Paraguay wartet: Nagelsmann muss mit Deutschland gegen die Sumpfboten der Zwischenreiche ran

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🐍 Paraguay wartet: Nagelsmann muss mit Deutschland gegen die Sumpfboten der Zwischenreiche ran

Deutschland wollte nach der Gruppenphase vermutlich einen Gegner, der reiner Pflichtaufgabe aussieht. Bekommen hat es dummerweise Paraguay. Das sieht auf dem Papier erst einmal harmlos aus. Genau so fangen in den Zwischenreichen die schlechten Geschichten an.

Paraguay ist keine Mannschaft, die einen mit Glanz erschlägt. Paraguay kommt nicht mit Feuerwerk, Harfenmusik und feinem Kombinationsspiel. Paraguay kommt mit Schlamm an den Stutzen, Geduld im Blick und der stillen Absicht, aus jedem schönen deutschen Angriff einen kleinen Unfall im Unterholz zu machen.

Nach dem 1:2 gegen Ecuador muss Deutschland jetzt also nicht nur wieder gewinnen. Deutschland muss herausfinden, ob es auch dann noch Fußball spielen kann, wenn der Gegner das Spiel in einen feuchten Graben zieht und dort langsam die Luft aus dem Ball lässt.

Satirische Fantasy-Szene in einem deutschen Rekrutierungsbüro, in dem junge Menschen, Orks, Elben, Zwerge, ein Troll und ein Skelett Wehrdienst-Fragebögen ausfüllen.
Deutschland sucht den Weg durch Paraguay. Die Zwischenreiche haben den Rasen vorher offenbar in einen Prüfgraben verwandelt.

🧬 Nomen est omen: Warum es bei Paraguay übernatürlich zugeht

In den Zwischenreichen gilt Paraguay als Nationalteam der Sumpfboten. Diese Mannschaft gewinnt nicht zwingend schön. Sie gewinnt, indem sie dem Gegner das Tempo klaut, die Laune schwer macht und nach 70 Minuten so tut, als sei ein 0:0 eigentlich eine Art Naturgesetz.

1:4 gegen die USA, 1:0 gegen die Türkei, 0:0 gegen Australien. Das ist kein Turnierweg, das ist eine Wetterlage. Wenig Glanz, viel Beton, gelegentlich ein Tor und ansonsten der feste Wille, niemandem einen angenehmen Fußballabend zu schenken.

Offiziell klingt Paraguay nach Geografie, Fluss, Geschichte und allem, was in seriösen Lexika steht. In den Zwischenreichen wird allerdings eine ganz andere Herkunft überliefert. Dort setzt sich der Name aus zwei alten Warnsilben zusammen:

Para steht für das Paranomale. Also für alles, was knapp neben der normalen Wirklichkeit liegt und trotzdem schon am Trikot zieht.

Guay bedeutet im südlichen Sumpfdialekt ungefähr: „Der Boden gibt nach, aber erst, wenn du glaubst, du hast festen Stand.“

Paraguay heißt in der Sprache der Zwischenreiche also nicht einfach Paraguay.

Es heißt:

Das paranormale Gelände, in dem der Favorit langsam merkt, dass der Rasen mitspielt.

Das erklärt einiges. Paraguay wirkt nie wie der große Endgegner. Eher wie ein Wegstück, das harmlos aussieht, bis der erste Pass zwei Meter zu kurz gerät, der nächste Zweikampf länger dauert als geplant und der Ball plötzlich so springt, als hätte ihn ein kleiner Sumpfgeist abprallen lassen.

Gegen Paraguay spielt man nicht nur gegen elf Männer. Man spielt gegen eine alte Zwischenreichszone mit Stutzen, Pressing, Dämonen und keinerlei Interesse an Fußballästhetik.

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🪤 Fünf Zwischenreichs-Verbindungen, die Paraguay gefährlich machen

Der Bund mit den Schlammzwergen
Paraguays Verteidiger stehen nicht tief. Sie wurzeln. Wer da mit feinem Zauberfußball ankommt, merkt schnell: Der Ball rollt noch, aber die Fußballseele steckt schon knöcheltief im Morast.

Die Schule der geschlossenen Mundmagie
Miguel Almirón flog gegen die Türkei vom Platz, weil er sich beim Wortwechsel die Hand vor den Mund hielt. Nach neuer FIFA-Regel ist das offenbar gefährlicher als manche Grätsche. Gegen Deutschland ist er wieder dabei. Die Mundzone lebt.

Das 0:0-Orakel
Ein 0:0 gegen Australien klingt langweilig. In den Zwischenreichen ist es eine Schutzrune. Sie bedeutet: „Wir müssen hier nichts erschaffen. Wir müssen nur verhindern, dass ihr euch wohlfühlt.“

Das Geduldsgift von Asunción
Paraguay wartet. Und wartet. Und wartet. Irgendwann wird der Gegner nervös, ein Außenverteidiger übermütig, ein Innenverteidiger kreativ. Genau dann kommt der erste Ballverlust, der so wirkt, als hätte ihn ein Sumpfgeist persönlich vorbereitet.

Die Grätschenliturgie
Körperlichkeit ist bei Paraguay kein Stilmittel, sondern ein Glaubensdienst. Jeder Zweikampf sagt: Willkommen in der K.o.-Runde. Der Rasen ist frei, aber bequem wird hier gar nichts.

⚽ Deutschland braucht Stiefel, nicht nur Zauberfüße

Natürlich hat Deutschland mehr Technik. Kann höheres Tempo gehen, im Prinzip. Wichtigere Namen auf jeden Fall, bei denen der Gegner vorher auf die Tafel schaut und sich kurz innerlich anschnallt. Aber gegen Paraguay reicht es nicht, hübsch auszusehen.

Dieses Spiel will nicht gestreichelt werden. Es muss entschieden bearbeitet werden.

Musiala, Wirtz, Sané und Co. können den Unterschied machen. Aber nur, wenn vorher jemand die Drecksarbeit annimmt. Zweite Bälle. Enge Räume. Nervige Duelle. Geduld, auch wenn nach 25 Minuten noch nichts glänzt. Genau solche Spiele entscheiden, ob eine Mannschaft wirklich durch ein Turnier kommt oder nur nett läuft, solange niemand am Trikot zieht.

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🧌 Der Sumpf prüft den Favoriten

In den Zwischenreichen sagt man: Wer durch einen Sumpf will, sollte nicht ständig fragen, warum der Weg so nass ist.

Deutschland muss gegen Paraguay also nicht beweisen, dass es schön Fußball spielen kann. Das kann es… schon mal. Deutschland muss beweisen, dass es hässliche Minuten überlebt, ohne die Ordnung in einem Feld voll seltsamer, sprechender Schlingpflanzen zu verlieren.

Denn Paraguay ist nicht der Endgegner. Paraguay ist die Tür davor. Schmal, feucht, knarrend und mit einer sehr unfreundlichen Sumpfvegetaion rund um die Viererkette. Wer da durchkommt, darf weiter von der großen Turniermannschaft reden.

Wer steckenbleibt, wird später vermutlich behaupten, es habe am Flow gelegen.

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