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🏯 Rekord im Blutpalast: Demon Slayer schneidet sich durch die US-Kinocharts
Ein Anime knackt die US-Kinocharts. Demon Slayer: Infinity Castle ist mehr als ein japanisches Phänomen. Es ist Blockbuster-Realität mit messerscharfer Schwertschneide.
🍙 70 Millionen für ein Schloss ohne Ausgang
Infinity Castle hat am Startwochenende 70 Millionen Dollar eingespielt. Das ist der beste Anime-Start in den USA und gleichzeitig der erfolgreichste Animationsfilmstart des Jahres 2025. Crunchyroll und Sony feiern. Disney schweigt, als suche es gerade nach der Karte zum eigenen Mauseloch.
In Japan läuft der Film seit Juli. Weltweit liegt er schon bei Einnahmen von stolzen 352 Millionen Dollar. Damit Platz vier der erfolgreichsten Anime-Filme aller Zeiten. Tendenz steigend.
🗡️ Worum geht es hier eigentlich?
Zur Erinnerung: Der erste Film Mugen Train schrieb 2020 mit über 500 Millionen Dollar Einnahmen bereits Box Office Anime-Geschichte. Infinity Castle setzt jetzt dort an, sowohl bei der Handlung als auch mit dem erklärten Ziel, diese Marke zu sprengen.
Tanjiro und seine Gefährten haben den Oberbösewicht Muzan Kibutsuji aus dem Vorgängerfilm nicht besiegen können. Der Dämonenkönig flüchtet in die Dimension des Infinity Castles. Die Dämonenjäger folgen ihm und verlieren sich in endlosen Gängen voller Fallen und Gegner. Jeder Schritt ist ein Risiko. Jeder Kampf ein Tanz auf der Rasierklinge.
Und genau hier liegt die Besonderheit: Infinity Castle ist nicht einfach nur ein Schauplatz, sondern selbst der Endgegner. Dieses Labyrinth ist ein Charakter mit eigener Grausamkeit. Keine klare Karte, keine vertrauten Pfade, sondern eine Dimension, die ständig gegen die Figuren arbeitet.
Spannend ist das deshalb, weil die Geschichte ihre Helden nicht mehr nur mit Dämonen konfrontiert, sondern mit Orientierungslosigkeit, Isolation und der permanenten Unsicherheit, wer überlebt. Innovativ wirkt es, weil Anime-Kino oft auf lineare Schlachten setzt, Infinity Castle hingegen macht das Terrain selbst zum Antagonisten. Das ist mehr als ein Bosskampf. Es ist eine ganze Architektur, die frisst, spuckt und verschlingt.
Kurz gesagt: Nicht nur Muzan ist der Feind. Das Schloss selbst ist ein Monster. Und das ist doch ein cooles Setting.
🔥 Kommentar: Hollywood stolpert, Anime marschiert
Anime im Kino ist längst keine Randerscheinung mehr. Demon Slayer zeigt, dass stilisierte Gewalt, Pathos und Emotionen Kassen füllen können, während westliche Studios weiter an generischen Superhelden-Rezepten kleben. Gerade in den Marvel Studios dürfte man derzeit nicht aus dem Staunen rauskommen.
Die Fantasy-Sensation kommt diesmal nicht aus Hollywood. Sie kommt aus Japan. Und sie zeigt, wie viel Kraft in Geschichten steckt, die kein eben nicht aus dem Beliebigkeits-Baukasten stammen.


