Crowbah #49: Weltraumtourismus

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🚀 Crowbah #49: Weltraumtourismus

Zweiteiliger Crowbah-Comic in sepiafarbener Grundstimmung mit Farbakzenten: Crowbah und Grabhold stehen mit Bork von Speckstein vor einer riesigen, abenteuerlichen Weltraum-Maschine von Speckstein X. Bork präsentiert das Projekt als Weltraumtourismus, während Crowbah Zweifel anmeldet und Bork die Probleme als Frage des Haftungsausschusses abtut.

Wenn im Zwischenreich jemand vom nächsten großen Ding spricht, sollte man vorsichtig werden. Wenn dieser Jemand dann auch noch Bork von Speckstein heißt, ist es meist schon zu spät. Dann steht irgendwo eine fragwürdige Maschine aus Holz, Metall und Größenwahn herum, und irgendwer behauptet mit ernster Miene, dass damit schon bald völlig neue Märkte erschlossen werden.

In der neuen Folge von Crowbah! Finstere Faxen… geraten Crowbah und Grabhold genau an so ein Projekt. Diesmal geht es um nichts Geringeres als den Weltraumtourismus. Also jedenfalls dem Namen nach. In der Praxis sieht die Sache eher nach einem Startversuch aus, bei dem man besser vorher sein Testament sortiert.

💬 Was passiert?

Crowbah und Grabhold stehen vor einer gewaltigen Konstruktion von Speckstein X, die laut Bork zahlende Passagiere in die Erdumlaufbahn bringen soll. Schon der erste Blick reicht aus, um Zweifel aufkommen zu lassen. Die Maschine wirkt wie eine Mischung aus Belagerungsgerät, Schrottsammlung und sehr schlechtem Einfall mit Investorenpräsentation.

Crowbah bringt das Offensichtliche trocken auf den Punkt und fragt sinngemäß, ob man damit wirklich ernsthaft Menschen ins All schicken wolle. Grabhold schaut erwartungsgemäß alarmiert, während Bork von Speckstein mit maximaler Selbstverständlichkeit erklärt, es gebe lediglich ein paar kleinere Schwierigkeiten zu überwinden.

Im zweiten Panel wird das Gerät noch einmal in seiner ganzen Fragwürdigkeit gezeigt. Jetzt hakt Crowbah nach und spricht die Probleme beim Antrieb an. Bork bleibt auch davon unbeeindruckt. Die Schwierigkeiten lägen eher im Bereich des Haftungsausschlusses, lässt er wissen.

Und damit ist im Grunde alles gesagt.

Unten auf der Kiste prangt dazu noch das wunderbare Motto:

„SCHUB DURCH ZUVERSICHT!“

Mehr Bork geht eigentlich kaum.

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🌌 Warum mögen wir den Gag?

Die Folge lebt davon, dass sie einen modernen Begriff mit maximalem Zwischenreich-Irrsinn zusammenbringt. Weltraumtourismus klingt nach Zukunft, Prestige, Luxus und technologischem Fortschritt. Bork liefert dazu eine Konstruktion, die schon beim Anschauen nach strukturellem Versagen aussieht.

Genau daraus entsteht die Pointe.

Dazu kommt die saubere Rollenverteilung:

  • Crowbah erkennt sofort, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt.
  • Grabhold übernimmt die Rolle des stillen, leicht panischen Publikums.
  • Bork von Speckstein verkauft blanken Wahnsinn mit der Überzeugung eines Mannes, der sich selbst längst für visionär hält.

Schön ist ist, dass Bork die Gefahr überhaupt nicht leugnet. Er verschiebt sie nur sprachlich. Aus einem offenkundig lebensgefährlichen Problem wird bei ihm eine Frage des Haftungsausschusses. Genau diese aalglatte Unternehmerlogik macht den Witz so schön giftig.

🖤 Unser Lieblingsmoment

Der beste Moment ist Borks vollkommen gelassene Antwort auf Crowbahs Einwand zum Antrieb.
Jeder normale Mensch würde dort abbrechen, umdenken oder wenigstens kurz besorgt schauen.

Bork nicht.

Er klingt, als müsse nur noch ein Formular angepasst werden, dann könne es losgehen.

Und genau deshalb ist „SCHUB DURCH ZUVERSICHT!“ auch so eine herrliche Schlussnote für das ganze Projekt.


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