Sanctuary ist gefallen: Diablo V macht den Sieg des Bösen zum Ausgangspunkt

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Verdammt! Diesmal hat Diablo tatsächlich gewonnen

📰 Was ist los?
Blizzard hat Diablo V für Frühjahr 2029 angekündigt. Sanctuary ist bereits gefallen, Diablo herrscht über Westmarch, und Spieler übernehmen die Rolle des Erben des verlorenen Königreichs. Demon Hunter, Monk und der neue Plague Knight sind bestätigt; außerdem kommen eine prozedural veränderte Welt, eine mobile Karawane und stärker an Diablo II orientierte Itemsysteme.

🐛 Was denken wir?
Die stärkste Idee ist der Rollenwechsel der gesamten Welt. Diablo ist diesmal kein Endgegner, auf den alles zuläuft, sondern der Herrscher über den Ausgangszustand. Wenn Blizzard diese Konsequenz wirklich durch Welt, Quests und Progression zieht, könnte das der Reihe spielerisch wie erzählerisch einen ungewöhnlich frischen Ausgangspunkt geben.

Blizzard hat auf der BlizzCon 2026 tatsächlich Diablo V angekündigt – und diesmal beginnt die Geschichte nicht mit einem drohenden Untergang. Der Untergang ist bereits passiert.

Das brennende Diablo-V-Logo schwebt über einer zerstörten, von Feuer und Glut erfüllten Dark-Fantasy-Landschaft.
Diablo V beginnt nach der Niederlage: Sanctuary ist gefallen, Diablo hat gesiegt und die neue Ära startet mitten im Zusammenbruch. © Blizzard Entertainment

Diablo V soll im Frühjahr 2029 erscheinen und führt Spieler in ein Sanctuary, das der Herr des Schreckens bereits erobert hat. Die bisherigen Helden sind verschwunden oder gefallen, große Teile der Menschheit wurden vernichtet, und Diablo herrscht von Westmarch aus über eine Welt, die längst zum Vorposten der Hölle geworden ist. Blizzard stellt das Spiel deshalb unter eine ungewöhnlich düstere Leitfrage: Was muss man werden, wenn die Welt bereits gefallen ist?

😈 Diablo wartet diesmal nicht am Ende

Der vielleicht wichtigste Unterschied zu den bisherigen Teilen ist Diablos Rolle selbst. Blizzard beschreibt ihn ausdrücklich nicht als ferne Bedrohung, die irgendwann im letzten Akt auftaucht. In Diablo V ist er von Anfang an präsent und formt Welt, Geschichte und Reise aktiv mit.

Diablo hat Sanctuary erobert und nutzt dessen Bewohner und Seelen als Waffen im Ewigen Konflikt. Westmarch dient ihm als Machtzentrum, während die Überlebenden entweder untergetaucht sind, sich ihm angeschlossen haben oder bereits von seinem Einfluss korrumpiert wurden. Einige dieser Menschen sollen sogar zu sogenannten Dread Commanders geworden sein, die es an Macht mit den Kräften der Hölle aufnehmen können.

Damit verändert sich auch die klassische Diablo-Dramaturgie erheblich. Die Frage lautet diesmal nicht, wie man das Böse rechtzeitig stoppt, sondern wie überhaupt noch Widerstand organisiert werden kann, wenn das Böse längst gewonnen hat.

🎬 The Return: Diablo hat gewonnen

Der erste offizielle Teaser zu Diablo V zeigt eine Welt, in der Sanctuary bereits gefallen ist und der Herr des Schreckens gesiegt hat. Gameplay gibt es noch nicht – dafür eine ziemlich eindeutige Ansage für die neue Ära.

👑 Spieler werden zum Erben von Westmarch

Die Spielfigur übernimmt die Rolle des Heir to Westmarch, des Erben eines verlorenen Königreichs. Dieser Charakter flieht durch die verbrannten Überreste einer Region, die inzwischen zu einem Außenposten der Hölle geworden ist.

Blizzard deutet außerdem eine mysteriöse Verbindung zu Diablo an. Diese Verbindung macht den Spieler offenbar gleichzeitig gefährlich und verwundbar: Sie könnte besondere Kräfte ermöglichen, öffnet aber ebenso die Tür für Diablos Einfluss.

Genau hier dürfte die zentrale Frage des Spiels ansetzen. Wenn Sanctuary mit gewöhnlicher Heldenhaftigkeit nicht mehr zu retten ist, muss der neue Protagonist womöglich Kräfte akzeptieren, die frühere Helden abgelehnt hätten.

🌍 Sanctuary verändert sich immer wieder

Auch die Weltstruktur soll deutlich dynamischer werden. Blizzard beschreibt Sanctuary diesmal als instabil und aktiv durch Diablo verändert.

Dafür setzt das Studio auf eine prozedural veränderte Landschaft. Gelände, interessante Orte, Monster und Belohnungen können sich verändern, wenn Spieler bereits besuchte Gebiete erneut betreten. Ruinen sollen zeigen, was verloren ging, während neue dämonische Verwerfungen sichtbar machen, wie stark Diablo die Welt weiterhin umformt.

Damit würde Diablo V die offene Welt von Diablo IV konsequent weiterentwickeln. Statt einer weitgehend statischen Karte, auf der Aktivitäten wechseln, soll diesmal offenbar die Welt selbst reagieren und sich verändern.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🛞 Keine sichere Stadt – die Karawane wird zum Zuhause

Eine der ungewöhnlichsten Ideen betrifft die klassischen Städte und Hubs. Weil Sanctuary unter Diablos Kontrolle steht, soll es keine dauerhaft sicheren Städte oder zurückeroberten Festungen mehr geben, auf die sich Spieler verlassen können.

