DragonSword: Awakening befreit den Drachen aus dem Gacha-Käfig

🔍 Suche im Fantasykosmos

Spüre verborgene Pfade auf, entdecke neue Werke oder durchstöbere das Archiv uralter Artikel. Ein Wort genügt – und der Kosmos öffnet sich.

Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Der Drache hat das Kleingedruckte gelesen

📰 Was ist los?
DragonSword: Awakening erscheint am 23. Juli 2026 für PC via Steam. Das Anime-Open-World-RPG von Hound13 setzt auf den Fantasy-Kontinent Orbis, einen nach 60 Jahren zurückkehrenden Drachen, Tag-Team-Kämpfe, Koop, Familiars und 19 spielbare Helden zum Start.

🐛 Was denken wir?
Das Spannende ist nicht nur der Drache, sondern die Flucht aus der Gacha-Logik. Ein Spiel, das aussieht, als könnte es jederzeit drei Premiumwährungen aus dem Gebüsch ziehen, entscheidet sich für Buy-to-play. Vielleicht hat der Drache einfach verstanden, dass ein guter Feueratem wirkungsvoller ist als ein Monatsabo mit Login-Bonus.

Banner für den Newsletter im Fantasykosmos mit Gandalf, der den Leser nicht vorbeilässt,

🐉 DragonSword: Awakening befreit den Drachen aus dem Gacha-Käfig

Manchmal geschieht in der Spielebranche noch ein kleines Wunder. Ein Anime-Open-World-RPG mit Drachen, bunten Gefährten, Statuskombos, Familiars, Koop und leuchtender Fantasylandschaft sieht auf den ersten Blick aus, als würde es jeden Spieler erst freundlich anlächeln und dann langsam in ein Währungssystem aus Kristallen, Splittern, Monatskarten und Charaktergebeten ziehen.

Ein junger Anime-Held steht mit Gefährten vor einem gewaltigen erwachenden Drachen über einer hellen Fantasylandschaft.

DragonSword: Awakening geht nun einen anderen Weg. Das Spiel erscheint am 23. Juli 2026 für PC via Steam als klassischer Buy-to-play-Titel. Kein Free-to-play-Schaufenster, kein Gacha-Rad, kein täglicher Login-Altar mit nervösem Belohnungsblinken. Der Drache ist erwacht, hat offenbar einen Blick auf die Monetarisierung geworfen und beschlossen, die Ketten selbst durchzubeißen.

🎬 Offizieller Steam Next Fest Trailer

Der Trailer zu DragonSword: Awakening zeigt Orbis als leuchtende Anime-Fantasywelt mit Heldenwechseln, großen Monstern, Koop-Gefühl und genau jenem Drachenpathos, das deutlich besser zu Schwertern passt als zu Gacha-Kapseln.

🗡️ Ein Fantasy-RPG kauft sich frei

DragonSword: Awakening stammt vom südkoreanischen Studio Hound13 und führt Spieler auf den Kontinent Orbis, eine farbenfrohe Anime-Fantasywelt, die mit Unreal Engine 5 umgesetzt wird. Im Zentrum steht Lute, ein junger Abenteurer, der in die Gesellschaft einer Söldnertruppe gerät und schließlich in einen Konflikt hineingezogen wird, der deutlich größer ist als ein paar wild gewordene Goblins am Wegesrand.

Denn nach 60 Jahren ist wieder ein Drache aufgetaucht. Kein Haustier mit Merch-Potenzial, sondern eine alte Bedrohung, die Orbis bereits einmal an den Rand der Vernichtung gebracht hat. Lute und seine Gefährten folgen den Spuren jener sechs Helden, die den Drachen einst bezwangen – eine klassische Fantasy-Prämisse, die angenehm direkt nach Weltrettung, alten Legenden und sehr schlechten Entscheidungen in Ruinen riecht.

Auf dem Papier klingt das vertraut: offene Welt, Quests, Begleiter, Dungeons, Kochen, Sammeln, Kämpfen, Koop. Interessant wird DragonSword: Awakening aber vor allem durch das, was diesmal fehlt.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🎲 Kein Gebet am Charakterautomaten

Die ursprüngliche Fassung von DragonSword war in Südkorea als Free-to-play-Spiel mit Gacha-Elementen unterwegs. Für DragonSword: Awakening wurde das Modell umgebaut. Die neue Steam-Fassung erscheint als Vollpreisspiel. Helden und Ausrüstung sollen über Story und Spielaktivitäten freigeschaltet werden, nicht über Ziehrituale mit schillernden Wahrscheinlichkeiten.

