Wer war der Täter? Detective Conan macht das Publikum zum Ermittler

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Conan bekommt plötzlich tausende Hilfsdetektive

📰 Was ist los?
Zum 30-jährigen Anime-Jubiläum entsteht mit The Misohitojima Murder erstmals ein Detective-Conan-Projekt, bei dem die Zuschauer ausdrücklich selbst parallel zum Titelhelden ermitteln sollen. Außerdem läuft am 25. September das zweistündige Jubiläumsspecial 30-go Satsujin Jiken.

🐛 Was denken wir?
Für Fantasykosmos ist das Randgebiet, als Mystery-Idee aber ziemlich charmant. Conan-Fans versuchen ohnehin seit Jahrzehnten, vor dem kleinen Detektiv auf die Lösung zu kommen. Jetzt macht die Serie daraus endlich ganz offiziell einen Wettbewerb.

Nach 30 Jahren dürfte Conan Edogawa daran gewöhnt sein, dass er in einem Raum voller Erwachsener meistens als Einziger versteht, was gerade passiert ist. Zum Anime-Jubiläum bekommt er nun allerdings unerwartete Konkurrenz: das Publikum.

Conan Edogawa steht im Mittelpunkt eines düsteren Konzeptmotivs zum interaktiven Jubiläumsfall The Misohitojima Murder.
Diesmal reicht Zuschauen nicht: Bei The Misohitojima Murder sollen Conan-Fans den Fall selbst parallel zum Meisterdetektiv lösen. © Gosho Aoyama / Shogakukan · Yomiuri TV · TMS Entertainment

Für Detective Conan wurde mit The Misohitojima Murder ein neues Projekt angekündigt, bei dem die Zuschauer ausdrücklich dazu eingeladen werden sollen, den Fall parallel zu Conan selbst zu lösen. Damit experimentiert die langlebige Mystery-Reihe erstmals mit einem stärker interaktiven Format. Wie genau Hinweise, mögliche Antworten oder die Auflösung eingebunden werden, ist bislang noch offen.

🔎 Der Zuschauer soll diesmal vor Conan auf die Lösung kommen

Die Grundidee stammt von Yasuichiro Yamamoto, der seit vielen Jahren als Regisseur mit der Anime-Reihe verbunden ist. Das Drehbuch übernimmt Takahiro Ohkura, der auch am aktuellen „Birdman Rally Bombing“-Fall gearbeitet hat. Zwei erste Konzeptbilder wurden bereits veröffentlicht, mehr Details zur Umsetzung sollen später folgen.

Gerade für eine Serie wie Detective Conan ist die Idee erstaunlich naheliegend. Zuschauer versuchen ohnehin seit Jahrzehnten, Täter, Motiv und Trick vor der offiziellen Auflösung zu erraten. Jetzt soll dieses Miträtseln offenbar erstmals ausdrücklich Teil des Formats werden. Conan muss sich also womöglich daran gewöhnen, dass irgendwo bereits jemand mit Chips auf dem Sofa sitzt und ihm drei Minuten voraus ist.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🎬 Am 25. September wartet vorher noch ein großes Jubiläumsspecial

Das interaktive Projekt ist allerdings nur ein Teil der Jubiläumspläne. Bereits am 25. September läuft in Japan das zweistündige Special Detective Conan: 30-go Satsujin Jiken. Dazu wurde ebenfalls neues Material veröffentlicht.

Im Mittelpunkt steht ein Fall rund um die Echtheit beziehungsweise Fälschung von Dokumenten und Geld. Als Gastsprecherin ist unter anderem Elaiza Ikeda dabei, die Toko Satomi spricht, eine Expertin für die Analyse gefälschter Dokumente. Auch die TV-Ansagerinnen Natsumi Kawade und Hina Masuda treten als Sprecherinnen auf.

Der Trailer zu diesem Special ist bereits veröffentlicht, außerhalb Japans derzeit allerdings regiongesperrt.

🕵️ 30 Jahre und noch immer neue Tricks

Der Detective Conan-Anime läuft seit 1996 und feiert 2026 sein 30-jähriges Bestehen. Die Serie hat inzwischen weit über tausend Folgen erreicht und gehört damit zu den langlebigsten kontinuierlich produzierten Anime überhaupt.

Dass ausgerechnet zum Jubiläum mit einem Zuschauer-Fall experimentiert wird, passt ziemlich gut. Der Kern der Reihe war schließlich immer das Mitdenken: Hinweise werden gezeigt, Verdächtige vorgestellt und Tricks so konstruiert, dass die Lösung theoretisch bereits vor Conan möglich wäre. The Misohitojima Murder macht daraus nun offenbar offiziell ein Spiel zwischen Serie und Publikum.

Ein Termin fehlt noch. Bis dahin kann Conan zumindest noch behaupten, er hätte jeden Fall zuerst gelöst.

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