Crowbah #41: Hochtechnologie

🔍 Suche im Fantasykosmos

Spüre verborgene Pfade auf, entdecke neue Werke oder durchstöbere das Archiv uralter Artikel. Ein Wort genügt – und der Kosmos öffnet sich.


💀 Crowbah #41: Hochtechnologie

Zweiteiliger sepiafarbener Crowbah-Comic: Crowbah und Grabhold treffen den Fährmann Boney an einem trockengefallenen Unterwelt-Fährübergang, wo Boney eine fliegende Knochendrohne als neue Haitek-Lösung präsentiert.

Wenn im Zwischenreich selbst der Totenfluss nur noch als staubige Erinnerung existiert, muss auch der Fährbetrieb neue Wege gehen. Boney, sonst verlässlich mit Kahn und Knochencharme unterwegs, steht durch die anhaltende Trockenheit plötzlich vor einem logistischen Problem. Zum Glück ist er ein Mann der Zukunft. Oder wenigstens ein Skelett mit sehr eigener Vorstellung davon.

💬 Was passiert?

Crowbah und Grabhold treffen Boney am trockengefallenen Unterwelt-Fährübergang. Wo sonst neue Seelen übers Wasser geschippert würden, herrscht inzwischen eher knirschende Dürre als fließender Betrieb. Crowbah stellt also die einzig vernünftige Frage: Wie bringt Boney bei dieser Trockenheit überhaupt noch seine Neuzugänge rüber?

Boney bleibt gelassen. Er habe da eine ziemlich großartige Idee gehabt. Das klingt zunächst noch nach Improvisation, vielleicht nach irgendeinem makabren Behelf mit Seilen, Schubkarren oder besonders motivierten Geistern. Grabhold denkt jedenfalls sofort deutlich poetischer und hofft auf „schwebende Schatteneinhörner“.

Die Wirklichkeit sieht natürlich anders aus.

Im zweiten Panel folgt Boneys große Zukunftsoffensive: Über dem trockenen Flussbett schwebt eine herrlich absurde Knochendrohne durch die Gegend, und Boney erklärt mit stolzer Selbstverständlichkeit, dass man das jetzt alles mit Haitek mache. Crowbah schaut, als habe er mit vielem gerechnet, aber nicht mit fliegender Totentechnik. Grabhold wirkt gleichermaßen verwundert wie enttäuscht, dass es eben doch keine Schatteneinhörner geworden sind.

Banner für den Newsletter im Fantasykosmos mit Gandalf, der den Leser nicht vorbeilässt,

🪦 Warum funktioniert der Gag?

Der Comic funktioniert so gut, weil er eine simple Ausgangslage sofort ins Absurde kippt. Das Problem ist klar: Kein Wasser, kein Fährbetrieb. Genau dadurch sitzt die Lösung so schön daneben. Boney reagiert nicht etwa mit pragmatischem Kleinmut, sondern mit übertriebenem Zukunftsstolz.

Dazu kommt die Figurenlogik:

  • Crowbah fragt trocken und vernünftig.
  • Grabhold denkt direkt in eine niedlich-verquere Fantasierichtung.
  • Boney präsentiert am Ende eine Lösung, die irgendwo zwischen Pfusch, Innovation und Zwischenreichsingenieurskunst pendelt.

Besonders stark ist Boneys Schlusszeile. „Dat mak wie alles met Haitek nu.“ Das ist genau die Sorte selbstbewusster Unsinn, die den ganzen Gag trägt. Boney verkauft seine Knochendrohne nicht als Notlösung, sondern als echten Fortschritt. Und genau deshalb ist es witzig.

🖤 Unser Lieblingsmoment

Der schönste Moment ist Grabholds hoffnungsvolles
„Oooh… schwebende Schatteneinhörner?“

Das ist zugleich völlig albern und vollkommen passend. Für einen winzigen Augenblick wirkt es sogar, als könnte das im Zwischenreich eine realistische Möglichkeit sein. Umso besser knallt dann die tatsächliche Enthüllung der Knochendrohne rein.


Ironisch-düstere Lifestyle-Werbung für ein fiktives Patchouli-Duschgel namens „BATTLE-AXE“: In einer dunklen, nebligen Wald

Mehr düsterer Krähenhumor für dich?

Banner für das Daily Meme mit Boney Jones dem Geisterpiraten.