Arrakis gehört jetzt auch den Einzelgängern: Dune: Awakening baut sich für Solo-Spieler massiv um

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Arrakis hat jetzt auch einen Einsiedlermodus

📰 Was ist los?
Dune: Awakening bekommt mit Update 1.5 einen vollständigen Singleplayer-Modus, ein abgeschlossenes Book One, optionales PvP, ein neues Endgame und umfangreiche Gameplay-Anpassungen. Morgen folgt der reguläre Konsolenstart.

🐛 Was denken wir?
Das ist deutlich mehr als ein bloßer Konsolenport. Funcom verändert genau jene Systeme, die bislang viele Solo-Spieler abgeschreckt haben. Wer Dune liebt, aber keine Lust auf Survival-MMO-Druck hatte, bekommt jetzt einen sehr viel plausibleren Einstieg.

Arrakis war schon immer ein schlechter Ort für Menschen, die sich auf andere verlassen wollen. Sandwürmer, Spice, Harkonnen, Hitze und praktisch jede andere Lebensform auf dem Planeten arbeiten zuverlässig daran, soziale Zuversicht zu reduzieren. Jetzt trägt Dune: Awakening diesem Umstand endlich vollständig Rechnung.

Eine einzelne vermummte Figur kniet in der Wüste von Arrakis, während ein gigantischer Sandwurm durch eine Staubwolke bricht und weitere Menschen über die Dünen fliehen.
Arrakis lässt sich jetzt vollständig allein erleben: Dune: Awakening baut Story, Endgame und Spielregeln massiv um und öffnet die Wüste stärker für Solo-Spieler. © Funcom / Legendary Entertainment

Funcom hat das Survival-RPG mit Update 1.5 grundlegend umgebaut und einen echten Singleplayer-Modus eingeführt, in dem sich das komplette Spiel allein absolvieren lässt. Gleichzeitig startet die neue Fassung morgen regulär auf PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Besitzer der Deluxe- und Ultimate-Versionen dürfen bereits seit dem 17. September loslegen.

Der Solo-Modus ist dabei kein abgespeckter Nebenpfad. Die komplette Story von Book One lässt sich vom Anfang bis zum neuen Finale allein spielen. Auch Systeme, die bislang klar auf eine geteilte Welt zugeschnitten waren, wurden entsprechend angepasst.

🏜️ Arrakis funktioniert jetzt wirklich allein

Funcom bezeichnet den Singleplayer-Modus als eines der am häufigsten gewünschten Features seit dem PC-Start. Das Studio hat deshalb nicht einfach einen privaten Server mit leerer Spielerliste gebaut. Mehrere zentrale Systeme wurden so umgebaut, dass sie auch ohne menschliche Mitspieler funktionieren. Marktmechaniken, Fraktionssysteme und Teile des politischen Endgames mussten dafür automatisiert oder neu skaliert werden.

Spieler können nun die komplette Reise vom ersten Überleben in der Wüste bis zum Ende von Book One allein absolvieren. Wer möchte, kann weiterhin mit Freunden auf einem privaten Server oder mit anderen Spielern auf offiziellen Servern spielen. Der entscheidende Unterschied ist jetzt: Nichts davon ist mehr Voraussetzung.

Für ein Spiel, das so stark von Einsamkeit, Wüste und dem Gefühl lebt, dass selbst der Horizont gegen einen arbeitet, ist das fast erstaunlich passend.

🎬 Arrakis gehört jetzt auch Solo-Spielern

Der neue Launch-Trailer zu Dune: Awakening zeigt den vollständigen Singleplayer-Modus, anpassbare Spielregeln und das Finale von Book One. Gleichzeitig rückt der reguläre Konsolenstart auf PS5 und Xbox Series X|S näher.

⚙️ Schwierigkeit darf endlich nach eigenem Geschmack leiden

Der Solo-Modus bringt umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten mit. Spieler können unter anderem Ressourcenraten, Erfahrungsgewinn und Kampfschwierigkeit verändern. Auch Sandstürme, Item-Haltbarkeit und weitere Systeme lassen sich stärker konfigurieren.

Das ist besonders interessant, weil Dune: Awakening bislang sehr stark auf sein Survival-Gerüst setzte. Wer nur wegen Story, Welt und Dune-Atmosphäre nach Arrakis wollte, musste trotzdem viele Systeme so hinnehmen, wie Funcom sie vorgesehen hatte.

Jetzt lässt sich die Wüste härter oder deutlich zugänglicher einstellen. Shai-Hulud bekommt dadurch natürlich keine therapeutische Ausbildung. Aber immerhin darf man selbst entscheiden, wie oft man vorher Holz sammeln möchte.

