolinis Beteiligung ist ein dicker Pluspunkt.
- Ja, Narnia wird wahrscheinlich eher in Zweistunden-Häppchen funktionieren statt als große Seriensaga.
Aber:
- Disney+ fährt seine Fantasy-Ambitionen aktuell vorsichtig, während Netflix gerade mit Narnia, Frankenstein und Co. eine kleine Prestige-Offensive startet.
- Eine Staffel Eragon braucht nicht nur Budget, sondern auch Mut, sich komplett auf eine klassische Coming-of-Age-Drachenreiter-Story zu konzentrieren, ohne sie in Marvel-Tonfall aufzulösen.
Unser Tipp: Narnia wird 2026 der sichere, hübsch ausgeleuchtete Familien-Blockbuster. Eragon ist die riskantere Wette für die Jahre danach. Wenn Disney den Mut hat, die Bücher ernst zu nehmen und Paolini wirklich machen lässt, könnte am Ende tatsächlich die Drachenserie und nicht der Kleiderschrank die größere Kerbe im Fantasy-Fernsehen hinterlassen.
Bis dahin bleibt uns nichts anderes, als Schlagworte zu sammeln: Kvetha Fricaya, Greta Gerwig, IMAX, Disney+, Netflix. Und die stille Hoffnung, dass am Ende ausnahmsweise beide Projekte gut werden.



