Vom Schleim zum Monarchen: D&D Beyond baut sich einen Ooze-Endgegner zum Zusammenstecken

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Der Schleim hat jetzt eine Aristokratie

📰 Was ist los?
Der August-Drop für D&D Beyond bringt drei neue Sovereign Oozes mit HG 4, 9 und 17. Jeweils zwei Exemplare können zur nächsthöheren Form verschmelzen. Dazu gibt es einen kombinierbaren Kanaldungeon, fünf magische Gegenstände, das Talent Fey Tormentor, Kartenmaterial und erstmals eine Errata für ältere Drops.

🐛 Was denken wir?
Die Ooze-Idee ist herrlich spielbar. Ein Vassal wirkt noch wie ein überschaubares Problem, zwei davon plötzlich weniger und spätestens wenn die Gruppe versteht, weshalb der Spielleiter die Schleime so auffällig aufeinander zubewegt, dürfte am Tisch hektische Betriebsamkeit einsetzen. Dass Wizards gleichzeitig erstmals ältere Drop-Regeln sichtbar nachbessert, macht die Veröffentlichung zusätzlich interessant.

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👑 Vom Schleim zum Monarchen: D&D Beyond baut sich einen Ooze-Endgegner zum Zusammenstecken

Schleime gehören zu jenen klassischen Rollenspielgegnern, bei denen sich Abenteurer gern einreden, das Problem sei überschaubar. Langsam, glibberig, kaum gesellschaftsfähig. D&D Beyond hat für den August-Drop nun eine einfache Lösung gefunden: Man lässt sie sich gegenseitig auffressen.

Drei unterschiedlich große Schleimwesen stehen nebeneinander: ein dunkelgrauer Ooze über einem Steinblock, ein rotes unförmiges Wesen über Knochen und ein großer goldener humanoider Schleim.
Evolution auf D&D-Art: Zwei Sovereign Ooze Vassals werden zum Lord, zwei Lords zum Monarch und was danach kommt, möchte selbst D&D Beyond lieber nicht ausrechnen.
© Alejandro Pacheco / Wizards of the Coast / D&D Beyond

Mit den neuen Sovereign Oozes erscheint eine komplette kleine Monsterhierarchie für Dungeons & Dragons. Sie beginnt beim Sovereign Ooze Vassal mit Herausforderungsgrad 4 und endet vorerst beim Sovereign Ooze Monarch mit HG 17. Dazwischen liegt eine Mechanik, die jeden Spielleiter irgendwann mit einem sehr zufriedenen Gesicht hinter dem Schirm verschwinden lassen dürfte: Die Dinger können verschmelzen.

🟢 Zwei Schleime gehen hinein, ein größerer kommt heraus

Die kleinste Variante, der Sovereign Ooze Vassal, entstand laut Hintergrund aus weggeworfenen magischen Experimenten, die durch einen arkanen Funken zum Leben erwachten. Zwei dieser Kreaturen suchen einander und können gemeinsam zum Sovereign Ooze Lord mit HG 9 werden.

Zwei Lords wiederum verschmelzen zum Sovereign Ooze Monarch mit HG 17. Der besitzt inzwischen genug Intelligenz, um entweder dem Willen einer größeren Macht zu dienen oder vorsichtshalber gleich sämtliche organische Materie zu verzehren.

D&D Beyond stellt anschließend selbst die naheliegende Frage, was passiert, wenn sich zwei Monarchen begegnen – und zieht sich aus der Affäre, bevor jemand einen HG-30-Pudding ausrechnen muss.

Das ist vermutlich sogar vernünftig.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🚽 Willkommen im traditionellen JRPG-Kanal

Passend zu den Schleimen liefert der Drop gleich einen kompletten Kanaldungeon. Die Inspiration kommt dabei ausdrücklich aus klassischen JRPGs wie Final Fantasy, Dragon Quest oder Breath of Fire, in denen nahezu jede größere Stadt irgendwann unter Beweis stellen musste, dass ihre Kanalisation mindestens dreimal größer als das eigentliche Stadtgebiet ist.

