Die Zwischenlande sind völlig abgedreht: Elden Ring Film nimmt Kurs auf das Kino

🔍 Suche im Fantasykosmos

Spüre verborgene Pfade auf, entdecke neue Werke oder durchstöbere das Archiv uralter Artikel. Ein Wort genügt – und der Kosmos öffnet sich.

Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Der nächste Boss sitzt am Schneidetisch

📰 Was ist los?
Die Dreharbeiten zur Verfilmung von Elden Ring sind beendet. Alex Garlands IMAX-Film geht nun in die Postproduktion und soll am 3. März 2028 ins Kino kommen.

🐛 Was denken wir?
Garland besitzt den richtigen Hang zu rätselhaften Welten, körperlichem Schrecken und Figuren, die der Wirklichkeit nur begrenzt trauen. Die große Prüfung wird trotzdem das Erzählen: Elden Ring muss geheimnisvoll bleiben, ohne sein Kinopublikum für jede Antwort zu einem Fahrstuhl unter einer Ruine zu schicken. Ein Videoblock entfällt. A24 und Bandai Namco haben bislang weder einen offiziellen Trailer noch bewegtes Filmmaterial aus der Produktion veröffentlicht. Bei YouTube kursierende „First Look“-Videos sind Fanproduktionen.

Banner für den Newsletter im Fantasykosmos mit Gandalf, der den Leser nicht vorbeilässt,

🎬 Die Zwischenlande sind völlig abgedreht: Elden Ring Film nimmt Kurs auf das Kino

Die Zwischenlande sind abgedreht. Burgen wurden errichtet, Rüstungen geschmiedet und vermutlich genügend künstliche Leichen über britische Landschaften verteilt, um selbst einen erfahrenen Befleckten kurz nach dem zuständigen Gnadenort fragen zu lassen.

Die Dreharbeiten zur Kinoversion von Elden Ring sind abgeschlossen. Bekannt wurde der Produktionsstand durch einen inzwischen gelöschten Beitrag des Requisiteurs Sean Schofield, der ein Geschenk zum Drehschluss und eine Dankesnachricht von Regisseur Alex Garland und den Produzenten zeigte.

Ein gepanzerter Krieger kniet mit gesenktem Kopf an einem Schwert, während über einer zerstörten Landschaft ein riesiges goldenes Ringsymbol leuchtet.
Die Dreharbeiten sind beendet. Über den Zwischenlanden beginnt nun der lange Kampf mit Schnitt, Ton und digitalen Effekten.
© Fantasykosmos / eigene Illustration

Damit beginnt für den Fantasyfilm die Postproduktion. Bis zum Kinostart am 3. März 2028 bleiben mehr als anderthalb Jahre für Schnitt, Musik, Ton und jene Menge visueller Effekte, ohne die die Zwischenlande vermutlich hauptsächlich wie eine Reihe sehr windiger Hügel aussehen würden.

⚔️ Vierzig Drehtage und sechs Monate Blut und Schweiß

Filmstarts berichtet von 40 Drehtagen. Schofield beschrieb seine Arbeit an dem Projekt zugleich als sechs intensive Monate voller Blut, Schweiß und Tränen. Die beiden Angaben müssen sich nicht widersprechen: Der Bau von Requisiten, Kulissen und Kostümen beginnt lange vor der ersten Klappe und endet häufig erst kurz vor dem Abbau.

Gedreht wurde seit dem Frühjahr 2026 im Vereinigten Königreich. Frühere Produktionsberichte nannten unter anderem Schottland sowie geplante Arbeiten in Island. Der Film wurde ausdrücklich für IMAX konzipiert.

Konkrete Bilder aus der Produktion sind weiterhin knapp. Schofield zeigte keine Requisiten aus dem Film, und sein Beitrag verschwand kurz nach der Veröffentlichung wieder. Was Garland aus den Zwischenlanden tatsächlich vor die Kamera gestellt hat, bleibt damit vorerst hinter einem Nebeltor verborgen.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

👑 Das Ensemble steht, seine Rollen schweigen

Angeführt wird das Ensemble von Kit Connor, Ben Whishaw und Cailee Spaeny. Ebenfalls dabei sind Tom Burke, Havana Rose Liu, Sonoya Mizuno, Jonathan Pryce, Ruby Cruz, Nick Offerman, John Hodgkinson, Jefferson Hall, Emma Laird und Peter Serafinowicz.

