Devils‘ Crest verschmilzt VR und Wirklichkeit – neuer Trailer zeigt Kawaharas nächsten Albtraum

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Das Spiel ist vorbei – die Spielwelt allerdings nicht

📰 Was ist los?
Devils‘ Crest hat seinen zweiten Trailer veröffentlicht. Das neue Material zeigt ausführlicher die Verschmelzung des VRMMO Actual Magic mit der realen Welt und bestätigt Atsushi Tamaru sowie Ayumu Murase als weitere Sprecher. Soala steuert mit ReaL das Ending bei.

🐛 Was denken wir?
Der interessante Teil liegt inzwischen klar in der Umkehr des bekannten Full-Dive-Prinzips. Die Figuren sitzen nicht einfach in einer virtuellen Welt fest – die virtuelle Welt beginnt offenbar, ihre eigene Realität zu übernehmen. Genau damit kann sich Devils‘ Crest trotz der offensichtlichen Verbindung zu Sword Art Online ein eigenes Profil erarbeiten.

Ein Fantasyspiel endet, die Spieler werden ausgeloggt – und danach ist die Realität nicht mehr dieselbe. Devils‘ Crest hat seinen zweiten großen Trailer veröffentlicht und zeigt deutlich ausführlicher, wie Reki Kawahara nach Sword Art Online erneut mit virtuellen Welten spielt, diesmal allerdings mit einer besonders unangenehmen Konsequenz: Das Spiel beginnt, die Wirklichkeit selbst zu verschlingen.

Yuma und weitere Schüler bewegen sich durch eine sonnige Fantasy-Stadt im Anime Devils' Crest.
In Devils‘ Crest beginnt das VRMMO Actual Magic, mit der realen Welt der Schüler zu verschmelzen. © Reki Kawahara / Straight Edge / Devils‘ Crest Project

Der Anime entsteht bei Production I.G. und startet am 6. November weltweit exklusiv bei Prime Video. Zum Auftakt erscheinen direkt die ersten beiden Episoden, während der neue Trailer neben zusätzlichen Szenen auch zwei weitere Sprecher und das Ending ReaL von Soala vorstellt.

🕹️ Actual Magic sollte eigentlich nur ein Spiel sein

Im Mittelpunkt steht Yuma Ashihara, der gemeinsam mit seinen Mitschülern an einem Test des weltweit ersten vollständig immersiven VRMMO-RPGs Actual Magic teilnimmt. Dort sollen die Spieler einen Boss besiegen und anschließend wieder in ihren normalen Alltag zurückkehren.

Doch nach einem erzwungenen Logout wartet keine vertraute Welt auf Yuma. Elemente aus Actual Magic haben begonnen, die Realität zu überlagern, und aus den Regeln eines Fantasyspiels wird plötzlich ein sehr reales Problem.

Der neue Trailer von Devils‘ Crest macht diesen Übergang wesentlich deutlicher als das bisherige Material. Straßen, Gebäude und Menschen geraten zunehmend unter den Einfluss der virtuellen Welt, während die Schüler versuchen herauszufinden, was überhaupt noch echt ist.

🎬 Devils‘ Crest – zweiter offizieller Trailer

Actual Magic greift auf die Wirklichkeit über: Der zweite Trailer zu Devils‘ Crest zeigt neue Szenen, weitere Figuren und Soalas Ending ReaL.

⚔️ Der Avatar bleibt offenbar nicht im Spiel zurück

Gerade hier bekommt Kawaharas bekannte Beschäftigung mit virtueller Identität eine neue Richtung. Bei Sword Art Online bestand die zentrale Gefahr darin, innerhalb eines Spiels gefangen zu sein. Devils‘ Crest dreht den Gedanken weiter: Was geschieht, wenn die virtuelle Welt überhaupt keinen geschlossenen Raum mehr besitzt?

Yuma und seine Mitschüler müssen deshalb nicht einfach einen Server verlassen oder einen Endgegner besiegen. Ihre Spielidentitäten, Fähigkeiten und die Mechaniken von Actual Magic greifen immer stärker auf ihr normales Leben über.

Das macht die Ausgangslage deutlich unheimlicher als einen gewöhnlichen Isekai-Wechsel. Hier existieren reale und virtuelle Welt gleichzeitig – und offenbar beginnt eine davon, die andere langsam zu verdrängen.