Drei Karten bilden Eingang, innere Kammern sowie einen Bossbereich mit Ausgang. Sie lassen sich einzeln verwenden oder zu einem kompletten Dungeon zusammensetzen; D&D Beyond liefert zusätzlich direkt eine kombinierte Gesamtfassung. Dazu kommen eine weitere Stadtkarte und 13 Kanal-Sticker, mit denen Spielleiter das Gelände im Maps-VTT verändern können.

Damit ist auch die wichtigste Grundregel klassischer Rollenspiele erfüllt:

Wenn der Bürgermeister sagt, man müsse „nur kurz durch die Kanalisation“, sollte man Verpflegung für zwei Wochen einpacken.

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🎒 Fünf Gegenstände für Menschen, denen ein gewöhnlicher Rucksack nicht reicht

Spieler bekommen ebenfalls neues Material. Der Alarm Pylon lässt sich auf bestimmte Auslöser programmieren, etwa Zauber oder Schaden. Die Silencing Satchel kann einem Gegner einen Fluch verpassen, der dessen Mund versiegelt. Der Sync Ring überträgt Geschriebenes gleichzeitig in ein zuvor bestimmtes leeres Buch.

Der Unraveling Cloak lässt sich Stück für Stück in einen Faden auflösen und empfiehlt sich damit besonders für Labyrinthe. Und die Wand of Misdirection kann Mislead bis zu viermal pro Tag wirken.

Dazu kommt Fey Tormentor, ein neues allgemeines Talent rund um Feenmagie, Täuschung und Flüche. D&D Beyond führt dafür unter anderem Faerie Time Warp und Hag’s Hex als Eigenschaften auf.

Nichts als die Wahrheit. Schmaler Banner für den Arkanen Moosverhetzer. Ein Moosling mit Blatthelm, der wütend eine Propagangazeitung liest.

📜 Zum ersten Mal werden auch alte Drops repariert

Fast interessanter als der neue Schleimadel ist ein Abschnitt am Ende der Veröffentlichung: D&D Beyond veröffentlicht erstmals eine Errata speziell für die bisherigen Drops.

Dabei geht es keineswegs nur um Tippfehler. Fey Pact und Infernal Pact wurden regeltechnisch nachgebessert, Shifting Combatant erhielt eine neue Formulierung für Domino Strike und mehrere Zauber wurden verändert. Besonders umfangreich fällt die Überarbeitung von Astral Flood aus: Die Distanzbeschränkung für einen Blind-Effekt entfällt, erfolgreiche Rettungswürfe verursachen nun halben Schaden und der Zauber landet zusätzlich auf der Warlock-Liste.

Auch Void Star, Tortoise Shell, Salubrious Armor sowie zwei Angel-Monster wurden korrigiert. Damit macht Wizards erstmals deutlich, dass die monatlichen Drops nach Veröffentlichung weiter gepflegt und bei Bedarf ausbalanciert werden.

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🎲 Der monatliche Materialhaufen wächst weiter

Die D&D Beyond Drops funktionieren als laufende Bibliothek für Abonnenten. Monatlich kommen Abenteuer, Monster, Spieleroptionen, Karten und andere digitale Werkzeuge hinzu. Der August-Inhalt steht mit jedem D&D-Beyond-Abo zur Verfügung; auch die 30-tägige kostenlose Probephase reicht zum Zugriff aus.

Der August-Drop ist dabei besonders hübsch konstruiert, weil seine Bestandteile tatsächlich zusammenspielen: Kanal-Dungeon, anpassbare Karten und eine Monsterfamilie, die sich während eines Abenteuers theoretisch immer weiter hochfusionieren kann.

Der Spielleiter muss eigentlich nur dafür sorgen, dass niemand rechtzeitig merkt, was passiert.

Und wenn zwei HG-17-Schleimmonarchen plötzlich aufeinander zukriechen, war die Kanalisation vermutlich ohnehin falsch versichert.

Das Sterneorakel von Elyra sieht in deine Zukunft. DIe Sternengöttin vor blauem Hintergrund.