D’Orc wird verfilmt: Sony schickt den schrägsten Halbzwerg der Fantasy nach Hollywood!

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

🐔 Halb Zwerg, halb Ork, ganz Hollywood

📰 Was ist los?
Sony Pictures hat sich die Realfilmrechte an D’Orc gesichert. Brett Bean soll seinen eigenen Fantasycomic als Drehbuch adaptieren. Die erst im Februar gestartete Reihe erzählt von einem kleinen Halbzwerg, einem sprechenden Zauberschild und einer verhängnisvollen Weltuntergangsprophezeiung. Regisseur, Besetzung und Kinostart stehen noch nicht fest.

🐛 Was denken wir?
Das könnte ein herrlich schräger Fantasyfilm werden. Die Vorlage besitzt mit ihrem ungewöhnlichen Helden, grotesken Monstern und anarchischen Humor eine ausgeprägte eigene Identität. Besonders erfreulich ist, dass Brett Bean selbst am Drehbuch arbeitet. Hoffentlich bewahrt die Verfilmung genau jene Verrücktheit, die den Comic so interessant macht.

Er ist halb Zwerg, halb Ork, besitzt einen magischen Schild mit einem ausgesprochen schlechten Benehmen und wird von einem kopflosen Geisterhuhn begleitet. Zu allem Überfluss prophezeit ihm ein uraltes Buch auch noch, dass er eines Tages die Welt vernichten wird. Für jemanden, der eigentlich nur ein paar Freunde finden möchte, ist das eine ziemlich unerfreuliche Ausgangslage. Doch ausgerechnet dieser kleine Chaot könnte demnächst die große Kinoleinwand erobern.

Fantasy-Illustration mit dem Comiccover von D’Orc auf der linken Seite. Rechts blickt ein kleiner grünhäutiger Halbzwerg mit rotem Umhang und magischem Augenschild auf eine riesige Burg im Sonnenuntergang. Brennende Ruinen, Waffen und Totenschädel bedecken die Landschaft.
Ein kleiner Held mit gewaltigen Problemen: Sony Pictures hat die Filmrechte an Brett Beans Fantasycomic D’Orc erworben. Die redaktionelle Bildkomposition verbindet das Originalcover mit einer düster-humorvollen Fantasywelt voller Burgen, Schlachtfelder und drohendem Weltuntergang. Originalcover D’Orc: © Brett Bean / Image Comics.

Sony Pictures hat die Realfilmrechte an der Fantasy-Comicreihe D’Orc von Brett Bean erworben. Der amerikanische Künstler, der die Geschichte selbst schreibt und zeichnet, soll auch das Drehbuch zur geplanten Kinoadaption verfassen. Besonders bemerkenswert ist das Tempo: Die Reihe startete erst im Februar 2026 bei Image Comics und entwickelte sich innerhalb weniger Monate zu einem Überraschungserfolg.

🐔 Ein Halbzwerg, ein Zauberschild und ein kopfloses Huhn

Die Geschichte führt in die fantastische Welt Sunderaine, in der seit scheinbar ewigen Zeiten ein erbitterter Krieg zwischen den Mächten des Lichts und der Dunkelheit tobt. Elfen kämpfen gegen Orks, Zauberer verfolgen ihre eigenen Interessen und Drachen sorgen dafür, dass die allgemeinen Überlebenschancen überschaubar bleiben.

Mitten in dieses Chaos gerät D’Orc, ein einsamer Waisenjunge, der halb Zwerg und halb Ork ist. Seine Ausstattung für das bevorstehende Abenteuer fällt bemerkenswert dürftig aus: ein verzauberter Schild mit eigenem Willen und großer Begeisterung für Gewalt sowie ein kopfloses Geisterhuhn.

