Jason hätte die Box besser vergessen: Dark Matter startet heute in Staffel 2

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Die Box bleibt besser nicht geschlossen

📰 Was ist los?
Die zweite Staffel von Dark Matter startet heute weltweit auf Apple TV. Zehn Folgen erscheinen bis Ende Oktober, während Jason erneut von der Box angezogen wird und die scheinbare Sicherheit der Familie Dessen auseinanderzubrechen beginnt.

🐛 Was denken wir?
Der interessante Schritt ist, dass Staffel zwei nicht einfach noch einmal Jasons Heimreise wiederholt. Jetzt kennt er die Möglichkeiten des Multiversums und genau dieses Wissen wird selbst zum Problem. Damit hat die Fortsetzung einen plausiblen neuen Konflikt, statt bloß weitere Parallelwelten vorzuführen.

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📦 Jason hätte die Box besser vergessen: Dark Matter startet heute in Staffel 2

Jason Dessen hat genau das geschafft, woran er in der ersten Staffel beinahe zerbrochen wäre: Er ist wieder mit seiner Familie zusammen. Theoretisch müsste jetzt nur noch jemand dafür sorgen, dass niemand mehr diese verdammte Box anfasst. Genau daran scheint Staffel zwei zu scheitern.

Die Gesichter von Jason und Daniela Dessen sind im offiziellen Dark-Matter-Key-Art mehrfach ineinander verschoben und in orangefarbenen und hellen Segmenten gespiegelt.
Kaum scheint eine Realität sicher, beginnt sie wieder zu zerfallen: Dark Matter startet heute mit seiner zweiten Staffel. © Apple TV / Sony Pictures Television

Dark Matter kehrt heute, am 28. August, mit einer zweiten Staffel auf Apple TV zurück. Zum Start erscheint eine Folge, anschließend geht es jeden Freitag weiter. Insgesamt umfasst die neue Runde zehn Episoden und läuft damit bis zum 30. Oktober 2026.

Die Dessens versuchen darin zunächst, sich in einer Realität einzurichten, die endlich sicher zu sein scheint. Doch Sicherheit ist in einer Serie über unendlich viele alternative Lebenswege ein ausgesprochen instabiler Zustand, vor allem, wenn Jason die Maschine, die all diese Welten miteinander verbindet, immer weniger aus dem Kopf bekommt.

🌌 Die richtige Welt gibt es vielleicht gar nicht mehr

Die erste Staffel machte aus einem einfachen Gedankenexperiment einen ziemlich persönlichen Science-Fiction-Albtraum: Was wäre, wenn jede nicht getroffene Entscheidung irgendwo trotzdem getroffen wurde und man plötzlich in jenem Leben landet, das man selbst niemals geführt hat?

Jason wurde aus seiner Welt gerissen und durch alternative Realitäten gezwungen, während eine andere Version seiner selbst versuchte, genau jenes Familienleben zu übernehmen, das er verloren hatte. Die Box war dabei weniger klassische Zeitmaschine als Zugang zu den unzähligen Möglichkeiten eines Lebens.

Staffel zwei beginnt nun nach dieser Erfahrung. Jason, Daniela und Charlie haben einen Ort gefunden, an dem wieder so etwas wie Alltag möglich scheint. Nur lässt sich eine Familie offenbar nicht einfach in eine neue Realität verpflanzen und anschließend so tun, als hätten die vergangenen Ereignisse keine Spuren hinterlassen. Vor allem Jason kann die Box nicht loslassen.

🎬 Die Box öffnet sich wieder

Der offizielle Trailer zeigt Jason, Daniela und die neuen Konflikte zwischen den Realitäten.

📦 Jason will wieder hinein

Genau hier sitzt der zentrale Konflikt der neuen Staffel. Jasons Beschäftigung mit der Box wird zunehmend zur Obsession. Eine Maschine, die ihn beinahe alles gekostet hat, bleibt gleichzeitig das mächtigste Instrument, dem er jemals begegnet ist.

Das ist eine ziemlich glaubwürdige Fortsetzung seiner Geschichte. Wer einmal gesehen hat, dass hinter einer einzigen Tür unendlich viele Versionen des eigenen Lebens existieren, dürfte Schwierigkeiten haben, wieder so zu leben, als gäbe es nur diesen einen Weg.

