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Wien öffnet die Gruft mit Stil und Schnitzel
📰 Was ist los?
Zum Vampirfilm Die Blutgräfin ist eine neue Promo online. Der Film startet am 29. Oktober 2026 in den deutschen Kinos und erzählt von Erzsébet Báthory, die im heutigen Wien nach einem Buch sucht, das alles Böse vernichten kann.
🐛 Was denken wir?
Das klingt nach Vampirkino mit Kulturkralle. Isabelle Huppert als Blutgräfin, Wien als morbide Bühne und ein Buch als größte Gefahr für die Untoten: Da schauen wir doch gerne mal wieder in der Gruft vorbei.
🩸 Die Blutgräfin: Wien bekommt endlich wieder Biss
Wien kann vieles: Kaffeehaus, Walzer, morbide Eleganz. Jetzt kommt noch eine Vampirgräfin dazu, die nicht wie ein billiger Gruft-Gag wirkt, sondern wie alte europäische Macht im Abendlicht. Die Blutgräfin schickt Isabelle Huppert als Erzsébet Báthory durch ein modernes Wien, in dem Blut, Bücher und Bildungselend offenbar sehr nah beieinanderliegen.

🦇 Vampiradel auf Schnitzeljagd
In Die Blutgräfin taucht die titelgebende Vampirin nach Jahrhunderten wieder auf. Gemeinsam mit ihrer Zofe Hermine sucht sie nach einem gefährlichen Buch, das die Macht besitzt, alles Böse zu vernichten. Für Vampire ist das natürlich weniger spirituelle Hoffnung als akute Berufsgefahr.
🎬 Offizieller Teaser
Der Teaser zu Die Blutgräfin zeigt Isabelle Huppert als Báthory, Wiener Vampirlaune und jene Sorte morbider Eleganz, bei der selbst ein Buch wie eine ziemlich gefährliche Waffe wirkt.
Der Film führt die Legende um Erzsébet Báthory nicht einfach in ein finsteres Schloss zurück, sondern lässt sie durch Wien streifen. Das ist schon deshalb reizvoll, weil diese Stadt für so ein Thema fast unanständig gut passt: historischer Prunk, morbider Charme, alte Friedhöfe, bleiche Fassaden und genug kulturelle Selbstbespiegelung, um selbst Untote irgendwann nervös zu machen.
📚 Das Böse liest hier mit
Besonders schön ist die Idee, dass hier kein Holzpflock, kein Weihwasser und kein muskelbepackter Vampirjäger im Mittelpunkt stehen, sondern ein Buch. Die größte Gefahr für das Böse ist also nicht der nächste Held mit Lederjacke, sondern Schrift. Das hat etwas wunderbar Gemeines. In einer Welt, in der alle dauernd über Wissen reden, bekommt die Finsternis plötzlich Angst vor Lektüre.
Dazu kommt eine Verfolgertruppe, die schon auf dem Papier nach barockem Irrsinn klingt: ein vegetarischer Neffe, ein Psychotherapeut, Vampirologen, Polizei und jede Menge Wiener Sonderlogik. Das kann schnell sehr schräg werden. Bei Ulrike Ottinger ist diese Gefahr aber eher ein Versprechen. Wenn schon Vampirkomödie, dann bitte nicht weichgespülte Kuschelgruft, sondern ein Film, der Kulturgeschichte, Absurdität und aristokratischen Größenwahn mit spitzen Zähnen zusammenführt.
🌘 Blut, Bildung und Báthory
Die Blutgräfin riecht nach einem Film, der sein Vampirthema nicht als Halloween-Deko benutzt. Isabelle Huppert als Báthory ist ohnehin eine Besetzung, bei der man nicht lange nach der Aura suchen muss. Die Frau muss wahrscheinlich nur schweigen, und irgendwo im Nebenraum kippt ein Kronleuchter aus Angst vom Haken.
Der Reiz liegt hier in der Mischung: moderner Schauplatz, alte Legende, Wiener Morbidität, grotesker Humor und ein Buch, das für Vampire schlimmer sein könnte als jede Knoblauchzehe. Das muss nicht massentauglich werden. Es muss Charakter haben. Und genau danach sieht diese Promo aus.




