Ti West macht aus A Christmas Carol Gothic-Horror: Der neue Ebenezer-Trailer ist da

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Dickens’ Weihnachtsgeister zeigen wieder Zähne

📰 Was ist los?
Paramount hat den zweiten vollständigen Trailer zu Ebenezer veröffentlicht. Ti West inszeniert Charles Dickens’ A Christmas Carol mit Johnny Depp als Scrooge, Ian McKellen als Jacob Marley und deutlich ausgeprägter Gothic-Horror-Atmosphäre.

🐛 Was denken wir?
Der Horroransatz passt erstaunlich natürlich zur Vorlage. Dickens’ Geschichte handelt ohnehin von Schuld, Geistern und der direkten Konfrontation mit dem eigenen Tod – Ti West muss diese Seite eigentlich nur wieder ernst genug nehmen.

Charles Dickens’ Weihnachtsgeschichte war eigentlich schon immer eine Geistergeschichte. Ti West scheint nun allerdings entschlossen, diesen Teil von Ebenezer wesentlich ernster zu nehmen als viele frühere Adaptionen. Paramount hat den zweiten vollständigen Trailer veröffentlicht und zeigt Johnny Depps Scrooge zwischen düsteren Visionen, unheimlichen Erscheinungen und einer viktorianischen Welt, die deutlich näher am Gothic-Horror liegt als an gemütlicher Weihnachtsnostalgie.

Ein düster gekleideter Mann blickt angespannt in die Kamera, während hinter ihm mehrere geisterhafte Gestalten aus weißem Nebel erscheinen.
Ti West rückt in Ebenezer die unheimliche Seite von Dickens’ A Christmas Carol in den Vordergrund und inszeniert die Weihnachtsgeister als echte Heimsuchungen. © Paramount Pictures

Ebenezer startet in Deutschland am 12. November 2026. Neben Depp versammelt Ti West mit Ian McKellen, Daisy Ridley, Rupert Grint, Andrea Riseborough, Sam Claflin und Tramell Tillman ein erstaunlich großes Ensemble für seine Neuinterpretation von A Christmas Carol.

🕯️ Scrooge bekommt diesmal tatsächlich Angst vor seinen Geistern

Die grundlegende Geschichte bleibt vertraut. Ebenezer Scrooge verbringt sein Leben damit, Geld über Menschen zu stellen, Weihnachten zu verachten und praktisch jedem in seiner Umgebung zu vermitteln, dass Mitgefühl aus seiner Sicht ein ziemlich schlechter Geschäftsplan ist.

Dann erscheint der Geist seines verstorbenen Geschäftspartners Jacob Marley und kündigt drei weitere Besucher an. Der neue Trailer zu Ebenezer inszeniert diese Begegnungen allerdings weniger wie eine fantastische Lehrstunde und stärker wie eine Reihe zunehmend verstörender Heimsuchungen.

Gerade dadurch rückt wieder stärker in den Vordergrund, wie finster Dickens’ ursprüngliche Idee eigentlich ist: Ein alter Mann wird mitten in der Nacht von Toten besucht und gezwungen, sein eigenes Leben, seine Verfehlungen und schließlich seinen Tod anzusehen.

🎬 Ebenezer – neuer offizieller Trailer

Johnny Depp wird von den Geistern der Weihnacht heimgesucht: Der neue Trailer zeigt Ti Wests düstere Neuinterpretation von A Christmas Carol.

⛓️ Ian McKellen kommt als Jacob Marley zurück aus dem Grab

Ian McKellen übernimmt die Rolle von Marley und bekommt im neuen Material einige der wirkungsvollsten Bilder. Ketten, Dunkelheit und der körperliche Verfall des ehemaligen Geschäftspartners werden nicht bloß als bekannte Weihnachtsikonografie behandelt.

Marley wirkt vielmehr wie ein tatsächlicher Geist, dessen Schicksal Scrooge vor Augen führt, was ihn nach seinem Tod erwartet. Damit setzt Ebenezer bereits bei seinem ersten übernatürlichen Besucher den Ton: Diese Nacht soll Scrooge nicht nur nachdenklich machen, sie soll ihn erschüttern.

🌑 Drei Geister führen durch Vergangenheit, Gegenwart und Tod

Natürlich bleiben auch die drei Weihnachtsgeister erhalten. Andrea Riseborough übernimmt den Geist der vergangenen Weihnacht, Tramell Tillman den Geist der gegenwärtigen Weihnacht, während der letzte Besucher weiterhin jene wortlose Verkörperung des kommenden Todes bleibt, die seit Generationen zu den stärksten Bildern der Geschichte gehört.

Im zweiten Trailer bekommen diese Stationen deutlich mehr Raum. Scrooge wird durch Erinnerungen geführt, erlebt die Folgen seines Verhaltens und sieht schließlich eine Zukunft, in der sein eigener Tod kaum jemanden zu interessieren scheint.

Ti West muss dafür kaum zusätzlichen Horror erfinden. Dickens hat ihm im Grunde bereits einen Mann geliefert, der eine Nacht lang von übernatürlichen Wesen psychologisch zerlegt wird.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🎩 Johnny Depp darf einen ausgesprochen unangenehmen Scrooge spielen

Der Trailer zeigt Johnny Depp zunächst als ausgesprochen kalten und gereizten Ebenezer Scrooge. Seine Verwandlung scheint dabei bewusst Raum zu bekommen, statt den berühmten Geizhals von Anfang an mit versteckter Liebenswürdigkeit auszustatten.

Das ist für die Geschichte entscheidend. Je unsympathischer Scrooge zu Beginn funktioniert, desto größer kann später die Fallhöhe seiner Erkenntnis werden.

Für Depp ist Ebenezer zugleich die erste große Hollywood-Studioproduktion seit mehreren Jahren. Paramount stellt seine Rückkehr entsprechend deutlich ins Zentrum der Kampagne.

🩸 Ti West bringt seine Horrorerfahrung mit

Mit Ti West sitzt ein Regisseur auf dem Stuhl, dessen jüngste Arbeiten X, Pearl und MaXXXine sehr unterschiedliche Spielarten des Horrors miteinander verbunden haben. Für Ebenezer bekommt er nun einen Stoff, bei dem psychologischer Schrecken, Geister und morbide viktorianische Atmosphäre bereits fest im Fundament stecken.

Interessant dürfte deshalb weniger sein, ob West aus Dickens plötzlich einen Horrorfilm macht. Viel spannender ist, wie weit er jene Elemente verstärkt, die A Christmas Carol ohnehin seit 1843 besitzt.

Der neue Trailer deutet zumindest an, dass die Geister tatsächlich wieder gefährlich und fremdartig wirken dürfen.

🎄 Weihnachten darf offenbar wieder ein bisschen unheimlich werden

Viele moderne Versionen von A Christmas Carol stellen vor allem Wärme, Versöhnung und die berühmte moralische Wandlung in den Vordergrund. Ebenezer scheint den Weg dorthin wesentlich stärker durch Dunkelheit, Schuld und Todesangst führen zu wollen.

Das könnte der Adaption eine eigene Identität geben, obwohl Dickens’ Geschichte bereits unzählige Male verfilmt wurde. Die entscheidenden Zutaten sind schließlich seit fast zwei Jahrhunderten bekannt; die Frage ist nur, welche davon eine neue Version besonders ernst nimmt.

Am 12. November wird sich zeigen, ob Ti West aus dem vielleicht bekanntesten Weihnachtsgeist der Literatur tatsächlich wieder einen ordentlichen Albtraum machen kann.

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