⚔️ PvP wird vollständig optional

Auch die Multiplayer-Seite wurde stark umgebaut. PvP ist nun komplett optional. Selbst der Deep Desert, bislang einer der großen PvP-Schwerpunkte, besitzt jetzt getrennte PvE- und PvP-Instanzen. Die PvP-Variante verspricht weiterhin höhere Risiken und bessere Belohnungen, zwingt aber niemanden mehr hinein.

Damit verändert Funcom eine der umstrittensten Grundentscheidungen des ursprünglichen Spiels. Spieler können die Fraktionskonflikte und das Endgame jetzt erleben, ohne ständig darauf vorbereitet sein zu müssen, dass der gefährlichste Gegner am Horizont einen Gamertag trägt. Für viele dürfte genau das der eigentliche Wendepunkt sein.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🧱 Weniger Verlust, weniger Verwaltung

Auch der bisherige Bestrafungsdruck wird reduziert. Basen lassen sich sichern, verlorene Fahrzeuge können wiederhergestellt werden, Steuern wurden entfernt und die Todesstrafe fällt milder aus. Funcom will damit offenbar jene Teile entschärfen, die für viele Spieler eher nach Verwaltungsarbeit als nach Survival klangen. Das bedeutet nicht, dass Arrakis plötzlich zum Ferienresort wird.

Wasser bleibt knapp, Sandwürmer bleiben groß und Spice bleibt vermutlich weiterhin ein schlechter Grund, barfuß in die Wüste zu laufen. Aber der Unterschied zwischen „gefährliche Welt“ und „mein Abend ist ruiniert, weil ein Fahrzeug verschwunden ist“ wird etwas deutlicher gezogen.

🗺️ Das Endgame wurde komplett neu gebaut

Besonders groß fällt der Umbau nach Abschluss der Hauptgeschichte aus. Funcom spricht von einem komplett neu aufgebauten Endgame, das stärker auf Missionen und den eigenen Aufstieg innerhalb der Atreides oder Harkonnen setzt. Neue Karten, Dungeons, Waffen und dynamische Begegnungen erweitern die Aktivitäten nach der Story.

Dazu kommen zwei neue Fortschrittssysteme: Augmentations und Specializations. Damit soll die Charakterentwicklung nach dem bisherigen Levelpfad weitergehen und stärker unterschiedliche Builds ermöglichen. Auch Nahkampf und allgemeines Action-Gameplay wurden überarbeitet.

Der Umbau betrifft also nicht nur die Frage, mit wie vielen Menschen man spielen möchte. Funcom nimmt praktisch die gesamte zweite Hälfte des Spiels noch einmal auseinander.

Düsterer Fantasy-Werbebanner für den fiktiven Energydrink „BLACK RUNE“. Rechts sitzt ein muskulöser Orkkrieger in abgenutzter Leder- und Metallrüstung in einem rauchigen Kriegslager, hält eine schwarze Getränkedose mit Runenzeichen und stützt sich neben einer großen Streitaxt ab. Links steht in großer schwarzer und roter Serifenschrift der Slogan: „BLACK RUNE verleiht Schädel.“

📖 Book One bekommt endlich sein Ende

Storyspieler bekommen ebenfalls einen wichtigen neuen Baustein. Das letzte Kapitel von Book One ist jetzt enthalten und schließt die bislang offene Handlung ab. Damit lässt sich die Kampagne erstmals vollständig vom Charakterstart bis zum dramatischen Finale durchspielen.

Gerade in Verbindung mit dem Singleplayer-Modus verändert das die Positionierung des Spiels erheblich. Dune: Awakening war ursprünglich stark als geteilte Survivalwelt gedacht. Jetzt kann man es wesentlich stärker wie ein großes Open-World-Survival-RPG mit vollständiger Story behandeln.

Die Welt bleibt onlinefähig. Sie verlangt aber nicht mehr, dass man fragwürdige Gesellschaft mitbringt.

🎮 Morgen beginnt der reguläre Konsolenstart

Die Standardfassungen für PS5 und Xbox Series X|S erscheinen am 22. September 2026. Deluxe- und Ultimate-Besitzer befinden sich bereits seit dem 17. September im Headstart. Die Konsolenfassungen zielen auf beiden Systemen im Performance-Modus auf 60 Bilder pro Sekunde.

Auf Xbox erscheint das Spiel zudem im Game Pass. PC-Spieler erhalten alle neuen Systeme ebenfalls; Update 1.5 ist dort bereits verfügbar.

Damit ist der morgige Konsolenlaunch weit mehr als ein verspäteter Port. Funcom nutzt ihn als Gelegenheit, Dune: Awakening praktisch neu zu positionieren. Und plötzlich ist Arrakis ausgerechnet für Menschen interessanter geworden, die dort überhaupt niemanden treffen möchten.

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