Deutschland scheitert in UN-Sicherheitsrat erbärmlich: Weniger Stimmen als die Koboldrepublik Knattermoor?

🔍 Suche im Fantasykosmos

Spüre verborgene Pfade auf, entdecke neue Werke oder durchstöbere das Archiv uralter Artikel. Ein Wort genügt – und der Kosmos öffnet sich.

Banner für den Newsletter im Fantasykosmos mit Gandalf, der den Leser nicht vorbeilässt,

🧌 Deutschland scheitert in UN-Sicherheitsrat erbärmlich: Weniger Stimmen als die Koboldrepublik Knattermoor?

Deutschland wollte in den UN-Sicherheitsrat. Also dorthin, wo Weltpolitik meist erfolglos betrieben wird, während im Hintergrund alle so tun, als hätten sie die Lage halbwegs im Griff. Doch bereits im ersten Wahlgang war Schluss. Portugal und Österreich zogen vorbei, Deutschland blieb stehen wie ein schlecht vorbereiteter Referent, dessen PowerPoint sich nicht öffnen lässt.

Offiziell war es eine Wahl. Diplomatische Kreise wispern jedoch von einem schweren Fall internationaler Sitzplatzverweigerung. Besonders bitter: Ausgerechnet Österreich war erfolgreich. Das ist für das deutsche Gemüt ungefähr so, als würde man mit 14 Unterlagen zur Geschäftsordnung zum Weltbankett anreisen und an der Tür erfahren, dass Portugal und Österreich schon beim Nachtisch sind.

Satirischer internationaler Ratssaal mit leerem deutschen Sitz, zerknitterten Bewerbungsunterlagen und absurden Delegationen aus den Zwischenreichen, darunter Kobolde, Zwerge, Elfen, ein Teekannenminister und Bäckerei-Diplomaten.
Während Deutschland seinen Platz im Sicherheitsrat sucht, marschieren die Zwischenreiche bereits mit Koboldrepublik, Zwergenföderation und Teekannenminister auf.

🏰 Die Zwischenreiche wittern ihre Chance

Während Berlin noch die Stimmzettel nachzählt und irgendwo jemand »mangelhafte strategische Kommunikation« murmelt, haben die Zwischenreiche bereits reagiert. Mehrere bisher kaum anerkannte Reiche sollen ihre Kandidatur für künftige Sicherheitsratssitze vorbereitet haben. Man wolle, so heißt es aus diplomatisch fragwürdigen Quellen, »Deutschland gerne mal zeigen, wie einfach das ist«.

Die ersten Bewerber stehen demnach bereits fest:

1. Das Großherzogtum Nebelbrück
Ein Staat, der nur an ungeraden Tagen existiert und dessen Außenminister traditionell aus einer Teekanne spricht. Vorteil: Enthält sich bei jeder Abstimmung, weil niemand sicher weiß, ob er gerade anwesend ist.

2. Die Freie Koboldrepublik Knattermoor
Fordert ein Vetorecht für alle kleinen, lauten und leicht beleidigten Völker. Hat bereits angekündigt, jede Resolution zu blockieren, die keine Snacks, Goldmünzen oder mindestens drei unnötige Ausrufezeichen enthält.

3. Die Zwergische Tiefenföderation Unterstollen-West
Tritt mit dem Slogan an: »Sicherheit beginnt unter der Erde.« Ihr Beitrag zur Weltordnung besteht aus massiven Türen, langen Tischen und der Drohung, jeden Konflikt zunächst in einem 900 Seiten starken Bergwerksgutachten zu prüfen.

4. Das Elbische Neutralitätskonsulat Silberhain
Hat noch nie eine klare Position bezogen, dafür aber jeden Krieg seit 4000 Jahren mit bedauerndem Gesichtsausdruck kommentiert. Gilt deshalb als idealer Kandidat für internationale Gremien.

5. Die Republik Glimmerzack
Ein junger, aufstrebender Staat mit drei Einwohnern, sieben verschiedenen Flaggen und einem Außenministerium, das zugleich eine Bäckerei ist. Punktet diplomatisch mit Mandelhörnchen und vollständiger Ahnungslosigkeit.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🧳 Deutschland übt derweil weiter

Die Bundesrepublik zeigt sich offiziell gelassen. Man werde die Entscheidung analysieren, Gespräche führen, Vertrauen stärken und vermutlich eine Arbeitsgruppe gründen, die bis 2031 herausfindet, warum Portugal sympathischer wirkte.

Der Moosverhetzer erkennt allerdings ein tieferes Problem: Deutschland bewirbt sich international gern wie ein Land, das im Vorstellungsgespräch zuerst seine eigene Hausordnung gerne zur Weltordnung erklärt. Das mag sehr solide, vorbereitet und weltmännisch wirken. Leider sitzen im Raum aber Staaten, denen es sehr viel lieber wäre, würde man ihnen nicht schon wieder einen moralischen Beipackzettel vorhalten.

🪑 Am Ende fehlt der Stuhl

So bleibt ein Bild von tragischer Schönheit: Deutschland steht vor dem Sicherheitsrat, Aktenmappe in der Hand, frisch gebügelter Anspruch im Gesicht, und hört aus dem Saal nur: »Heute leider nicht.«

Die Zwischenreiche nehmen das mit Interesse zur Kenntnis. Nebelbrück hat bereits einen Platzhalter beantragt, Knattermoor verlangt eine Glocke auf jedem Tisch, und Unterstollen-West will wissen, wo beim Sicherheitsrat die tragende Wände verlaufen.

Deutschland darf derweil draußen warten. Neben dem Kopierer, abseits der Weltlage, hinter Österreich.

Parodie auf eine Fantasy-Parfumwerbung: Ein selbstzufriedener goblinartiger Mann in Lederjacke und offenem weißen Hemd sitzt an einer steinernen Küste, während im Hintergrund ein Drache einen Hafen angreift. Rechts steht eine dunkle Parfumflasche mit dem Namen „WRATH“, davor der Slogan „Live Bold. Reek of Destiny.“ vor einer sonnigen Küstenlandschaft mit Meer, Bergen und Rauch.
Boney Jones präsentiert die besten Memes der Fantasygeschichte. Boney der Skelett-Pirat.

Außerdem ziemlich lesenswert: