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🕵️ Crowbah #40: Laufende Ermittlungen

Es gibt Figuren, die betreten einen Friedhof und wirken sofort verdächtig. Andere tragen Hut, Mantel und Lupe und tun so, als sei allein diese Ausstattung bereits eine vollständige Berufsausbildung. Meisterdetektiv Sherfox Homes gehört klar zur zweiten Sorte.
In der neuen Folge von Crowbah! Finstere Faxen… treffen Crowbah und Grabhold auf einen Ermittler, der offenbar überall Spuren sieht, aber möglichst wenig darüber sagen möchte. Was ihn ausgerechnet auf einen bescheidenen Totenacker verschlagen hat? Natürlich Ermittlungen. Immer Ermittlungen.
💬 Was passiert?
Crowbah entdeckt Sherfox Homes auf dem lokalen Friedhof und stellt die naheliegende Frage: Was führt einen Ermittler wie ihn an diesen Ort? Die Antwort fällt so aus, wie man es von einem Fuchs mit Hut, Mantel und beruflich wichtiger Lupe erwarten darf. Es geht um Ermittlungen. Mehr könne er derzeit nicht sagen.
Das klingt zunächst geheimnisvoll. Vielleicht sogar bedeutend. Grabhold jedenfalls wirkt sofort so, als habe er gerade das Vorwort zu einem sehr ernsten Kriminalfall gehört. Crowbah hingegen schaut so drein, wie Crowbah eben schaut, wenn jemand viel redet und trotzdem nichts sagt.
Im zweiten Bild wird Sherfox dann konkreter. Zumindest ein bisschen. Er lässt durchblicken, dass „da unten“ etwas faul sei. Auf einem Friedhof ist das natürlich eine Aussage, die zugleich nach Ermittlungsansatz und nach einfacher Ortskenntnis klingt.
Crowbah denkt sich seinen Teil. Grabhold findet es schrecklich. Sherfox bleibt professionell vage. Und damit steht fest: Der Fall ist noch lange nicht abgeschlossen, obwohl vermutlich niemand weiß, ob er überhaupt angefangen hat.
🪦 Warum funktioniert der Gag?
Der Comic spielt schön mit der klassischen Detektivpose. Sherfox sieht aus wie jemand, der aus jedem Kieselstein eine Spur und aus jeder harmlosen Erdkrume ein Indiz machen kann. Gleichzeitig sagt er so wenig Konkretes, dass seine Ermittlungen eher nach großem Theater als nach echter Aufklärung wirken.
Genau darin liegt der Witz. Crowbah erkennt die Nebelmaschine sofort. Grabhold nimmt alles ernst. Und Sherfox verwandelt eine ziemlich offensichtliche Friedhofsbeobachtung in eine schwere, bedeutungsvolle Enthüllung.
Die Pointe „Da unten ist irgendetwas faul“ ist besonders schön, weil sie in zwei Richtungen funktioniert. Als Detektivsatz klingt sie dramatisch. Auf einem Friedhof ist sie leider auch ziemlich wörtlich zu nehmen. Diese trockene Doppeldeutigkeit passt perfekt zum Zwischenreich.
🖤 Unser Lieblingsmoment
Der stärkste Moment ist Grabholds kleines „Wie schrecklich.“
Er sagt es mit genau der richtigen Mischung aus Sorge, Ahnungslosigkeit und vollem Vertrauen in einen Fuchs, der wahrscheinlich schon beim Frühstück drei Verdachtsmomente gegen den Toast notiert hat.
Crowbah bleibt skeptisch. Sherfox wirkt irgendwie beschäftigt. Und Grabhold ist – wie immer – schnell beeindruckt. Mehr braucht diese Folge nicht.
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