Vampire, Werwolf und Metalband: Devour entfesselt eine Horrornacht ohne Genre-Bremse

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Wenn man wirklich in jedem Kaff spielen muss

📰 Was ist los?
Epic Pictures und Dread bringen Scott B. Hansens Devour im Oktober in den USA heraus. Eine Frauen-Metalband strandet in einer abgelegenen Stadt und bekommt es dort gleichzeitig mit einem Warlock, Kannibalen, Vampiren und einem Werwolf zu tun. Mit Heidi Shepherd von Butcher Babies ist zudem echte Metalprominenz dabei.

🐛 Was denken wir?
Die Zutatenliste klingt ungefähr so, als hätte jemand beim Horrorbuffet tatsächlich alles auf den XXL-Teller gehäuft. Gerade deshalb könnte Devour Spaß machen: Das Ding besitzt keinerlei erkennbares Interesse daran, seine Monster einzeln und mit angemessenem Sicherheitsabstand zu servieren.

Eine Metalband strandet nach einem katastrophalen Auftritt irgendwo im Nirgendwo. Das wäre als Tourerlebnis bereits lästig genug, doch in Devour wartet auf die Musikerinnen eine Stadt, in der sich offenbar jemand vorgenommen hat, möglichst viele klassische Horrormotive gleichzeitig freizulassen. Vampire, Kannibalen, Hexerei und ein Werwolf gehören zum nächtlichen Empfangskomitee.

Werwolf, Vampir und gehörnte Kreatur aus dem Horrorfilm Devour vor einer düsteren nächtlichen Kulisse.
Devour wirft Vampire, Werwölfe, Dämonen und weitere Kreaturen in eine einzige überdrehte Horrornacht. © Epic Pictures / Dread

Epic Pictures und Dread bringen Scott B. Hansens Horrorfilm im Oktober in den USA heraus. Ab dem 13. Oktober soll Devour in ausgewählten Kinos und auf digitalen Plattformen verfügbar sein. Mit Heidi Shepherd von Butcher Babies besitzt der Film zudem eine ziemlich direkte Verbindung zur Metalwelt.

🧛 Irgendjemand hat beim Monsterbuffet einfach mal alles bestellt

Im Zentrum steht eine reine Frauen-Metalband, deren Auftritt gründlich danebengeht. Auf der anschließenden Fahrt geraten die Musikerinnen in eine abgelegene Stadt, die von einem mächtigen Warlock beherrscht wird. Dort treffen sie auf eine Frau in Gefahr und stellen sehr schnell fest, dass die Gegend ein ungewöhnlich hohes Aufkommen an Dingen besitzt, denen vernünftige Menschen nachts lieber nicht begegnen.

Kannibalen sind offenbar ebenso unterwegs wie Vampire und ein tödlicher Werwolf. Damit behandelt Devour die übliche Entscheidung zwischen Vampirfilm, Werwolfhorror und Okkultschocker ausgesprochen pragmatisch und nimmt einfach alles.

🎬 Offizieller Trailer zu Devour

Metal, Vampire, Kannibalen und ein Werwolf: Der offizielle Trailer zu Devour.

🤘 Heavy Metal ist diesmal Teil des Horrors

Dass ausgerechnet eine Metalband durch diesen übernatürlichen Irrsinn geschickt wird, wirkt dabei kaum zufällig. Regisseur Scott B. Hansen kommt selbst aus einem Umfeld, in dem Horror und Musik eng zusammenliegen, und mit Heidi Shepherd sitzt eine echte Metalstimme mitten in der Besetzung.

Gerade deshalb könnte die Verbindung besser funktionieren als ein bloßer Soundtrack mit ein paar Gitarren. Die Band ist hier Teil der Geschichte, und der ganze Film scheint seine Energie aus derselben überdrehten Mischung aus Monsterkino, schwarzem Humor und Metalästhetik zu ziehen.

🐺 Eine Horrornacht mit erstaunlich voller Gästeliste

Die Ansammlung verschiedener Kreaturen klingt zunächst fast wie die Zutatenliste eines Films, der sich nicht entscheiden konnte. Bei Devour scheint genau diese Überladung allerdings zum Konzept zu gehören. Die Figuren geraten in eine Welt, in der praktisch jede alte Horrorgeschichte gleichzeitig wahr geworden ist.

Dadurch darf der Film zwischen mehreren Spielarten des Genres springen. Vampire liefern den klassischen Bluthorror, der Werwolf bringt das Monsterkino mit, der Warlock sorgt für Okkultes und die Kannibalen kümmern sich darum, dass auch ohne übernatürliche Fähigkeiten niemand besonders beruhigt schlafen dürfte.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🩸 Bloß nicht auf halbem Weg vernünftig werden

Für einen Film wie Devour dürfte entscheidend sein, ob er seinen eigenen Wahnsinn konsequent durchzieht. Die Ausgangslage schreit schließlich nicht nach feinsinnigem psychologischem Horror, sondern nach einer wilden Nacht, in der immer dann, wenn man glaubt, sämtliche Monster gesehen zu haben, irgendwo noch eine weitere Tür aufgeht.

Genau darin liegt auch der Reiz. Das Genre produziert genügend Filme, die eine einzige bekannte Idee vorsichtig variieren. Devour scheint lieber die komplette Horrorkiste auf den Boden zu kippen und anschließend eine Metalband hindurchzujagen.

🎬 Dread lässt die Monster im Oktober los

Mit Epic Pictures und Dread hat der Film einen passenden US-Vertrieb gefunden. Der Oktober ist für eine derart hemmungslose Monsterparade ohnehin kaum der schlechteste Monat, und die Mischung aus Horror und Metal verleiht dem Film zumindest ein klar erkennbares eigenes Profil.

Ob aus dem ganzen Durcheinander tatsächlich eine großartige Horrornacht wird, muss sich noch zeigen. Aber wenn schon Vampire, Werwolf, Kannibalen, Hexerei und eine Metalband gemeinsam in einem Film auftauchen, kann man dem Ding zumindest nicht vorwerfen, mit seinen Möglichkeiten sparsam umzugehen.

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