Dragon Ball Z erobert Texas: Gokus Komponist gewinnt historische Wahl
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🐉 Vom Kamehameha ins Gericht
📰 Was ist los?
Nathan Johnson wurde am 3. November 2026 zum Attorney General von Texas gewählt. Zuvor komponierte der Jurist Musik für 67 Episoden und fünf Filme der amerikanischen Dragon Ball Z-Fassung. Sein Wahlsieg beendet eine 32-jährige Serie republikanischer Erfolge bei dieser Wahl.
🐛 Was denken wir?
Solche überraschenden Verbindungen zwischen Popkultur und Wirklichkeit sind großartig. Johnsons Karriere zeigt, dass selbst eine erfolgreiche politische Laufbahn ziemlich ungewöhnliche musikalische Anfänge haben kann. Pedro hat sich sofort auf eine Richterstelle beworben. Sein wichtigster Qualifikationsnachweis: Er besitzt alle sieben Dragon Balls. Angeblich.
Was haben Son Goku, ein paar ausgewachsene Supersaiyajins und das höchste juristische Amt des US-Bundesstaates Texas gemeinsam? Einen Mann namens Nathan Johnson. Der 58-jährige Jurist hat am 3. November 2026 die Wahl zum Attorney General von Texas gewonnen. Und bevor er in die Politik ging, komponierte er Musik für sage und schreibe 67 Folgen und fünf Filme von Dragon Ball Z.

Das klingt wie eine dieser Geschichten, bei denen man vorsichtshalber zweimal aufs Datum schaut. Aber sie ist wahr. Und Johnson hat seine ungewöhnliche Vergangenheit sogar selbst öffentlich in Erinnerung gerufen.
🐉 Erst Son Goku, dann der oberste Jurist von Texas
Nathan Johnson gewann die Wahl gegen den Republikaner Mayes Middleton. Damit gelang ihm ein bemerkenswerter politischer Erfolg: Seit 32 Jahren war kein Demokrat mehr zum Attorney General von Texas gewählt worden.
In den Vereinigten Staaten ist der Attorney General eines Bundesstaates dessen oberster Rechtsvertreter und Leiter einer Behörde mit erheblichen juristischen Befugnissen. Zu den Aufgaben gehören unter anderem die Vertretung staatlicher Interessen vor Gericht, Verbraucherschutz und die Durchsetzung bestimmter Gesetze.
Die Amtsbezeichnung wird gelegentlich mit „Justizminister“ übersetzt. Das trifft die amerikanische Funktion allerdings nur ungenau. Johnson wird nicht Mitglied einer Regierung nach deutschem Ministermodell, sondern übernimmt ein eigenständiges, direkt gewähltes Staatsamt.
Bevor er sich diesen Aufgaben widmet, lohnt sich ein Blick auf eine andere Station seiner Laufbahn. Denn Johnsons musikalische Vergangenheit ist alles andere als gewöhnlich.
🎼 67 Episoden und fünf Dragon Ball Z-Filme
In den 2000er-Jahren arbeitete Johnson als Komponist für Funimation, das amerikanische Unternehmen hinter der englischsprachigen Fassung von Dragon Ball Z.
Für die überarbeitete amerikanische Synchronfassung komponierte er die Hintergrundmusik der ersten 67 Episoden. Dazu kamen fünf Filme, darunter The World’s Strongest, The Tree of Might, Broly: Second Coming, Fusion Reborn und Wrath of the Dragon.
Besonders wichtig ist dabei eine Unterscheidung: Johnson schrieb nicht die berühmte japanische Originalmusik von Shunsuke Kikuchi, sondern neue Musik für amerikanische Fassungen des Anime.
Wer Dragon Ball Z ausschließlich mit der deutschen Fernsehausstrahlung verbindet, hat Johnsons Kompositionen deshalb möglicherweise nie gehört.
Seine Arbeiten begleiteten dennoch einige der bekanntesten Kämpfe und Figuren der Animegeschichte. Und offenbar machte die Tätigkeit nicht nur ihm selbst großen Spaß.
👦 Papa, Goku und die Explosionen
Johnson erinnerte sich in einem öffentlichen Gespräch mit einem texanischen Politikerkollegen an seine Zeit als Anime-Komponist.
Damals war sein Sohn gerade ein Jahr alt. Während Johnson an den musikalischen Untermalungen der spektakulären Kämpfe arbeitete, saß der Kleine gelegentlich auf seinem Schoß und verfolgte begeistert, wie auf dem Bildschirm die nächsten Explosionen losgingen.
Vor allem Goku hatte es ihm angetan.
Johnson erzählte außerdem, dass ihm seine Arbeit für Dragon Ball Z später einen unerwarteten Vorteil verschaffte: Bei den Freunden seiner Kinder genoss er plötzlich beträchtliches Ansehen.
Ein Vater, der Musik für Gokus Abenteuer komponiert hat, besitzt eben eine Art kulturelle Autorität, gegen die selbst der Führerschein eines Klassenkameraden zunächst wenig ausrichten kann.
Für Johnson selbst war die Arbeit eine willkommene kreative Abwechslung und die Gelegenheit, Teil eines weltweiten Popkulturphänomens zu werden.
⚖️ Ein ungewöhnlicher Lebensweg
Johnson ist keineswegs ein Musiker, der sich erst kürzlich aus einer Laune heraus in die Politik verirrt hat. Er studierte Physik und Rechtswissenschaften, arbeitete als Prozessanwalt und wurde 2018 in den texanischen Senat gewählt, wo er seit Januar 2019 tätig ist.
Die Verbindung aus Musik und juristischer Laufbahn begleitet ihn damit schon lange. Der Erfolg bei der Wahl zum Attorney General markiert nun den bisherigen Höhepunkt seiner politischen Karriere.
Sein Sieg hat auch politische Bedeutung, weil das Amt in Texas seit Jahrzehnten von Republikanern besetzt war und häufig eine wichtige Rolle bei juristischen Auseinandersetzungen zwischen Bundesstaaten und der Bundesregierung spielt.
Doch unabhängig von politischen Positionen ist Johnsons Biografie schlicht bemerkenswert: Vom Komponisten für Gokus Kämpfe zum obersten Rechtsvertreter eines Bundesstaates mit rund 31 Millionen Einwohnern.
Eine der ungewöhnlichsten Karrieren, die das Anime-Universum bislang hervorgebracht hat.
🌟 Manchmal schreibt die Wirklichkeit die besten Animegeschichten
Dragon Ball Z erzählt bekanntlich von Kämpfern, die immer wieder scheinbar unüberwindbare Gegner besiegen. Johnsons politischer Erfolg besitzt natürlich weder etwas mit außerirdischen Kriegern noch mit magischen Drachenkugeln zu tun.
Trotzdem ist es ein herrlicher Zufall, dass ausgerechnet ein Mann, der einst die musikalische Begleitung für Gokus Abenteuer schrieb, nun eine der bedeutendsten juristischen Positionen von Texas übernimmt.
Die Geschichte erinnert außerdem daran, wie weit der kulturelle Einfluss japanischer Anime inzwischen reicht. Ihre Musik, Figuren und Geschichten begleiten Menschen durch völlig unterschiedliche Lebenswege.
Nathan Johnson ist dafür ein besonders überraschendes Beispiel.
Und eines muss man ihm lassen: Während andere Politiker ihre Lebensläufe mit möglichst vielen Ehrentiteln schmücken, kann er etwas vorweisen, das sich erheblich schwerer übertreffen lässt.
Er hat schon für Son Goku gearbeitet.





