Doctor Who: TARDIS Crew zeigt erstmals den jungen Doctor und sein Team
🧐 Im Fantasykosmos suchen

🚀 Die TARDIS hat eine Krabbelgruppe.
📰 Was ist los?
Die BBC zeigt erstmals ausführlich Doctor Who: TARDIS Crew. Die animierte CBeebies-Serie begleitet einen jungen Doctor sowie Hannah, Beastie und Toast-IE durch Raum und Zeit. Geplant sind 52 elfminütige Folgen, in denen auch bekannte Gegner wie die Daleks auftauchen.
🐛 Was denken wir?
Das ist offensichtlich kein Doctor Who für die bisherige Kernzielgruppe. Die Idee ergibt trotzdem Sinn: Zeitreisen, seltsame Welten, Neugier und problemlösendes Denken passen erstaunlich gut zu einer Kinderserie. Entscheidend wird sein, ob trotz Vorschulformat noch genug von jener herrlichen Merkwürdigkeit übrig bleibt, die eine TARDIS-Reise ausmacht.
Die TARDIS hatte über sechs Jahrzehnte hinweg ziemlich unterschiedliche Passagiere. Journalistinnen, Lehrer, Soldaten, Aliens, Roboter und gelegentlich Menschen, die besser niemals einen roten Knopf hätten drücken sollen. Für Doctor Who: TARDIS Crew wird die Besatzung nun so jung wie noch nie.

Die BBC hat erstmals ausführlich gezeigt, wie ihr neues animiertes Doctor Who-Abenteuer für Vorschulkinder aussehen wird. Ein junger Doctor reist darin gemeinsam mit Hannah, Beastie und Toast-IE durch Raum und Zeit – und selbst die Daleks bekommen offenbar keine Schonfrist, nur weil diesmal CBeebies zusieht.
🌀 Eine neue Crew steigt ein
Im Zentrum steht eine junge Version des Doctors, die mit drei neuen Begleitern in der TARDIS unterwegs ist. Hannah, Beastie und Toast-IE bilden gemeinsam mit ihm die titelgebende Crew und sollen fremde Welten entdecken, ungewöhnlichen Kreaturen begegnen und Probleme lösen, bevor diese vermutlich anfangen, verdächtig nach Weltherrschaft auszusehen.
Dabei bleibt die Grundidee von Doctor Who erstaunlich intakt. Die TARDIS reist weiterhin überallhin, hinter jeder Tür kann eine völlig neue Welt warten und Neugier ist meistens der Anfang eines Abenteuers. Nur die Wahrscheinlichkeit, dass anschließend jemand von einem außerirdischen Gott in eine existenzielle Krise gestürzt wird, dürfte diesmal etwas geringer ausfallen.
🍞 Ein Toaster reist durch die Zeit
Schon die Zusammensetzung der neuen Gruppe macht klar, dass TARDIS Crew wesentlich verspielter auftreten will als die Hauptserie. Mit Toast-IE gehört schließlich eine Figur zur Crew, deren Name bereits ziemlich deutlich verrät, dass hier niemand versucht, nüchternes Erwachsenenfernsehen zu simulieren.
Dazu kommen Hannah und Beastie, über deren genaue Rollen und Herkunft die BBC bislang noch wenig verraten hat. Der erste Blick zeigt deshalb vor allem eines: Die Serie baut sich bewusst eine eigene kleine Ecke innerhalb des Whoniverse auf, statt lediglich bekannte Begleiter in niedliche Animationsfiguren umzuwandeln. Das dürfte ihr guttun. Wer schon mit einer eigenen TARDIS-Besatzung beginnt, darf auch seine eigenen Geschichten erzählen.
👁️ Die Daleks dürfen trotzdem mit
Ganz ohne bekannte Gesichter beziehungsweise Metallgehäuse geht es allerdings nicht. Die Daleks gehören ausdrücklich zu den Gegnern, denen die neue Crew begegnen wird.
Damit greift die BBC direkt auf eines der ikonischsten Elemente der gesamten Reihe zurück. Für viele sehr junge Zuschauer könnte TARDIS Crew dadurch tatsächlich die erste Begegnung mit jenen Wesen werden, die seit 1963 regelmäßig versuchen, das Universum durch ausgesprochen aggressive Vereinheitlichung übersichtlicher zu gestalten.