Dummerweise existiert außerdem eine Prophezeiung, nach der ausgerechnet D’Orc für den Weltuntergang verantwortlich sein soll. Damit weckt er die Aufmerksamkeit praktisch sämtlicher Völker und Kreaturen von Sunderaine. Während der kleine Außenseiter verzweifelt seinen Platz in der Welt sucht, hätten seine zahlreichen Verfolger ihn am liebsten möglichst schnell aus derselben entfernt.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

📚 Vom Comicdebüt zum Hollywood-Deal in acht Monaten

D’Orc erschien erstmals am 4. Februar 2026 bei Image Comics. Schon die erste Ausgabe war auf Vertriebsebene sofort vergriffen und musste nachgedruckt werden. Die Nachfrage blieb anschließend so hoch, dass weitere Auflagen folgten und auch spätere Hefte mehrfach neu gedruckt wurden.

Inzwischen hat es die erste Ausgabe bis zur achten Auflage gebracht. Für eine neue Fantasy-Comicreihe ist das eine bemerkenswerte Entwicklung, zumal der Titel ohne die jahrzehntelange Bekanntheit etablierter Comicuniversen auskommen muss.

Der erste Sammelband D’Orc, Vol. 1 vereint die Ausgaben 1 bis 5 und ist bereits auf Englisch erhältlich. Weitere Abenteuer erscheinen fortlaufend, sodass sich die Welt von Sunderaine auch unabhängig von den Hollywood-Plänen weiterentwickelt.

Der Erfolg beruht vor allem auf einer ungewöhnlichen Mischung aus klassischer High Fantasy, grotesken Kreaturen, überdrehter Action und ziemlich schwarzem Humor. Wer bei einer Weltuntergangsprophezeiung zunächst an ehrfürchtige Helden, weise Zauberer und erhabene Schicksalsreden denkt, dürfte hier einige Überraschungen erleben.

Orkenfeuer Kaffemischung aus Mordor als Bannerwerbung vor dem Schicksalsberg.

🎨 Brett Bean schreibt die Kinoadaption selbst

Dass Brett Bean persönlich das Drehbuch übernehmen soll, ist eine wichtige Entscheidung für das Filmprojekt. Schließlich lebt D’Orc stark von seiner ungewöhnlichen Tonlage und dem Zusammenspiel zwischen liebenswertem Außenseiter und völlig außer Kontrolle geratener Fantasywelt.

Bean ist längst kein Unbekannter in der amerikanischen Comicbranche. Zu seinen Arbeiten gehören Illustrationen für I Hate Fairyland und Rocket and Groot sowie das Comicprojekt Dungeon Crawler Carl: The Crocodile. Darüber hinaus war er an Puppengestaltungen für Jim Hensons Creature Shop beteiligt.

Gerade diese Erfahrungen könnten bei der Verfilmung hilfreich sein. Denn D’Orc verlangt eine ziemlich eigenwillige Mischung aus fantastischen Wesen, Slapstick, Monsterabenteuern und gelegentlich handfester Brutalität. Ob Sony den markanten Zeichenstil der Vorlage auf besondere Weise in die Realfilmwelt übertragen möchte, ist bislang nicht bekannt.

Fantasy Events Banner: Ein dunkler Krieger erhebt seine Fahne vor einem riesigen lodernden Feuer, während Funken in den Nachthimmel steigen

🎬 Wann kommt D’Orc ins Kino?

Sony Pictures hat zunächst die Filmrechte erworben. Ein Regisseur, eine Besetzung und ein Kinostart wurden noch nicht angekündigt. Auch zur konkreten Filmhandlung liegen keine Angaben vor, weshalb derzeit offenbleibt, wie eng die Adaption dem ersten Comicabenteuer folgen wird.

Damit befindet sich das Projekt noch in einer frühen Entwicklungsphase. Der Rechtekauf ist ein wichtiger erster Schritt, garantiert allerdings noch keine tatsächliche Filmproduktion.

Trotzdem besitzt D’Orc einiges, was die geplante Verfilmung besonders reizvoll macht. Die Vorlage bietet eine umfangreiche Fantasywelt, eine ungewöhnliche Hauptfigur und einen Humor, der sich mit den traditionellen Heldengeschichten des Genres ausgesprochen respektlos beschäftigt.

Und sollte der Film tatsächlich entstehen, dürfte Hollywood ein Problem bekommen, das selbst erfahrene Produzenten nicht jeden Tag lösen müssen: Wie bringt man einem kopflosen Geisterhuhn bei, sich an den Drehplan zu halten?

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