Das neunte Haus bleibt dicht: Amazon gibt Bardugos Fantasyserie auf
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🐍 Sieben Jahre blöd im Geisterhaus gewartet
📰 Was ist los?
Amazon MGM Studios entwickelt die geplante Serienadaption von Leigh Bardugos Das neunte Haus nicht weiter. Die Dark-Fantasy-Serie über Geisterseherin Alex Stern und die okkulten Geheimgesellschaften von Yale war bereits 2019 angekündigt worden. 2023 lag ein Pilotdrehbuch vor. Nun ist das Projekt bei Amazon beendet.
🐛 Was denken wir?
Pedro wollte wissen, warum es sieben Jahre gedauert hat, eine Serie nicht zu drehen. Die zuständige Abteilung war leider nicht erreichbar. Vermutlich befindet sie sich noch in der Vorproduktion der Nicht-Antwort.
Sieben Jahre lang durften Fans hoffen, dass Leigh Bardugos düstere Yale-Geschichte irgendwann den Sprung auf den Bildschirm schaffen würde. Jetzt ist Schluss. Amazon MGM Studios entwickelt die geplante Serienadaption von Das neunte Haus nicht weiter. Das 2019 angekündigte Projekt über okkulte Studentenverbindungen, dunkle Rituale und die Geisterseherin Alex Stern verschwindet damit vorerst in jener Schublade Hollywoods, in der schon unzählige vielversprechende Verfilmungen begraben liegen.

🕯️ An Yale University ist Magie keine harmlose Freizeitbeschäftigung
Im Mittelpunkt von Das neunte Haus steht Galaxy »Alex« Stern, eine junge Frau mit einer schwierigen Vergangenheit und einer außergewöhnlichen Fähigkeit: Sie kann Geister sehen.
Diese Begabung bringt sie an die renommierte Yale University, wo hinter ehrwürdigen Fassaden nicht nur ehrgeizige Studenten und altehrwürdige Traditionen warten. Mächtige Geheimgesellschaften praktizieren verbotene Magie, beschwören übernatürliche Kräfte und nutzen okkulte Rituale für ihren Einfluss.
Alex wird vom sogenannten Lethe House angeworben. Diese neunte Gesellschaft soll die Aktivitäten der acht übrigen Verbindungen überwachen. Als eine junge Frau unter verdächtigen Umständen stirbt, gerät Alex in eine Verschwörung, die weit über die Universität hinausreicht.
Bardugos Geschichte verbindet Dark Academia, Geisterhorror und Fantasy mit einem ausgesprochen finsteren Blick auf Macht, Privilegien und gesellschaftliche Abhängigkeiten.
Eigentlich also reichlich Stoff für eine Serie.
🎬 Sieben Jahre Planung und kein einziger Drehtag
Im Oktober 2019 sicherte sich Amazon die Fernsehrechte an Ninth House, wie der Roman im englischen Original heißt. Die Autorin sollte selbst an Drehbuch und Produktion mitwirken.
Anfang 2023 gab es tatsächlich ein Lebenszeichen. Bardugo berichtete, dass bereits ein Pilotdrehbuch existiere, an dessen Entwicklung sie persönlich beteiligt gewesen sei. Die kreative Arbeit habe ihr große Freude bereitet.
Danach wurde es still. Weder eine Besetzung noch ein Drehbeginn oder ein Veröffentlichungszeitraum wurden bekannt gegeben. Nun ist klar, dass die jahrelange Entwicklung bei Amazon kein Ergebnis mehr hervorbringen wird.
Wie Branchenjournalist Matt Webb Mitovich am 27. Oktober 2026 unter Berufung auf Kontakte bei Amazon MGM Studios berichtete, wird die Serienadaption dort nicht weiterverfolgt.
Eine eigenständige öffentliche Erklärung des Studios zu den Gründen liegt bislang nicht vor. Auch über die weitere Verfügbarkeit der Verfilmungsrechte ist nichts bekannt.
📚 Die Bücher waren schneller als Hollywood
Besonders bemerkenswert ist, wie sich die literarische Vorlage in der Zwischenzeit entwickelt hat. Als Amazon 2019 zugriff, war Das neunte Haus gerade erst erschienen. Anfang 2023 folgte mit Wer die Hölle kennt der zweite Band, im englischen Original Hell Bent.
Am 15. September 2026 erschien schließlich Dead Beat, der abschließende dritte Roman der Trilogie.
Damit liegt mittlerweile eine vollständige Fantasygeschichte vor, während ihre geplante Bildschirmadaption nie über das Entwicklungsstadium hinauskam.
Auch der mögliche Stoffumfang hätte sich also erheblich erweitert. Aus einer einzelnen Romanvorlage ist eine abgeschlossene Geschichte über Alex Stern und die gefährlichen Geheimnisse der Yale-Gesellschaften geworden.
🦇 Ist die Geschichte endgültig erledigt?
Für Amazon ist das Serienprojekt vorerst beendet. Das bedeutet allerdings nicht zwangsläufig, dass Das neunte Haus niemals verfilmt werden könnte.
Ob die Rechte später an andere Interessenten zurückfallen oder bei einem neuen Anbieter erneut entwickelt werden könnten, ist derzeit nicht bekannt. Eine entsprechende Neuverfilmung wurde auch nicht angekündigt.
Für Bardugo ist es dennoch ein enttäuschender Ausgang. Die Autorin hatte bereits mit Shadow and Bone erlebt, wie ihre Fantasywelt für Netflix umgesetzt wurde. Die Serie wurde dort nach zwei Staffeln eingestellt.
Nun schafft es Das neunte Haus nicht einmal bis zur ersten.
Dabei wäre die Vorlage mit ihren düsteren Geheimgesellschaften, Geistern und moralisch zweifelhaften Eliteuniversitäten geradezu prädestiniert für eine atmosphärische Fantasyserie gewesen.
Alex Stern kann mit den Toten sprechen. Nur bei Amazon scheint nach sieben Jahren niemand mehr etwas sagen zu wollen.




