🔍 Suche im Fantasykosmos
Spüre verborgene Pfade auf, entdecke neue Werke oder durchstöbere das Archiv uralter Artikel. Ein Wort genügt – und der Kosmos öffnet sich.
🤖 Cygames und die große KI-Beschwichtigung
Der Granblue- und Umamusume-Entwickler Cygames hat nach massiver Fan-Schelte eine Entschuldigung zur Gründung seines neuen Cygames AI Studio veröffentlicht und verspricht, derzeit keine generative KI in Spielen zu verwenden. Die Tür bleibt aber auffällig sperrangelweit offen.
📰 Worum es konkret geht
- Auslöser: Cygames kündigt Cygames AI Studio an, ein neues Tochterunternehmen für KI-gestützte Services und Tools. Die Ankündigung lobt generative KI als nächsten Kreativitätsschub, sagt aber nichts zu Urheberrecht, Künstlerjobs oder Transparenz.
- Backlash: In den Tagen danach hagelt es Kritik in den Kommentarspalten, besonders von Fans von Granblue Fantasy: Relink, Umamusume: Pretty Derby und Co., die um handgemachte Artworks und faire Arbeitsbedingungen für Artists fürchten.
- Die Entschuldigung: In einer englischen Texttafel auf X/Twitter verspricht Cygames:
- aktuell keine generative KI-Art in Spielen und Produkten
- keine Einführung solcher Technik ohne vorherige Info
- großen Respekt vor den menschlichen Artists, die als „Architekten der Gaming-Kultur“ bezeichnet werden.
Gleichzeitig betont Cygames aber nicht, dass man auf KI verzichtet, sondern nur, wie und wann man sie eines Tages einsetzen könnte. Das ist sprachlich recht fein justiert und klingt ein bisschen so, als hätte eine Text-KI das „Bitte beruhigen, aber nichts versprechen“-Preset geladen.
🧠 Warum das für Fantasy-Fans spannend bleibt
Für Fantasykosmos-Leser ist Cygames kein x-beliebiger Mobile-Entwickler, sondern:
- der Laden hinter Granblue Fantasy, Relink, Shadowverse und den Pferdemädchen von Umamusume,
- eine Firma, die ihr Markenbild stark über opulente Illustrationen und Character-Art definiert, also genau den Bereich, in dem generative KI am härtesten auf menschliche Kreativität prallt.
Die Entschuldigung versucht, beide Welten zu versöhnen:
„Wir ehren unsere Artists, aber wir gründen trotzdem ein AI Studio.“
Das Ergebnis ist ein typischer 2026er Kompromiss:
- Spieler wollen Zusagen, dass ihre Lieblingsfiguren von echten Zeichnern stammen.
- Publisher wollen die Zukunftstechnologie nicht verpassen, falls sie sich als billigere Produktionspipeline erweist.
Cygames stellt sich nun in die Mitte, sagt höflich „Sorry für den Schreck“ und belässt alle strategischen Optionen auf dem Tisch. Für die eigene Community reicht das vielleicht erst einmal, aber die Grundfrage bleibt:
Wie viel „Handmade Fantasy“ steckt in kommenden Spielen wirklich noch, wenn parallel ein KI-Studio aufgebaut wird?
Wir werden das Thema im Auge behalten und merken uns schon mal dieses Statement für später, falls plötzlich doch „experimentelle“ KI-Art irgendwo im Kleingedruckten auftaucht.



