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Die alten Schöpfer bekommen ihre Welten zurück
📰 Was ist los?
D&D Icons bringt Margaret Weis und Tracy Hickman zu Dragonlance zurück, R. A. Salvatore arbeitet an neuen Inhalten zu Drizzt und Luke Gygax entwickelt ein Greyhawk-Projekt aus unveröffentlichtem Material seines Vaters. Joe Manganiello übernimmt die kreative Leitung.
🐛 Was denken wir?
Das ist eine der klügsten Ankündigungen der gesamten D&D-Roadmap. Klassische Welten brauchen keine sterile Denkmalpflege. Sie brauchen ihre ursprünglichen Stimmen – und ein aktuelles Team, das daraus Bücher baut, die auch 2027 noch mehr können als ehrfürchtig im Regal zu stehen.
🐉 Die alten Meister kehren heim: D&D Icons belebt Dragonlance, Drizzt und Greyhawk
Dungeons & Dragons blickt gern nach vorn, verteilt neue Regelwerke und öffnet seine Türen inzwischen sogar für Azeroth und Star Wars. Bei D&D Icons führt der Weg allerdings bewusst zurück zu jenen Menschen, die einige der wichtigsten Welten und Figuren des Rollenspiels überhaupt erst geprägt haben.

© Wizards of the Coast
Die neue Initiative bringt etablierte Schöpfer mit dem heutigen D&D-Team zusammen. Unter der kreativen Leitung von Joe Manganiello entstehen neue offizielle Projekte zu Dragonlance, The Legend of Drizzt und Greyhawk.
Konkrete Buchtitel, Erscheinungstermine und Formate hält Wizards noch zurück. Klar ist bereits: Hier sollen bekannte Namen ihre eigenen Welten wieder betreten und dabei nicht bloß ein freundliches Vorwort für die nächste Jubiläumsausgabe zieren.
⚔️ Dragonlance kehrt zu Weis und Hickman zurück
Margaret Weis und Tracy Hickman arbeiten erneut an Dragonlance. Das angekündigte Werk soll Jahrzehnte an Geschichte und Hintergrundwissen aus Krynn zusammenführen.
Für die beiden Schöpfer ist es die erste maßgebliche Beteiligung an einem neuen Dragonlance-Rollenspielbuch seit rund zwanzig Jahren. Welche Epochen, Regionen und Figuren darin behandelt werden, ist noch offen.
Gerade diese Rückkehr besitzt Gewicht. Dragonlance lebt seit jeher von der engen Verbindung aus Kampagnenwelt, Romanen und Figuren, die längst weit über den eigentlichen Spieltisch hinausgewachsen sind.
Weis und Hickman betreten Krynn damit erneut durch die Vordertür. Dort dürften bereits genügend Drachen, Ritterorden und ungelöste Familiengeschichten darauf warten, dass jemand endlich wieder die ursprünglichen Baupläne ausrollt.
🎬 Dragonlance, Drizzt und Greyhawk kehren auf die Bühne zurück
Die große D&D-Keynote stellt D&D Icons und die Rückkehr prägender Schöpfer vor. Weis, Hickman, Salvatore und Gygax öffnen damit Archive, in denen seit Jahrzehnten erstaunlich wenig Staub und verdächtig viele Monster liegen.
🐆 R. A. Salvatore schreibt Drizzts nächstes Kapitel
R. A. Salvatore entwickelt neue Inhalte rund um The Legend of Drizzt. Ob daraus ein Roman, ein Quellenbuch, eine Kampagne oder eine Verbindung mehrerer Formate wird, wurde noch nicht erklärt.
Salvatore prägt den Dunkelelfen Drizzt Do’Urden seit Jahrzehnten. Der Ausgestoßene aus Menzoberranzan wurde zu einer der bekanntesten Figuren der Vergessenen Reiche und brachte eine beachtliche Zahl Leser überhaupt erst zu Dungeons & Dragons.
Die Ankündigung beschränkt sich bislang auf seinen Namen und die Rückkehr zur Figur. Mehr braucht sie im ersten Moment kaum. Drizzt verfügt schließlich über zwei Krummsäbel, eine magische Panthergefährtin und genügend persönliche Geschichte, um mehrere Regalmeter dauerhaft zu beschäftigen.
🏰 Luke Gygax öffnet das unveröffentlichte Greyhawk-Archiv
Besonders faszinierend klingt das Greyhawk-Projekt von Luke Gygax. Der Sohn von D&D-Mitschöpfer Gary Gygax arbeitet dafür mit unvollendetem und bislang unveröffentlichtem Material seines Vaters.
Damit führt D&D Icons unmittelbar an einen der Ursprünge des Rollenspiels zurück. Greyhawk war eine der frühesten großen Kampagnenwelten von Dungeons & Dragons und trägt bis heute deutlich die Spuren jener Zeit, in der gefährliche Verliese, seltsame Artefakte und äußerst sterbliche Abenteurer noch ohne umfangreiche Sicherheitsbelehrung aufeinandertrafen.
Wichtig ist die Abgrenzung zu Greyhawk: Crown of the Witch Queen. Dieses separate Abenteuer erscheint Ende 2027 und erzählt von der Vampirin Drelnza. Es wird nicht von Luke Gygax entwickelt und gehört nicht zur Icons-Initiative.
Greyhawk erhält damit gleich zwei neue Wege zurück an den Spieltisch. Einer führt über eine moderne Großkampagne, der andere direkt durch eine Schublade mit unvollendeten Notizen von Gary Gygax. Letztere dürfte vorsichtshalber auf Fallen geprüft werden.
🎲 Joe Manganiello übernimmt die kreative Leitung
Joe Manganiello steht D&D Icons als Chief Creative Officer vor. Der Schauspieler, Produzent und langjährige Rollenspieler soll weitere bekannte Schöpfer mit ihren prägenden Welten und Figuren zusammenbringen.
Die Initiative ist ausdrücklich größer als die drei ersten Projekte. Weitere Namen und Titel sollen später folgen. Manganiellos eigenes Dark-Fantasy-Projekt Death Saves wird ebenfalls mit der neuen Linie verbunden.
Der Ansatz wirkt klug. D&D besitzt einen riesigen Fundus aus Welten, Figuren und Erzähltraditionen. Ihre Rückkehr wird glaubwürdiger, wenn jene Menschen beteiligt sind, die ihnen ursprünglich Stimme, Ton und Richtung gegeben haben.
Nostalgie allein trägt allerdings kein neues Rollenspielbuch. Entscheidend wird sein, ob D&D Icons den Schöpfern echten Einfluss gibt und aus den klassischen Stoffen mehr macht als luxuriös verpackte Erinnerungsstücke.
📚 Noch fehlen Titel, Termine und konkrete Formate
Die ersten Icons-Projekte wurden angekündigt, befinden sich aber erkennbar in einer frühen Phase. Wizards nennt weder endgültige Buchtitel noch genaue Veröffentlichungsfenster.
Das Greyhawk-Projekt könnte frühestens 2027 erscheinen. Bei Dragonlance und Drizzt gibt es selbst dieses grobe Fenster noch nicht. Damit bleibt Zeit für einige große Fragen: Wird Dragonlance zum umfassenden Weltband? Kehrt Drizzt in die Literatur zurück oder direkt an den Spieltisch? Wie viel von Gary Gygax’ Material lässt sich in Luke Gygax’ Greyhawk-Projekt tatsächlich bewahren?
D&D Icons öffnet jedenfalls das Archiv. Darin liegen Drachenlanzen, zwei Krummsäbel und einige Notizen, die womöglich seit Jahrzehnten auf die nächste Abenteurergruppe warten.





