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The Dark Tower: Der Mann in Schwarz und der Öltanker
📰 Was ist los?
Mike Flanagan arbeitet weiter an seiner Dark-Tower-Serie für Prime Video. In einem Interview mit Empire beschreibt er das Projekt als „Öltanker“, der zwar langsam, aber stetig vorankommt. Es gebe bereits viele fertige Scripts, The Dark Tower sei seine „erste Priorität“. Flanagan hält über Intrepid Pictures die Rechte, plant fünf Staffeln plus zwei Filme und betont, er wolle die Romanreihe endlich würdig adaptieren, als Gegenentwurf zum gescheiterten Film von 2017.
🐛 Was denken wir?
Das klingt weniger nach PR-Blabla als nach jemandem, der seit Jahren innerlich durch die Wüste nach dem Mann in Schwarz stapft. Die Gefahr liegt woanders: Ein Öltanker kann auch im Hafen stecken bleiben, wenn Studioentscheidungen kippen. Aber falls Flanagan tatsächlich fünf Staffeln lang Zeit bekommt, den Turm zu umrunden statt nur anzutippen, könnte ausgerechnet dieser „Heilige Gral“ zeigen, dass großes Fantasyfernsehen nicht immer wie ein Pilot für das nächste Franchise-Imperium aussehen muss, sondern wie das, was King geschrieben hat: ein verstörender, staubiger Traum mit Revolver in der Hand.
♜ Mike Flanagans Dark-Tower-Serie: Der Öltanker nimmt Kurs
Mike Flanagan hat ein Update zu seiner The-Dark-Tower-Serie für Prime Video rausgehauen, und das klingt nach „langsam, aber unaufhaltsam“. Er beschreibt das Projekt als „Öltanker“, der sich zwar träge steuern lässt, aber nicht mehr zu stoppen ist, sobald er Fahrt aufgenommen hat. Laut Flanagan ist The Dark Tower seine erste Priorität: Es gebe „eine Menge fertiger Scripts“, und genau daran arbeite er jetzt.
🌌 Fünf Staffeln, zwei Filme – Kings Heiliger Gral in Serienform
Flanagan hält die Rechte an The Dark Tower über seine Firma Intrepid Pictures, seit er 2022 den Deal mit Amazon eingetütet hat. Damals nannte er das Projekt den „Heiligen Gral“ seiner Karriere und skizzierte den Plan: fünf Staffeln Serie, danach zwei eigenständige Filme als Abschluss. Stephen King hat diese Struktur nicht nur abgesegnet, sondern Flanagan laut eigenen Aussagen ausdrücklich sein Vertrauen ausgesprochen.
Bemerkenswert: Flanagan jongliert parallel noch mit einer Carrie-Adaption und einem neuen Exorcist-Film, trotzdem betont er jetzt, The Dark Tower stehe an erster Stelle. Wer seine Vita kennt – Doctor Sleep, Midnight Mass, The Haunting of Hill House – merkt, dass er sich hier nicht ins Regal „Nebenprojekt“ einordnet, sondern in die Ablage L wie „Lebensaufgabe“.
🕳️ Wir können den Film von 2017 nicht stehen lassen
Den Elefanten im Raum spricht Flanagan offen an: die 2017er-Kinoversion. Der Film mit Idris Elba und Matthew McConaughey schaffte es auf verdiente 16 % bei Rotten Tomatoes und wurde allgemein als amputierte, verwirrte Light-Version des Zyklus wahrgenommen. Kann man wohl so sagen.
Flanagan formuliert es höflicher, aber nicht weniger deutlich: „Wir können nicht zulassen, dass das der letzte Stand ist. Wirklich nicht.“ Sein erklärtes Ziel ist es, Kings Zyklus endlich so zu erzählen, dass man nicht das Gefühl hat, einen schlecht geschnittenen Trailer zu sehen, sondern die eigentliche Geschichte.
🚂 Öl, Turm, Multiversum: Was heißt das für Fantasy?
Die Metapher vom Öltanker ist gar nicht schlecht gewählt:
- Die Vorlage ist ein Genre-Hybrid aus Fantasy, Western, Horror und SF.
- Das Material umfasst acht Romane plus Kurzgeschichten und hängt nebenbei am restlichen King-Multiversum.
- Flanagan hat bereits Pilotdrehbuch und Staffelkonzepte fertig, aber so ein Koloss braucht den passenden Hafen, sprich: Budget, Sendeplatz, Laufzeit.
Für Fantasy ist das spannend, weil hier ausnahmsweise mal jemand nicht „das Game of Thrones der nächsten Jahre“ verspricht, sondern von vorne sagt: Das Ding ist groß, schwer und dauert, aber es rollt. Wenn Flanagan das durchzieht, könnte The Dark Tower endlich das werden, was es immer hätte sein sollen: eine lange, faszinierende Reise und kein verkürzter Freizeitparkbesuch mit heftigen Logikdefiziten.



