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🎒 Crowbah #48: Schulbeginn

Wenn im Zwischenreich von Schulbeginn die Rede ist, sollte man besser nicht automatisch an bunte Tornister, gespitzte Stifte und harmlose Einschulungsfotos denken. Manchmal bedeutet der erste Schultag dort nämlich, dass Oma Shrumple mit einer Schar unheimlicher Puppen am Straßenrand steht und ganz selbstverständlich erklärt, dass ihre kleinen Lieblinge jetzt eben eingeschult werden.
In der neuen Folge von Crowbah! Finstere Faxen… treffen Crowbah und Grabhold auf genau so eine Szene. Was zunächst nur etwas seltsam wirkt, entwickelt sich schnell zu einem jener Momente, in denen man sich fragt, ob die Verwaltung im Zwischenreich wirklich für alles Formulare hat. Offenbar lautet die Antwort: ja.
💬 Was passiert?
Crowbah und Grabhold begegnen Oma Shrumple, die mit mehreren grimmig dreinblickenden Puppenkindern in der Stadt steht. Crowbah spricht das Offensichtliche aus und fragt, was sie mit ihren Puppen hier draußen mache. Die Antwort fällt so trocken wie bedrohlich aus: Die Kinder würden schließlich zweihundert Jahre alt, und deshalb lasse sie sie nun einschulen.
Damit ist die Szene eigentlich schon herrlich schief. Im zweiten Panel zieht Crowbah die einzig logische Schlussfolgerung und fragt nach, ob die Schulpflicht inzwischen also auch für dämonische Porzellanpuppen gelte. Genau an dieser Stelle kippt der Comic endgültig ins Zwischenreichstypische. Oma Shrumple reagiert nicht etwa empört über die Unterstellung, sondern droht stattdessen direkt damit, Crowbahs Schnabel stillzulegen und den Kindern beizubringen, wie man richtig rupft.
Grabhold steht wie so oft daneben und sieht aus, als wäre ihm erst jetzt klar geworden, dass Einschulung im Zwischenreich womöglich weniger mit Zuckertüten als mit Überlebensinstinkt zu tun hat.
🌕 Warum mögen wir den Gag?
Der Witz lebt von der Kollision zwischen einem völlig alltäglichen Anlass und einer maximal falschen Figurengruppe. Schulbeginn ist als Thema sofort verständlich, fast jeder kennt die Rituale, die Nervosität und den kleinen Ausnahmezustand zum Ferienende. Genau deshalb sitzt die Übertragung so gut: Statt aufgeregter Kinder stehen dort dämonische Puppen, und statt einer etwas strengen Mutter organisiert ausgerechnet Oma Shrumple den ersten Schultag.
Hinzu kommt die saubere Rollenverteilung. Crowbah kommentiert die Lage trocken und präzise, Grabhold liefert wieder die leicht überforderte Resonanzfläche, und Oma Shrumple trägt die Szene mit ihrer Mischung aus Selbstverständlichkeit und latenter Drohung. Gerade dass sie das alles völlig normal findet, macht die Pointe so stark.
🖤 Unser Lieblingsmoment
Am schönsten ist Crowbahs Nachfrage nach der Schulpflicht für dämonische Porzellanpuppen. In einem einzigen Satz wird aus einer ohnehin schon absurden Situation plötzlich ein bürokratisches Problem, das im Zwischenreich vermutlich tatsächlich irgendwo geregelt ist. Dass Oma Shrumple daraufhin sofort persönlich wird, macht die Sache nur noch besser.
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