Natürlich wird CBeebies daraus kein galaktisches Massaker machen. Trotzdem ist es bemerkenswert, dass die Serie bekannte Gegenspieler nicht komplett ausspart. Die Kinderfassung soll offensichtlich weiterhin nach Doctor Who aussehen und nicht bloß eine beliebige Weltraumserie mit blauer Telefonzelle werden.
🧠 Neugier statt Laserkanone
Das pädagogische Konzept fügt sich sogar ziemlich elegant in die DNA der Marke ein. Neugier, Mut, Freundschaft, Teamarbeit und problemlösendes Denken sollen die Geschichten bestimmen.
Gerade der Doctor eignet sich dafür erstaunlich gut. Diese Figur gewinnt schließlich seit Jahrzehnten am liebsten dadurch, dass sie beobachtet, kombiniert, redet, improvisiert und irgendwann versteht, was alle anderen übersehen haben.
Für eine Vorschulserie muss man dieses Prinzip nicht einmal besonders verbiegen. Man dreht lediglich Gewalt, kosmischen Schrecken und gelegentliche Identitätskrisen ein paar Regler nach unten.
⏱️ Elf Minuten bis zum nächsten Planeten
Doctor Who: TARDIS Crew wird ungewöhnlich umfangreich. 52 Episoden mit jeweils elf Minuten Laufzeit sind geplant.
Das kurze Format passt zum CBeebies-Publikum und erlaubt gleichzeitig viele kleine Reisen. Statt eine große Handlung über Monate hinweg auszubauen, kann praktisch jede Episode einen neuen Ort, ein neues Problem oder eine neue Kreatur präsentieren.
Gerade für Doctor Who ist das eigentlich eine ideale Struktur. Die TARDIS besitzt schließlich die bequemste erzählerische Ausrede der Fernsehgeschichte: Wenn eine Welt nach elf Minuten genug Probleme gemacht hat, öffnet man die Tür einfach irgendwo anders wieder.
🎨 Blue Zoo baut die Kinder-TARDIS
Produziert wird die Serie von Blue Zoo Animation Studio. Die Regie übernimmt Dominic Minns, der zuvor unter anderem an den CBeebies-Produktionen Supertato und Mojo Swoptops gearbeitet hat.
Damit landet das Projekt bei einem Studio, das mit genau jener Altersgruppe Erfahrung besitzt, für die TARDIS Crew entwickelt wird. Entscheidend dürfte sein, ob Blue Zoo trotzdem genug von der eigenartigen Mischung erhält, die Doctor Who seit Jahrzehnten ausmacht.
Denn eine TARDIS braucht ein bisschen Chaos. Selbst dann, wenn anschließend jemand erklären soll, warum Zusammenarbeit eine gute Idee ist.
📺 Die jüngsten Whovians müssen noch warten
Bis zum Start dauert es allerdings noch eine Weile. Die BBC plant die Ausstrahlung derzeit für Ende 2027 oder Anfang 2028 auf CBeebies und BBC iPlayer.
Damit könnte die Animationsserie ausgerechnet in eine interessante Phase der Marke fallen. Die Zukunft der regulären Doctor Who-Hauptserie wird derzeit neu organisiert, während die BBC parallel weiter an unterschiedlichen Teilen des Whoniverse arbeitet.
TARDIS Crew verfolgt dabei ein völlig anderes Ziel: Die Serie soll Menschen erreichen, die bei den meisten bisherigen Doctors noch nicht einmal geboren waren.
🌌 Nachwuchs für das Whoniverse
Man kann eine Vorschulserie natürlich problemlos als Nebensache abtun. Für eine Marke wie Doctor Who ist sie strategisch allerdings ziemlich clever.
Die Serie lebt seit mehr als 60 Jahren davon, immer wieder neue Zuschauergenerationen mitzunehmen. Viele heutige Fans haben ihre erste TARDIS schließlich irgendwann als Kinder gesehen – nur waren die Monster damals nicht unbedingt speziell auf ihre Altersgruppe zugeschnitten.
TARDIS Crew macht daraus jetzt ein eigenes Konzept. Der Doctor bekommt eine Einstiegsserie für Zuschauer, die mit Elf-Minuten-Abenteuern anfangen und irgendwann vielleicht herausfinden, warum erwachsene Whovians bei bestimmten Geräuschen aus Richtung einer Salzstreuerform nervös werden.






