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🌳 Deutsche Meisterschaft im Bäume-Umarmen: Bad Pyrmont kürt den ersten offiziellen Baumflüsterer
Deutschland hat vieles: Fußballmeister, Grillmeister, Spargelköniginnen, Verkehrsversuche, die niemand versteht.
Und nun auch: einen deutschen Meister im Bäume-Umarmen.
In Bad Pyrmont fand am Wochenende erstmals die Deutsche Meisterschaft im Baumumarmen statt. Über 100 Teilnehmer kamen in den Kurpark, um in Disziplinen wie Tempo, Kreativität und Naturwissen gegeneinander anzutreten. Am Ende gewann Fabian mit seinem Team und sprach von einem »unbeschreiblichen Gefühl«.
Der Moosverhetzer gratuliert.
Und fragt zugleich:
Seit wann werden in Niedersachsen öffentlich Menschen darauf geprüft, wie schnell sie Kontakt zu mehreren Baumwesen aufnehmen können?

🍃 Wenn der Kurpark plötzlich wie ein Druiden-Casting wirkt
Offiziell war es ein nettes Natur-Event. Menschen umarmen Bäume. Menschen lächeln. Menschen tanzen mit Jazz-Steps auf Stämme zu, um sie nicht anzurempeln. Eine Teilnehmerin spricht sogar von einem »Mitbaum«.
Das ist alles sehr freundlich. Fast ein wenig zu freundlich.
Denn wer genauer hinsieht, erkennt: Hier ging es nicht nur um Umarmung. Hier ging es um Geschwindigkeit, Wissen und Technik. Also im Grunde um genau jene Fähigkeiten, die man braucht, wenn im Kurpark plötzlich ein alter Wurzelrat tagt und jemand innerhalb von 90 Sekunden zwölf beleidigte Buchen beruhigen muss. Der Begriff »Baumknuddeln« klingt dabei natürlich niedlich.
Der Fachausdruck in den Zwischenreichen lautet hingegen:
Forstliche Nahkommunikation unter Wettbewerbsbedingungen.
🏆 Fabian und der erste deutsche Druiden-Titel
Fabian weiß noch nicht ganz, wie er mit seinem Titel umgehen soll. Verständlich.
So beginnt wahrscheinlich jede Heldenreise, bei der jemand erst nur einen Baum umarmen wollte und drei Tage später von einer Eiche den Auftrag erhält, den verlorenen Zapfenkelch von Niederholzingen zurückzubringen.
Der Titel »deutscher Meister im Bäume-Umarmen« klingt harmlos.Aber stellen wir uns kurz vor, was passiert, wenn Fabian demnächst durch einen Wald geht.
Die Birken tuscheln.
Die Eichen nicken respektvoll.
Die Kastanie an der Bushaltestelle murmelt: »Da ist er.«
Und irgendwo im Hintergrund öffnet sich langsam ein sehr altes Gartentor, das vorher laut Stadtverwaltung gar nicht existierte.
🧙 Was die Disziplinen wirklich bedeuten
Natürlich behauptet die offizielle Version, es sei um Spaß, Naturverbundenheit und Wissen gegangen.
Das ist natürlich Unsinn. Der Moosverhetzer hat die Kategorien übersetzt.
Tempo
Nicht: Wer schafft möglichst viele Bäume in kurzer Zeit?
Sondern: Wer kann bei akutem Portalflimmern mehrere Holzriesen gleichzeitig beruhigen, bevor der Kurpark in eine andere Existenzzone rutscht?
Kreativität
Nicht: Wer umarmt besonders originell?
Sondern: Wer wirkt vertrauenswürdig genug, damit eine Buche ihm verrät, welcher Ast seit 1964 heimlich die Stadtpolitik überwacht?
Naturwissen
Nicht: ein nettes Quiz.
Sondern: Sicherheitsprüfung. Wer eine beleidigte Eiche für eine entspannte Eiche hält, sollte besser keinen Körperkontakt mit einer Rinde aufnehmen.
🌲 Die fünf kommenden Baumsportarten aus den Zwischenreichen
Nach dem Erfolg von Bad Pyrmont prüfen die Zwischenreiche bereits neue Disziplinen für den internationalen Waldsportkalender.
Der Moosverhetzer konnte erste Entwürfe einsehen.
Wurzel-Slalom von Niederklimpern
Teilnehmer laufen mit verbundenen Augen durch ein lebendes Wurzelfeld. Wer stürzt, bekommt keine Zeitstrafe, sondern ein intensives Gespräch mit dem Boden.
Kronenlauschen in Schattenforst
Gewonnen hat, wer zuerst hört, welcher Ast über die Dorfpolitik urteilt. Meistens ist es der linke. Der rechte hält sich für neutral.
Eichen-Schweigen von Modergrund
Dauert offiziell 90 Minuten. Inoffiziell seit 1732. Der aktuelle Titelverteidiger wurde zuletzt stark bemoost, gilt aber weiterhin als konzentriert.
Harz-Weitwurf in Muränien
Eine goblinische Traditionsdisziplin, bei der bis heute nicht geklärt ist, ob nun das Harz geworfen wird oder der Werfer.
Birken-Beschwichtigung von Rübenheim
Die emotional schwierigste Disziplin. Birken gelten dort als empfindlich, nachtragend und in Gruppenkommunikation ausgesprochen passiv-aggressiv.
🪓 Fazit: Erst umarmen, dann erwacht der Wald
Man kann diese Meisterschaft belächeln. Man kann sie aber auch sympathisch finden.
Oder man kann nüchtern feststellen, dass Deutschland gerade begonnen hat, Menschen nach ihrer Fähigkeit zu bewerten, Bäume schnell, kreativ und fachkundig zu umarmen. Das ist entweder ein sehr schönes Naturfest, oder der erste sichtbare Schritt zur offiziellen Anerkennung des Druidenwesens im Breitensport.
Fabian jedenfalls ist nun deutscher Meister.
Der Kurpark lächelt. Die Bäume schweigen.
Und genau das ist vermutlich der verdächtigste Teil der ganzen Geschichte.
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