Für Daniela sieht die Sache erwartbar anders aus. Ihre wachsende Paranoia bedroht die ohnehin fragile Stabilität der Familie, während Charlie sich nichts sehnlicher wünscht als ein Leben, das nicht ständig von alternativen Vätern, Realitätswechseln und existenziellen Katastrophen unterbrochen wird.

Das Multiversum wird damit erneut weniger als große kosmische Spielwiese benutzt als als Belastungsprobe für eine Familie, die eigentlich längst genug davon gesehen hat.

🚪 Amanda und Ryan suchen ihren eigenen Ausgang

Staffel zwei weitet den Blick zugleich wieder über die Dessens hinaus. Amanda und Ryan versuchen gemeinsam, einen Weg nach Hause zu finden. Ihre Geschichte besitzt dadurch eine andere Ausgangslage: Während Jason eine neue sichere Realität gefährdet, fehlt ihnen genau diese Sicherheit noch vollständig.

Auch Leighton bleibt Teil des größeren Konflikts. Er verfolgt weiterhin seine Vision einer perfekten Welt und damit genau jene Idee, vor der Dark Matter eigentlich von Anfang an warnt.

Denn sobald unendlich viele Realitäten verfügbar sind, entsteht zwangsläufig die Versuchung, nicht mehr mit einer unvollkommenen Welt zu leben. Irgendwo muss es schließlich eine bessere geben. Nur muss man irgendwann entscheiden, wann „besser“ tatsächlich gut genug ist.

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🧠 Blake Crouch schreibt nach dem Roman weiter

Auch hinter der Kamera bleibt die Serie eng mit ihrem Ursprung verbunden. Blake Crouch, Autor des Romans, ist weiterhin Schöpfer und Showrunner der Apple-Serie und schreibt an der zweiten Staffel mit.

Das ist für diese Fortsetzung besonders interessant. Die erste Staffel konnte sich noch stark am abgeschlossenen Roman orientieren. Staffel zwei muss dagegen neue Wege durch das Multiversum finden und die Konsequenzen der bisherigen Geschichte weiterdenken.

Damit steht Dark Matter nun an einem Punkt, an dem die TV-Serie stärker zu einer eigenen Fortsetzung der ursprünglichen Idee wird. Die Box ist bekannt, ihre grundlegenden Regeln sind etabliert – jetzt geht es weniger um deren Entdeckung als um die Frage, was Menschen mit einer solchen Möglichkeit anfangen, nachdem sie verstanden haben, was sie kann. Vermutlich nichts besonders Vernünftiges.

🎙️ Auch das Multiversum bekommt einen Begleitpodcast

Parallel zur neuen Staffel erweitert Apple die Serie um Dark Matter: The Official Podcast. Blake Crouch und Executive Producer Jacquelyn Ben-Zekry begleiten dort die neuen Episoden und sprechen gemeinsam mit Darstellern und Kreativen über Handlung, wissenschaftliche Ideen und die Entstehung der Serie.

Neue Podcastfolgen erscheinen passend zu den jeweiligen Episoden. Für eine Science-Fiction-Serie, deren gesamtes Konzept auf Quantenmechanik, Wahrnehmung und alternativen Möglichkeiten beruht, ist das tatsächlich eine sinnvollere Ergänzung als der übliche Marketing-Nachschlag.

Vor allem dürfte dort zunehmend interessant werden, wo die Serie bewusst von Crouchs ursprünglichem Roman abbiegt und ihre eigenen Multiversumsregeln weiterentwickelt.

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🌒 Zehn Freitage mit zu vielen Möglichkeiten

Dark Matter beginnt heute mit seiner zweiten Staffel auf Apple TV. Nach der Auftaktfolge folgt jede Woche eine neue Episode, das Finale ist für den 30. Oktober vorgesehen.

Der entscheidende Unterschied zur ersten Staffel liegt dabei bereits im Ausgangspunkt. Jason versucht diesmal nicht mehr nur, einen Weg nach Hause zu finden. Er hat erlebt, was die Box ermöglicht – und muss nun entscheiden, ob irgendein Zuhause noch genügt, wenn hinter der nächsten Tür unendlich viele andere warten.

Manchmal ist die gefährlichste Parallelwelt eben die, von der man unbedingt wissen möchte, ob sie noch etwas Besseres bereithält.

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