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Weltbau mit Laborkittel
📰 Was ist los?
Entropy startet am 15. Juni 2026 auf Gamefound. Das Sci-Fi-Eurogame von Board&Dice lässt Spieler Sonnensysteme erschaffen, Sterne entwickeln, Planeten formen, Biome setzen und Lebensformen ansiedeln.
🐛 Was denken wir?
Das ist kein Blockbuster, aber ein schöner Tabletop-Haken. Entropy macht aus kosmischer Schöpfung ein Strategiespiel für Leute, die beim Anblick eines neuen Planeten nicht „landen!“ rufen, sondern erst einmal die Missionskarte lesen.
🪐Entropy startet auf Gamefound: Sci-Fi-Weltbau für den Spieltisch
Entropy startet am 15. Juni 2026 auf Gamefound und macht kosmische Schöpfung zum Eurogame: Spieler erschaffen Sonnensysteme, entwickeln Sterne, formen Planeten, setzen Biome und bevölkern ihre kleinen Universen mit Lebensformen.

Das ist kein Sternenkrieg, kein Space-Opera-Geballer und keine Imperiumsverwaltung mit Flottenmenü. Entropy setzt auf einen anderen Reiz: Weltbau als Strategie. No Man’s Sky-Gefühl am Spieltisch, nur mit Missionskarten, Aktionsplanung und der leisen Hybris, ein funktionierendes Sonnensystem zusammenzuschrauben.
🌌 Schöpfung, aber bitte mit Rondell
Mechanisch ist Entropy klar ein anspruchsvolles Eurogame. Wissenschaftler bewegen sich über ein Aktionssystem, sammeln Ressourcen, entwickeln Sterne, platzieren Planeten, fangen Asteroiden ein, erschaffen Leben und arbeiten an Missionszielen. Das ist nicht die Sorte Brettspiel, bei der man aus Versehen nach zehn Minuten den Kosmos verstanden hat.
Der schöne Haken: Das Thema wirkt trotzdem angenehm groß. Statt Kornspeicher, Handelsrouten oder höfischer Intrigen geht es um Sonnensysteme, Lebensformen und Biome. Also um genau jene Dinge, die sonst auf epischen Sci-Fi-Covern schweben, hier aber offenbar brav in Aktionsfelder, Marker und Karten zerlegt werden.
🧬 No Man’s Sky, nur mit mehr Verwaltung
Der Vergleich zu No Man’s Sky liegt auf der Hand, aber man sollte ihn nicht überziehen. Entropy ist kein grenzenloses Entdeckerspiel, sondern ein Eurogame mit klaren Systemen. Wer offene Weltraumromantik erwartet, bekommt vermutlich eher ein Schöpfungslabor mit Punkteleiste.
Das muss nichts Schlechtes sein. Gerade der Kontrast macht das Spiel interessant: farbenfrohe Biodiversität, fremde Planeten und kosmische Wunder auf der einen Seite; präzise Optimierung, Missionskarten und Ressourcenplanung auf der anderen. Oder anders gesagt: Das Universum entsteht nicht durch göttlichen Funken, sondern durch saubere Zugplanung.
🧪 Wenn das Universum nach Anleitung wächst
Entropy lebt von einem schönen Widerspruch: Es denkt kosmisch groß, spielt aber offenbar präzise klein. Sterne, Planeten, Biome und Lebensformen werden nicht als epische Erhabenheit ausgestellt, sondern in ein planbares System übersetzt. Das kann sehr trocken werden. Oder genau deshalb faszinieren.
Denn hier geht es nicht um den nächsten galaktischen Krieg, sondern um Schöpfung als Strategiefrage. Wer baut das bessere Sonnensystem? Wer setzt Leben klüger ein? Wer macht aus einem Stück Weltraum ein funktionierendes Ökosystem mit Punkteleiste? Entropy klingt wie ein Spiel für Leute, die beim Blick ins All nicht sofort an Laser denken, sondern an Optimierung, Biodiversität und die stille Hybris des Laborplans.