Das ist in diesem Genre fast schon rebellisch. Gerade Anime-Open-World-Spiele stehen seit Jahren unter dem Verdacht, eigentlich wunderschöne Landschaften um einen sehr gut getarnten Automaten herum zu bauen. DragonSword: Awakening wirkt dagegen wie ein Spiel, das dieselbe visuelle Grammatik nutzt, aber nicht automatisch dieselbe Geschäftslogik mitbringt.

Natürlich verschwindet Monetarisierung nicht vollständig. Kostüme und zusätzliche Familiars sind als DLC geplant. Aber der entscheidende Unterschied liegt im Kern: Das Spiel verkauft nicht den Traum, irgendwann vielleicht den gewünschten Helden zu ziehen. Es verkauft erst einmal das Spiel. In dieser Branche ist das inzwischen fast schon eine poetische Form von Anstand.

Boney Jones präsentiert die besten Memes der Fantasygeschichte. Boney der Skelett-Pirat.

⚔️ Tag-Team-Kämpfe mit Statusschaden und Drachenpanik

Spielerisch setzt DragonSword: Awakening auf ein actionreiches Tag-Team-System. Mehrere Helden können in Kämpfen kombiniert werden, Statusveränderungen spielen eine wichtige Rolle, und sogenannte Signal Skills sollen spektakuläre Kettenangriffe ermöglichen. Statt nur mit einer Figur durch Orbis zu rennen, baut man sich also ein Team, das im besten Fall nicht nur hübsch aussieht, sondern Gegner in farbenfrohe Schadenslogik zerlegt.

Zum Start sind 19 Helden vorgesehen. Dazu kommen Familiars, also kleine Begleiter, die nicht nur als Niedlichkeitswaffe funktionieren, sondern offenbar auch praktische Vorteile bringen. Wer bei Drachenfantasy bisher dachte, der wahre Endgegner sei immer ein gewaltiges Reptil am Himmel, wird hier eines Besseren belehrt: Manchmal ist es auch ein Baby-Drache aus der Deluxe Edition, der mit großen Augen Richtung Geldbörse schaut.

Online-Koop ist ebenfalls Teil des Pakets. Im normalen Kampf sollen zwei Spieler gemeinsam unterwegs sein können, bei Raid-Inhalten bis zu drei. Damit bleibt DragonSword: Awakening kein reines Solo-Märchen, sondern erlaubt gemeinsames Monsterverprügeln in einer Welt, die vermutlich genau dafür mit besonders vielen hübschen Wiesen, Ruinen und überdimensionierten Bossen ausgestattet wurde.

Nichts als die Wahrheit. Schmaler Banner für den Arkanen Moosverhetzer. Ein Moosling mit Blatthelm, der wütend eine Propagangazeitung liest.

🌍 Orbis will nicht nur Kulisse sein

Die Steam-Beschreibung zeichnet Orbis als warme, helle Fantasywelt mit Wiesen, Höhlen, Meeresgebieten, Kellern unter Wachtürmen und klassischen Dungeons. Das klingt zunächst nach der üblichen Rundreise durch den großen Themenpark der Anime-Abenteuerfantasy.

Spannender ist, dass das Spiel offenbar nicht nur Kampf und Sammeltrieb bieten will. Bewohner sollen eigene Geschichten haben, Fraktionen eigene Interessen verfolgen, und einzelne Helden bekommen persönliche Hintergründe. Dazu kommen Kochen, kleinere Aufgaben und regionale Bindungen. Das klingt nach einem Versuch, aus der offenen Welt mehr zu machen als bloß eine Landschaft, in der man zwischen Kampfmarkierungen sprintet.

Ob DragonSword: Awakening am Ende wirklich genug erzählerisches Gewicht und spielerische Substanz mitbringt, muss sich zeigen. Die Richtung ist aber reizvoll: bunte Anime-Fantasy, klassischer Drachenschatten, ein Söldnertrupp mit Heldenpotenzial und ein Geschäftsmodell, das nicht bei jedem Fortschritt diskret mit dem Münzbeutel raschelt.

Parodie auf eine Fantasy-Parfumwerbung: Ein selbstzufriedener goblinartiger Mann in Lederjacke und offenem weißen Hemd sitzt an einer steinernen Küste, während im Hintergrund ein Drache einen Hafen angreift. Rechts steht eine dunkle Parfumflasche mit dem Namen „WRATH“, davor der Slogan „Live Bold. Reek of Destiny.“ vor einer sonnigen Küstenlandschaft mit Meer, Bergen und Rauch.
Mystisches Banner mit Elyra, der Sternengöttin: Ihr leuchtendes Gesicht vor einem funkelnden Sternenhimmel, goldener Schriftzug ‚Dein Blick in die Zukunft?‘ und ein glänzender goldener Button ‚Direkt zum Sternenorakel‘.

Außerdem ziemlich lesenswert: