Dragon Ball Super: Beerus lässt verstorbene Stimmen weiterleben
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🐉 Stimmen, die bleiben
📰 Was ist los?
In Dragon Ball Super: Beerus sind erneut die Originalstimmen von Hiromi Tsuru, Kōzō Shioya, Unshō Ishizuka und Jōji Yanami zu hören. Die inzwischen verstorbenen Sprecher bleiben dank wiederverwendeter Archivaufnahmen Teil der überarbeiteten Serie. Keine KI-Nachbildungen.
🐛 Was denken wir?
Eine schöne Entscheidung, gerade weil sie die echten Leistungen der Künstler bewahrt. Allerdings sollten auch bei Archivaufnahmen die Rechte und die Würdigung der Sprecher stimmen. Pedro findet: Manche Stimmen muss man nicht neu erschaffen. Man sollte ihnen einfach wieder zuhören.
Es sind Stimmen, die Millionen Animefans seit ihrer Kindheit begleiten. Stimmen, die mit Figuren verbunden sind, deren Abenteuer längst mehrere Generationen überdauert haben. In Dragon Ball Super: Beerus sind nun erneut japanische Synchronsprecher zu hören, die bereits vor Jahren gestorben sind. Doch dahinter steckt weder ein KI-Experiment noch eine digitale Nachahmung. Die überarbeitete Animefassung verwendet die ursprünglichen Sprachaufnahmen. Eine Entscheidung, die mitten in der Debatte über künstlich erzeugte Stimmen eine bemerkenswert menschliche Note bekommt.

🎙️ Bulma spricht wieder mit Hiromi Tsurus Stimme
In der dritten Folge von Dragon Ball Super: Beerus, die am 25. Oktober 2026 in Japan ausgestrahlt wurde, ist Hiromi Tsuru als Bulma zu hören. Tsuru hatte die geniale Erfinderin seit dem Beginn von Dragon Ball im Jahr 1986 gesprochen. Ihre Stimme gehörte über drei Jahrzehnte hinweg ebenso selbstverständlich zur Serie wie Son Gokus Kampfschrei.
Die Schauspielerin starb im November 2017. Seit 2018 wird Bulma in neu produzierten japanischen Fassungen von Aya Hisakawa gesprochen.
Für Beerus entschied sich die Produktion jedoch, Tsurus erhaltene Originalaufnahmen aus dem Jahr 2015 weiterzuverwenden.
Auch Kōzō Shioya ist in Folge 3 erneut als Majin Boo zu hören. Der langjährige Sprecher der Figur starb erst im Januar 2026. Es sind keine nachträglich am Computer erzeugten Stimmen, sondern die Aufnahmen, die diese Künstler tatsächlich im Studio eingesprochen haben.
Dragon Ball Super: Beerus – offizieller Super-Surge-Trailer von Toei Animation.
🕯️ Vier Stimmen, die geblieben sind
Bereits in den ersten beiden Episoden gab es weitere Wiedersehen, die vor allem langjährige Fans berührt haben dürften. Unshō Ishizuka, der 2018 starb, ist erneut als Mr. Satan zu hören. Seine Interpretation des großspurigen Kampfsportstars gehörte zu den unverwechselbaren komischen Elementen der Serie.
Auch Jōji Yanami bleibt als Meister Kaio und Erzähler präsent. Yanami, dessen Stimme die japanische Fassung von Dragon Ball über Jahrzehnte mitgeprägt hatte, starb 2021.
Damit bewahrt die Neuauflage die tatsächlichen Darstellungen von vier inzwischen verstorbenen Künstlern.
Nicht etwa, indem ihre Stimmen rekonstruiert werden. Sondern indem ihre Arbeit erhalten bleibt.
🐉 Warum die Stimmen überhaupt wiederverwendet werden
Dragon Ball Super: Beerus ist keine vollständig neue Fortsetzung, sondern eine aufwendig überarbeitete Version des ursprünglichen Dragon Ball Super-Anfangs.
Die 2015 gestartete Animegeschichte wurde mit zahlreichen neuen und überarbeiteten Animationssequenzen, einer veränderten Erzählstruktur und modernisierter Präsentation neu gestaltet.
Die Produktion greift dabei auf die vorhandenen Dialogaufnahmen zurück, statt sämtliche Szenen neu synchronisieren zu lassen.
Beerus-Sprecher Kōichi Yamadera erklärte in einem offiziellen Interview, dass ihn gerade diese Entscheidung überrascht habe: Er habe zunächst erwartet, erneut für Aufnahmen ins Studio zu müssen.
Ganz ohne Änderungen am Ensemble kommt die Neufassung allerdings nicht aus. Yamchu wird von Ryōta Suzuki gesprochen, der die Rolle bereits in Dragon Ball DAIMA übernommen hatte. Die Stimmen der verstorbenen Schauspieler wurden dagegen aus den vorhandenen Aufzeichnungen übernommen.
🤖 Ein Gegenentwurf zur künstlichen Stimme?
Gerade in Zeiten, in denen KI-Systeme menschliche Stimmen immer überzeugender nachbilden können, ist diese Entscheidung bemerkenswert.
Eine Archivaufnahme bewahrt eine konkrete schauspielerische Leistung. Eine KI-Nachbildung erzeugt dagegen eine neue Darbietung, die der ursprüngliche Künstler niemals eingesprochen hat.
Das ist ein wesentlicher Unterschied. Natürlich wirft auch die Wiederverwendung alter Aufnahmen Fragen auf: Welche Nutzungsrechte wurden vereinbart? Was gilt für neue Schnittfassungen? Und wie werden die ursprünglichen Künstler angemessen gewürdigt?
Aus der Entscheidung für Archivmaterial allein lassen sich diese Fragen nicht vollständig beantworten. Aber sie zeigt, dass technische Möglichkeiten nicht zwangsläufig genutzt werden müssen, nur weil sie inzwischen existieren.
Gerade eine jahrzehntelang erfolgreiche Serie wie Dragon Ball verfügt über einen Schatz, den keine künstliche Nachahmung ersetzen kann: die tatsächlichen Stimmen der Menschen, die ihre Figuren geprägt haben.
📺 Dragon Ball Super: Beerus läuft auch in Deutschland
Die überarbeitete Serie startete am 11. Oktober 2026 im japanischen Fernsehen. In Deutschland ist Dragon Ball Super: Beerus unter anderem bei Crunchyroll, Netflix, Disney+ und ADN im Streamingangebot zu finden. Japanischer Originalton und deutsche Untertitel sind je nach Anbieter verfügbar.
Damit können auch deutsche Zuschauer die erhaltenen Originaldarstellungen hören.
Es ist ein kleiner, aber besonderer Moment der Animegeschichte. Denn die Bilder werden erneuert, die Geschichte neu angeordnet und die Präsentation modernisiert.
Doch einige Stimmen bleiben so, wie ihre Sprecher sie einst hinterlassen haben. Und manchmal ist genau das die schönste Form der Erinnerung.