Wer davon einen Befleckten, Halbgott, Händler oder besonders gesprächigen Topf spielt, wurde weiterhin nicht verraten. Auch zur Handlung schweigen A24, Bandai Namco und FromSoftware. Offen bleibt, ob Garland die Reise des Spiels direkt adaptiert oder eine neue Geschichte innerhalb derselben Mythologie erzählt.

Die Auswahl passt zumindest zu einem Film, der gleichzeitig körperliche Wucht, politische Abgründe und jene seltsame Form von Humor benötigt, bei der ein freundlicher Gruß jederzeit in eine göttliche Katastrophe umschlagen kann.

Boney Jones präsentiert die besten Memes der Fantasygeschichte. Boney der Skelett-Pirat.

💰 A24 betritt seine bisher teuersten Zwischenlande

Berichte beziffern das Budget auf deutlich mehr als 100 Millionen US-Dollar. Offiziell bestätigt wurde die Summe bislang nicht. Für A24 wäre Elden Ring dennoch ein ungewöhnlich großes Projekt, produziert gemeinsam mit Bandai Namco Entertainment und DNA Films.

Alex Garland schrieb das Drehbuch und führt Regie. Zuvor soll er FromSoftware mit einem 160 Seiten starken Entwurf und zusätzlichem Bildmaterial von seiner Vision überzeugt haben. George R. R. Martin, der die mythologische Vorgeschichte des Spiels entwickelte, gehört zu den Produzenten.

Der lange Abstand zwischen Drehschluss und Kinostart dürfte dem Umfang der Nachbearbeitung geschuldet sein. Das Spiel lebt von gigantischen Landschaften, grotesken Kreaturen und Architektur, bei der selbst gewöhnliche Treppenhäuser ungefähr die Ausmaße eines kleineren Königreichs besitzen.

Banner für Fantasy Literatur. Zauberer verprügelt Ork mit Folianten.

💍 Die nächste Fantasy-Schlacht wartet bereits im Kino

Elden Ring startet am 3. März 2028. Damit erscheint der Film knapp elf Wochen nach Der Herr der Ringe: The Hunt for Gollum, der für den 17. Dezember 2027 angesetzt ist.

Der Vergleich wird sich kaum vermeiden lassen: zwei große Fantasyfilme, bekannte Welten und ein Kinopublikum, das innerhalb weniger Wochen zwischen Mittelerde und den Zwischenlanden wechseln soll. Inhaltlich könnten die Projekte allerdings kaum unterschiedlicher ausfallen. Hier die Jagd nach Gollum, dort eine zerbrochene Welt, deren Familienkonflikte gewöhnlich ganze Landmassen verwüsten.

Elden Ring hat seinen ersten großen Boss besiegt: Die Dreharbeiten sind beendet. Jetzt beginnt die schwierigere Aufgabe, aus den Zwischenlanden einen Film zu schneiden, dessen Handlung man nicht erst in dreißig Gegenstandsbeschreibungen zusammensuchen muss.

Schwarzweiße Luxus-Werbeparodie im Stil einer edlen Uhrenkampagne: Ein ernst blickender Ork mit markanten Stoßzähnen und elegantem schwarzen Sakko sitzt in halb seitlicher Pose vor dunklem Hintergrund. Auf seinem Handgelenk trägt er eine metallische Luxus-Uhr. Über dem Bild stehen groß der Markenname „VORGHAN VULTOR“ und darunter „MIMIKRON“. Rechts unten ist die Uhr noch einmal als Produktabbildung zu sehen: ein silbernes Modell mit dunklem Zifferblatt, zahnartigen Stundenmarkierungen und einem unheimlichen Auge im unteren Bereich. Die Szene wirkt auf den ersten Blick hochwertig und seriös, entfaltet aber auf den zweiten Blick ihren absurden Fantasy-Humor.