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Dragon Quest VII Reimagined: Rückkehr des JRPG Zeitfressers
📰 Was ist los?
Square Enix bringt mit Dragon Quest VII Reimagined einen PS1-Klassiker in einem neuen 3D-Diorama-Look zurück, für PS5, Xbox Series X/S, beide Switch-Generationen und PC. Neben der Optik wurden Kampf- und Job-System modernisiert, die Story gestrafft und um neue Szenen ergänzt. Eine kostenlose Demo ist seit Anfang Januar verfügbar, Fortschritt und Bonus-Outfit wandern später in die Vollversion.
🐛 Was denken wir?
Dragon Quest VII war schon immer das JRPG-Äquivalent zu „Krieg und Frieden“: brillant, riesig, und viele Spieler sind irgendwo bei Seite 600 aus dem Sattel gefallen. Das Remake wirkt wie der Versuch, diese Monsterreise endlich in eine Form zu bringen, die nicht nur Hardcore-Archäologen begeistert. Der Diorama-Stil ist charmant statt nostalgie-billig, das Kampfsystem nimmt dir Grinding-Alltag ab, ohne den Rundenkern zu verraten. Wer Lust auf ein großes, klassisch erzähltes Fantasy-Abenteuer mit Zeitreise-Hook hat, bekommt hier vermutlich das ultimative „Wochenenden sind abgeschafft“-Paket, nur eben in hübsch.
🐉 Dragon Quest VII Reimagined: 250 Stunden Diorama-Therapie für Fantasy-Nostalgiker
„Bildhübsches Fantasy-Epos“ ist ausnahmsweise mal kein Marketing-Unfall:
Am 5. Februar 2026 kehrt mit Dragon Quest VII Reimagined eines der größten JRPG-Monstren der PS1-Ära zurück, komplett neu aufgebaut, aber weiterhin bereit, dir locker dreistellige Stundenzahlen aus dem Kalender zu fräsen. Das Remake erscheint weltweit für PS5, Xbox Series X/S, Nintendo Switch, Switch 2 und PC (Steam).
Statt HD-2D schiebt Square Enix diesmal einen handgemachten 3D-Diorama-Look nach vorne: kleine Modellwelt, große Farben, Toriyama-Monster, die aussehen, als könntest du sie aus dem Regal klauen.
🏝️ Was macht dieses Remake besonders?
1. Diorama statt Pixelmatsch
Das Original von 2000 war legendär, aber optisch inzwischen eher „Museumsstück“. Die Neuauflage interpretiert alles als liebevoll ausgeleuchtete Miniaturlandschaft: Wälder, Ruinen, Städte, Dungeons, alles wirkt wie ein animiertes Tabletop, inklusive neu inszenierter Zwischensequenzen.
2. Kampf mit Tempo – ohne Echtzeit-Existenzangst
Das System bleibt rundenbasiert, bekommt aber:
- Gegner sichtbar auf der Karte
- Auto-K.O. für Kleinvieh
- höhere Kampfgeschwindigkeit & Auto-Battle
- überarbeitete Berufe (Vocations), inkl. neuer Perks und Dual-Class-Mechanik („Moonlight/Moonlighting“), mit der du Fähigkeiten zweier Jobs kombinierst.
Kurz: immer noch klassisches JRPG, aber mit deutlich mehr Quality-of-Life, damit du nicht jeden Schleim in Zeitlupe abarbeitest.
3. Story: Entschlackt, aber nicht kastriert
Dragon Quest VII war berühmt-berüchtigt für seine epische, aber aufgeblähte Insel-Saga: Scherben sammeln, in die Vergangenheit reisen, versiegelte Länder befreien, die Gegenwart reparieren. Genial, aber mit Nebensträngen, die sich anfühlten wie Bonusmaterial, das keiner rausgeschnitten hat.
Im Remake streicht das Team „Subplots mit wenig direkter Relevanz“, fügt dafür neue Szenarien hinzu und versucht insgesamt, das Pacing auf „2026“ statt „PS1-Sommerferien“ zu trimmen.
⏳ Wie viel Zeit frisst das Ding?
Das Original war je nach Spielstil irgendwo zwischen 120 und 250 Stunden unterwegs, also ein Semesterprojekt in Diskettenform. Die Reimagined-Version verspricht einen strafferen Ablauf, aber niemand bei Square Enix tut so, als würde daraus plötzlich ein 30-Stunden-Snack werden: Welt retten, Kontinente zurückholen, Jobs hochgrinden, das bleibt ein Langzeitprojekt.
Immerhin gibt es diesmal eine kostenlose Demo (ca. drei Stunden) auf allen Plattformen, deren Spielstand du in die Vollversion mitnehmen kannst, inklusive kosmetischem Bonus-Outfit für Maribel.
🎬 Charakter-Trailer
Dragon Quest 7 Reimagined – Official „Adventure Log: Part 2“ Trailer
Triff Held, Kiefer, Maribel, Ruff, Aishe und Sir Mervyn in Aktion –
offizieller Trailer vom IGN-YouTube-Channel.
🎯 Fantasykosmos-Fazit
Dragon Quest VII Reimagined ist kein „Ich spiel das mal am Wochenende durch“-RPG, sondern ein Zweitstudium in Heldentum. Wer nur wissen will, ob der Diorama-Look wirklich so hübsch ist wie im Trailer, probiert die Demo, alle anderen wissen ohnehin, dass sie hier einen Langzeitvertrag mit Schleimen, Zeitscherben und Job-Grinding unterschreiben.
Wenn das Remake hält, was es verspricht, ist es genau die Sorte Fantasy-Abenteuer, für die man bewusst andere Spiele liegenlässt: altmodisch im besten Sinne, modern genug, um nicht wie Retro-Strafarbeit zu wirken und groß genug, um dich einmal komplett durch den Kalender zu schleifen. Wer sich darauf einlässt, bekommt kein Nostalgie-Häppchen, sondern ein ganzes JRPG-Buffet.



