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Dragon Quest VII Reimagined: Demo vor dem großen Start
📰 Was ist los?
Square Enix und Hexadrive veröffentlichen eine kostenlose Demo zu Dragon Quest VII Reimagined, verfügbar auf PC, PlayStation, Xbox und Switch. Sie umfasst den Prolog samt Ballymolloy-Storyline, beschränkt Level, Berufsränge und Gold, erlaubt aber Save-Transfer in die Vollversion, die am 5. Februar 2026 erscheint. Als Bonus gibt es Maribels „Day Off Dress“.
🐛 Was denken wir?
Das ist der klassische „Fütterungsmodus“ von Square Enix: genug Inhalt, um süchtig zu machen, aber mit harter Deckelung, damit du dir die Nostalgie erst regulär an der Ladentheke ruinieren darfst. Clever, leicht fies und wohl genau die richtige Dosis für einen alten JRPG-Klopper.
🎲 Dragon Quest VII Reimagined Demo: Zeitreise im Diorama
Square Enix schmeißt dir nicht einfach einen Trailer hin, sondern hat auch gleich ein spielbares Mini-Diorama im Gepäck: Dragon Quest VII Reimagined hat eine kostenlose Demo bekommen und die entscheidet darüber, ob Gamer mit diesem Remake mehr als nur der dritte Aufguss eines Klassikers erwarten können.
🧭 Erste Insel, erste Probe: Was die Demo zeigt
Die Demo von Dragon Quest VII Reimagined gibt dir den kompletten Einstieg bis zum Ende der Ballymolloy-Storyline, also das erste „richtige“ Gebiet, das deine Party besucht. Danach ist Schluss. Level, Berufsrang und Gold sind gedeckelt, damit niemand schon vor Release zum Strand-grindenden Zeitreisekönig wird.
Wichtig:
- Dein Spielstand wandert in die Vollversion, sobald das komplette Spiel am 5. Februar 2026 für PC (Steam), PlayStation 5, Xbox Series X|S sowie Switch & Switch 2 erscheint.
- Als Demo-Bonus wartet Maribels „Day Off Dress“, ein Extra-Outfit, das du nur über die Demodaten einsammelst.
In Sachen Umfang reden wir von rund drei Stunden: genug, um Estard, erste Zeitreise-Ausflüge und ein paar Kämpfe auszukosten, aber gewiss nicht genug, um die komplette Job-Matrix auf links zu drehen.
⚔️ Moonlighting & Vocations: Klassenkarriere im Doppelpack
Im Kern bleibt alles klassisch rundenbasiert: Party links, Gegner rechts, Zauber, Fähigkeiten, Items, das übliche Dragon-Quest-Besteck. Aber unter der Haube hat Reimagined ordentlich nachgezogen.
Wesentliche Neuerungen:
- Vocation-System im Fokus: Klassen sind kein beiläufiges Extra mehr, sondern das Herzstück deiner Builds. Jede Berufung kommt mit eigenen Vocational Perks, also passiven Boni, die das Feintuning erst so richtig attraktiv machen.
- Moonlighting: Figuren können zwei Vocations gleichzeitig führen und deren Skills, Zauber und Perks kombinieren. Das Ergebnis ist ein duales Job-System, das irgendwo zwischen Final-Fantasy-Taktikträumen und Excel-Tabelle sitzt, nur mit mehr Slimes.
- Tempo-Upgrade: Kämpfe lassen sich vorspulen, Auto-Battle ist dabei, und schwache Random-Mobs können teils direkt vom Feld gefegt werden. Das klassische „eine Stunde durch den Wald, um drei HP zu verlieren“-Gefühl wird also behutsam entsorgt.
Die Demo zeigt genau das: Du kommst schnell in erste Jobs, experimentierst mit Moonlighting und merkst, ob du Lust hast, später die komplette Matrix zu knacken, oder ob dich die neue Struktur eher an die 3DS-Kürzungen erinnert, nur diesmal hübscher verpackt.
🧸 Diorama-Look: Wenn ein JRPG wie Tisch-Deko aussieht
Optisch verabschiedet sich Reimagined von jedem Rest PS1-Nebel und lehnt sich in einen Puppen- und Diorama-Stil, der erstaunlich gut funktioniert: Die Figuren wirken wie real modellierte Minis, die Welt wie ein liebevoll gebautes Brettspiel mit Toriyama-Siegel.
- Inseln, Städte und Ruinen sind wie handgebaute Dioramen inszeniert: detailreich, klar lesbar, sehr „Tischkante statt Unendlichkeit“.
- Monster wirken weniger bedrohlich, dafür ikonisch, also eine Art „Best of Dragon Quest“ in Plastik, aber mit Highend-Lichtsetzung.
- Dazu kommt vollständige Sprachausgabe in mehreren Sprachen, was gerade den eher ruhigen Dialogszenen gut tut und die Nostalgie vom Textblock in Richtung inszenierter Szene schiebt.
Das Ganze sieht auf Screens ein bisschen nach Merch-Katalog aus, fühlt sich im Bewegtbild aber wie eine bewusste, eigenständige Ästhetik an, nicht wie HD-2D-Nachahmung Nummer fünf.
🎬 Offizieller Demo-Trailer
Der Demo-Trailer zu Dragon Quest VII Reimagined – bereitgestellt vom offiziellen DRAGON QUEST-Kanal auf YouTube:
🧵 Unser Fazit: Mehr als Nostalgie-Test, weniger als Spoiler-Falle
Spannend ist, wie ernst es Square Enix diesmal meint: Parallel zur Demo gibt es bereits Spoiler-Richtlinien, inklusive Einschränkungen für Streams und Content nach bestimmten Bosskämpfen. Wer überzieht, riskiert theoretisch sogar Sperren.
Unterm Strich wirkt Dragon Quest VII Reimagined in der Demo wie genau das, was der Titel verspricht:
- kein 1:1-Remaster,
- kein hektisch zurechtgestutzter 3DS-Port,
- ein Versuch, einen sperrigen Klassiker zugänglich zu machen, ohne seine Eigenheiten komplett zu begradigen.
Ob das am Ende gelingt, entscheiden die späteren Inseln, die großen Storybeats und das Balancing des Job-Systems. Aber als Aufschlag liefert die Demo genau das, was sie soll: genug Futter für alte Hasen und genug Klarheit für alle, die sich fragen, ob sie wirklich 2026 noch mal ihre Zeit in ein PS1-Erbe stecken wollen.



