Ausgegraben und besser nie gefunden: Effigy entfesselt den Horror von 1989

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Die Marshs hätten das Ding besser liegen lassen

📰 Was ist los?
Der übernatürliche Horrorfilm Effigy von Myles McEwen und Ripley Stevens ist abgedreht, gleichzeitig wurden zwei erste Bilder veröffentlicht. Die Geschichte spielt 1989 in England und beginnt mit einer ausgegrabenen Effigie, nach deren Fund die Familie Marsh von einer immer gewalttätigeren übernatürlichen Präsenz heimgesucht wird.

🐛 Was denken wir?
Haunted House, Exorzismus und verfluchtes Objekt sind für sich genommen keine neuen Zutaten. Interessanter wird Effigy durch die konsequente 1989-Ästhetik und den Versuch, Depression, Familie, Identität und Glauben tatsächlich in die Heimsuchung einzubauen. Jetzt muss der Film nur noch beweisen, dass hinter der kleinen Figur auch ein eigener Fluch steckt.

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🏚️ Ausgegraben und besser nie gefunden: Effigy entfesselt den Horror von 1989

Bei manchen Dingen genügt ein Blick, um zu wissen, dass sie besser im Boden geblieben wären. Die Familie Marsh kommt in Effigy zu dieser Erkenntnis offenbar etwas zu spät: Eine rätselhafte kleine Figur wird ausgegraben, kurz darauf beginnt im Haus eine gewalttätige Heimsuchung.

Eine verängstigte Frau steht in einem dunkel beleuchteten Raum, während hinter ihr ein Mann mit einer Taschenlampe die Umgebung absucht.
Die Ermittlungen führen tief hinein in die Heimsuchung: In Effigy wird aus einem rätselhaften Fund schnell ein Fall für paranormale Spezialisten. © Black Mandala Films

Der übernatürliche Horrorfilm von Myles McEwen und Ripley Stevens hat inzwischen die Dreharbeiten abgeschlossen. Gleichzeitig zeigen zwei erste Bilder, welche Richtung Black Mandala Films einschlägt. Die Geschichte spielt im England des Jahres 1989 und soll ihre Epoche nicht lediglich mit ein paar alten Möbeln markieren, sondern sich auch visuell wie ein Horrorfilm jener Zeit anfühlen.

Im Zentrum stehen Daniel und Ashleigh Marsh sowie ihre Tochter. Denn das, was mit der ausgegrabenen Effigie ins Haus gekommen ist, begnügt sich offenbar nicht mit Türen, die von selbst zufallen, und verdächtigen Geräuschen im Flur. Die unbekannte Entität entwickelt eine immer stärkere Fixierung auf das Mädchen.

🪆 Eine kleine Figur macht aus dem Haus einen Tatort

Die Grundidee von Effigy bewegt sich zunächst auf vertrautem Haunted-House-Terrain: Eine Familie bringt etwas Unbekanntes ins eigene Leben, eine übernatürliche Präsenz wird aktiv und das Zuhause verliert Stück für Stück seine Funktion als sicherer Ort.

Interessanter wird der Ansatz dort, wo der Film die klassische Heimsuchung mit einer konkreten Familiengeschichte verbinden will. Die Regisseure beschreiben Effigy als deutlich traditioneller erzählten Film als ihre bisherigen Arbeiten und wollen die Geschichte unter anderem mit Depression, Identität und Glaubensfragen verknüpfen.

Damit scheint die Effigie weniger als bloßes Requisit für den nächsten Jumpscare gedacht zu sein. Das Grauen soll sich auf Menschen richten, die ohnehin mit persönlichen Belastungen leben, und diese Schwachstellen zunehmend angreifen.

Was die kleine Figur selbst genau darstellt, woher sie stammt und warum ihre Entdeckung die Ereignisse auslöst, bleibt bislang bewusst offen. Auch die beiden veröffentlichten Bilder erklären die Mythologie nicht. Sie zeigen stattdessen die Folgen und lassen den eigentlichen Ursprung der Heimsuchung noch im Dunkeln.

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🔦 Zwei Ermittler betreten ein Haus, das längst nicht mehr allein ist

Als die Situation eskaliert, werden zwei Ermittler für paranormale Phänomene hinzugezogen. Zu ihnen gehört eine von Lauren Koopowitz gespielte Exorzistin. Chris Gun ist ebenfalls Teil der Besetzung, während David Daradan und Saya Kraetzer Daniel und Ashleigh Marsh verkörpern.

Gerade diese Ermittlerkomponente verschiebt Effigy ein Stück vom reinen Familienhorror in Richtung okkulter Fallgeschichte. Es geht nicht nur darum, einer Erscheinung standzuhalten, sondern herauszufinden, was sich im Haus festgesetzt hat und warum die Entität ausgerechnet die Tochter der Marshs ins Visier nimmt.

Produzent Michael Kraetzer kündigt zusätzlich einen psychosexuellen Unterton und ein Exorzismusmotiv an. Wie weit der Film damit tatsächlich über bekannte Besessenheits- und Haunted-House-Muster hinausgeht, lässt sich anhand der ersten Bilder noch nicht beurteilen. Zumindest klingt das Projekt aber nach mehr als einer weiteren Variante von Familie zieht ein, Dachboden knarrt, Priester kommt.

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📼 Horror soll aussehen, als hätte jemand 1989 die Kamera laufen lassen

Für die Inszenierung ist das Jahr 1989 offenbar mehr als eine Datumsangabe im Drehbuch. McEwen und Stevens erklären, den Film bewusst so gedreht und gestaltet zu haben, dass er sich wie Kino aus jener Zeit anfühlt.

Das passt zu einem Stoff, der stark von klassischem übernatürlichem Horror lebt. Ohne Smartphones, permanente Erreichbarkeit und digitale Recherche funktionieren Isolation und Unsicherheit schließlich noch ein wenig anders. Wer 1989 wissen wollte, was genau im eigenen Haus herumspukt, konnte nicht innerhalb von drei Minuten ein Forum finden, in dem bereits zwölf Menschen dieselbe verfluchte Figur bewertet hatten.

Für die beiden Regisseure ist Effigy zugleich die nächste gemeinsame Horrorarbeit nach Nightfall: A Paranormal Investigation, dessen weltweite Veröffentlichung noch bevorsteht. Diesmal setzen sie nach eigener Aussage stärker auf eine klassische Erzählstruktur und eine emotionalere Familiengeschichte.

🎞️ Der Film ist fertig – die Premiere bleibt noch hinter der Tür

Nach dem Drehschluss beginnt nun die nächste Phase. Effigy soll seine Premiere auf einem größeren Filmfestival feiern. Welches Festival den ersten Auftritt bekommt und wann der Film anschließend regulär veröffentlicht wird, ist bislang offen.

Damit sind die beiden First-Look-Bilder tatsächlich genau das: ein erster Blick auf einen fertigen Film, dessen eigentliche Kampagne noch bevorsteht. Kein Trailer erklärt die Entität, kein Poster präsentiert das Wesen und kein Starttermin setzt bereits eine Uhr in Gang.

Das tut dem Stoff momentan eher gut. Effigy beginnt mit einer kleinen Figur, die jemand aus dem Boden holt, und einer Präsenz, über die wir fast nichts wissen.

Manche Ausgrabungen brauchen eben keinen Archäologen. Ein Spaten und ein paar schlechte Entscheidung reichen da völlig.

Das Sterneorakel von Elyra sieht in deine Zukunft. DIe Sternengöttin vor blauem Hintergrund.