Stattdessen baut man eine Karawane aus Überlebenden auf, die gemeinsam durch die verbrannten Regionen zieht. Diese Gefährten übernehmen Funktionen klassischer Händler und Handwerker, sollen gleichzeitig aber eigene Geschichten, Beziehungen und Schicksale besitzen.

Unter den ersten genannten Figuren befindet sich eine ehemalige Sister of the Sightless Eye – und sogar ein gestrandeter Treasure Goblin, der in einer Welt, in der Gier ihren Sinn verloren hat, offenbar nach einer neuen Aufgabe sucht. Schon dieser eine Satz klingt nach einer erstaunlich guten Nebenquest.

⚔️ Demon Hunter und Monk kehren zurück

Blizzard hat bereits drei Klassen bestätigt. Der Demon Hunter kehrt mit seinen typischen Doppelarmbrüsten zurück und soll erneut auf hohe Beweglichkeit, Distanzangriffe und schnelle Positionswechsel setzen.

Auch der Monk ist wieder dabei und kombiniert Nahkampf mit heiliger Macht. Damit kehren gleich zwei Klassen zurück, die vor allem mit Diablo III verbunden werden. Blizzard spricht bislang ausdrücklich von den ersten drei Klassen. Weitere sollen bis zum Release vorgestellt werden.

Düsterer Fantasy-Werbebanner für den fiktiven Energydrink „BLACK RUNE“. Rechts sitzt ein muskulöser Orkkrieger in abgenutzter Leder- und Metallrüstung in einem rauchigen Kriegslager, hält eine schwarze Getränkedose mit Runenzeichen und stützt sich neben einer großen Streitaxt ab. Links steht in großer schwarzer und roter Serifenschrift der Slogan: „BLACK RUNE verleiht Schädel.“

☣️ Der Plague Knight verteilt Krankheiten

Komplett neu ist der Plague Knight. Blizzard beschreibt die Klasse als wandelnde Verkörperung des Todes: Der Plague Knight verbreitet Krankheiten und Pestilenz auf dem Schlachtfeld und kann diese anschließend offenbar wieder absorbieren beziehungsweise konsumieren, um daraus eigene Macht zu gewinnen.

Das klingt nach einer Klasse, die Gegner zunächst mit Zuständen überzieht und anschließend aus genau dieser Verseuchung Stärke zieht. Gerade für die düstere Grundidee des Spiels passt das ziemlich perfekt.

Der Paladin rettet die Welt. Der Plague Knight vergiftet offenbar erst einmal alles und sieht anschließend weiter.

🎒 Bei der Itemisierung schaut Blizzard wieder auf Diablo II

Beim Loot will Blizzard ebenfalls deutlich zurück zu älteren Wurzeln. Die Entwickler nennen Diablo II ausdrücklich als wichtige Inspiration. Gegenstände sollen wieder lesbarer, einprägsamer und langfristig begehrenswert sein. Blizzard experimentiert außerdem mit Attributsvoraussetzungen für Ausrüstung, und größere Gegenstände sollen wieder mehr Platz im Inventar beanspruchen.

Auch Set-Gegenstände kehren zurück. Dazu kommt ein umfangreiches Crafting-System, das sich am Ansatz aus Lord of Hatred orientieren soll, sowie Runen und Runenwörter im Stil von Diablo II.

Das ist ein bemerkenswert deutlicher Kurs. Blizzard scheint einige der komplexeren Item- und Build-Ideen älterer Serienteile wieder stärker in den Mittelpunkt rücken zu wollen.

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🏚️ Das Ende ist diesmal der Anfang

Die vielleicht spannendste Entscheidung bleibt aber die Geschichte. Blizzard beginnt Diablo V dort, wo frühere Teile normalerweise enden würden: Der große Gegner hat gewonnen. Sanctuary wurde nicht knapp gerettet. Die Helden sind nicht gerade noch rechtzeitig angekommen. Die Welt ist bereits zerstört.

Damit kann das Spiel seine komplette Handlung auf eine andere Frage aufbauen: Was ist ein Diablo-Held überhaupt noch wert, wenn die üblichen Regeln längst versagt haben?

Dieser Gedanke steckt offensichtlich nicht nur im Plot, sondern auch in der Karawane, der instabilen Welt und der neuen Klassenphilosophie. Wenn die Welt ohnehin bereits zur Hölle geworden ist, bleibt schließlich nur noch die Frage, wie viel Hölle man selbst bereit ist mitzunehmen.

📅 Frühjahr 2029 – aber Blizzard will vorher regelmäßig zeigen, was entsteht

Diablo V befindet sich noch früh in der Entwicklung. Blizzard nennt derzeit lediglich Frühjahr 2029 als Veröffentlichungsfenster und hat noch keine vollständige Plattformliste bekannt gegeben.

Ab 2027 will das Studio allerdings regelmäßig Entwicklungsupdates veröffentlichen und dabei Systeme, Klassen, Welt und Designentscheidungen früher als gewohnt mit der Community diskutieren.

Bis zum Release bleibt also noch reichlich Zeit. Zumindest Sanctuary hat diese Zeit offenbar nicht bekommen.

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