👹 Aus Schulfreunden werden Figuren eines tödlichen Spiels

Besonders stark ist dabei die Gruppe um Yuma. Die Figuren kennen sich bereits aus ihrem Schulalltag und werden anschließend gemeinsam in eine Situation geworfen, in der vertraute Rollen plötzlich keinerlei Sicherheit mehr bieten.

Der neue Trailer erweitert diesen Kreis nun um weitere Figuren. Atsushi Tamaru spricht den Schülersprecher Shin Haizaki, während Ayumu Murase dessen Stellvertreter Sho Futagi übernimmt. Beide gehören zu Yumas Klasse und werden damit unmittelbar Teil jener Gruppe, die mit der veränderten Realität zurechtkommen muss.

Damit dürfte Devils‘ Crest nicht ausschließlich über Fantasykämpfe funktionieren. Die Frage, wie sich Freundschaften, Hierarchien und Vertrauen verändern, sobald das eigene Leben plötzlich den Regeln eines gefährlichen Spiels folgt, gehört mindestens genauso sehr zum Konzept.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🎵 Soala singt über eine Realität, die keine mehr ist

Musikalisch bekommt der Anime ebenfalls ein neues Puzzlestück. Das Ending trägt den Titel ReaL und stammt von Soala, die den Song eigens für die Serie geschrieben hat.

Der Titel passt beinahe schon zu perfekt zum Kern von Devils‘ Crest. Wenn Spiel und Wirklichkeit miteinander verschmelzen, wird schließlich ausgerechnet die Frage nach dem „Realen“ zum zentralen Problem.

Das Opening Shinka von Ado war bereits vorher bekannt. Mit dem neuen Ending steht nun auch musikalisch das komplette Grundgerüst der Serie.

🎨 Production I.G übernimmt Kawaharas nächste virtuelle Welt

Für die Animation ist Production I.G. verantwortlich. Die Gesamtleitung übernimmt Shinji Ushiro, während Kenichiro Komaya Regie führt und Eiji Umehara für die Serienkomposition zuständig ist.

Besonders interessant ist Yukiko Horiguchi, die bereits die Illustrationen der Light Novel gestaltet und nun auch das Charakterdesign des Anime übernimmt. Dadurch bleibt die visuelle Identität von Devils‘ Crest ungewöhnlich eng mit der Vorlage verbunden.

Die Musik stammt von Yuki Hayashi und Naoyuki Chikatani, während Production I.G. den Wechsel zwischen vertrautem Schulalltag, digitaler Fantasywelt und zunehmend verzerrter Realität visuell zusammenführen muss.

Düsterer Fantasy-Werbebanner für den fiktiven Energydrink „BLACK RUNE“. Rechts sitzt ein muskulöser Orkkrieger in abgenutzter Leder- und Metallrüstung in einem rauchigen Kriegslager, hält eine schwarze Getränkedose mit Runenzeichen und stützt sich neben einer großen Streitaxt ab. Links steht in großer schwarzer und roter Serifenschrift der Slogan: „BLACK RUNE verleiht Schädel.“

🌐 Kawahara kehrt zum Full-Dive zurück – aber verändert die Regeln

Dass ausgerechnet Reki Kawahara erneut eine Full-Dive-Welt zum Ausgangspunkt nimmt, ist natürlich kein Zufall. Devils‘ Crest greift eines seiner bekanntesten Themen auf, setzt aber an einer anderen Stelle an.

Diesmal lautet die Gefahr nicht einfach: „Du kannst das Spiel nicht verlassen.“ Die wesentlich beunruhigendere Möglichkeit ist, dass es irgendwann überhaupt keinen Unterschied mehr macht, ob man sich noch im Spiel befindet.

Genau das zeigt der zweite Trailer jetzt erstmals richtig deutlich. Aus einer Gruppe Schüler beim VR-Test wird eine Gemeinschaft, die plötzlich in einer Realität überleben muss, deren Regeln niemand mehr zuverlässig versteht.

Am 6. November beginnt dann die eigentliche Frage: Wenn Fantasy und Wirklichkeit miteinander verschmelzen – welche von beiden gewinnt am Ende?

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