Crowbah #38: House of the Dragon

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🐉 Crowbah #38: House of the Dragon

Zweiteiliger Crowbah-Comic in Sepiaoptik: Bork von Speckstein präsentiert Crowbah und Grabhold das Start-up Grave X, während eine magische Maschine mit Puff-Effekt erscheint.

Manche Türen sind geschlossen, weil dahinter Geheimnisse lauern. Andere sind geschlossen, weil davor ein kleiner Drache im Muscle-Shirt steht und entscheidet, dass zwei Gestalten aus dem Zwischenreich heute nicht zur gewünschten Zielgruppe gehören.

In der neuen Folge von Crowbah! Finstere Faxen… landen Crowbah und Grabhold vor dem vermutlich angesagtesten Eingang der Woche: dem Dragon House. Drinnen lodert die große Drachenstimmung, Feuerwerk, Fackeln und eine Menge gesellschaftlicher Dünkel. Und mittendrin steht ein Türsteherdrache, der sehr genau weiß, wer durch diese Pforte darf — und wer aussieht, als habe er sich auf dem Weg zur Prominenz versehentlich aus einem Moor gezogen.

💬 Was passiert?

Crowbah und Grabhold versuchen ihr Glück vor dem Dragon House, einer jener exklusiven Adressen, bei denen schon die Tür mehr Selbstbewusstsein besitzt als anderernorts ganze Königreiche. Die Fassade brennt vor Stil, die Stimmung schreit nach Premierenabend, und irgendwo hinter dem Holz der geschlossenen Pforte dürfte sich alles versammeln, was Schuppen, Titel und ein übertriebenes Gefühl für Erbfolgen besitzt.

Vor der Tür wartet allerdings kein gewöhnlicher Einlasskontrolleur, sondern ein kleiner Drachen-Türsteher mit Autorität, kräftiger Haltung und dem Blick eines Wesens, das schon drei Könige abgewiesen hat, weil ihre Schuhe nicht zum Teppich passten.

Crowbah versucht es mit gewohnt finsterer Würde. Grabhold hingegen mit jener rührenden Mischung aus Hoffnung, Verwirrung und vollständiger sozialer Ahnungslosigkeit, die bei ihm längst als Persönlichkeitskern gelten darf. Doch der Drache bleibt hart. Zwei Erwachsene? Schwierig. Angemessene Kleidung? Noch schwieriger. Aufnahme in den inneren Drachenkreis? Offenbar komplett ausgeschlossen.

Im zweiten Bild ist die Sache entschieden. Crowbah steht beleidigt da, Grabhold schaut betreten zu Boden, und der kleine Türsteherdrache vollendet das Urteil mit höflicher Grausamkeit. Die Tür bleibt zu. Das Feuerwerk geht weiter. Der Glamour findet ohne sie statt. Manchmal ist man eben einfach nicht cool genug und das um den Faktor tausend.

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🐲 Warum funktioniert der Gag?

Der Witz sitzt, weil der Comic den großen Drachen-Hype der Nacht auf eine herrlich kleine Szene herunterbricht: Nicht Schlachten, Thronfolgen und Familienkatastrophen stehen im Mittelpunkt, sondern die viel wichtigere Frage, ob Crowbah und Grabhold überhaupt an der Tür vorbeikommen.

Natürlich nicht.

Das Bild lebt vom Kontrast: Hinter der Tür wartet der große, angesagte Drachenabend. Davor stehen zwei Figuren, die aussehen, als hätten sie sich eher für eine Billig-Taverne mit offenem Hintereingang qualifiziert. Crowbah hat wenigstens noch Haltung. Grabhold hingegen nur Hoffnung. Und der Drache hat das Sagen.

Besonders schön ist, dass der Türsteher selbst klein ist, aber die ganze Szene beherrscht. Er muss nicht groß sein, um Macht auszuüben. Es reicht völlig, klein, drachig und beruflich verdammt konsequent zu sein.

🖤 Unser Lieblingsmoment

Der beste Moment ist Grabholds Niedergang im zweiten Bild. Im ersten Panel lebt noch ein winziger Rest Hoffnung. Im zweiten ist klar: Der Traum vom großen Drachenabend ist an Schuhwerk, Auftreten und an seiner gesamten Existenzform gescheitert.

Crowbah nimmt es mürrisch wie immer. Grabhold als persönliche Kränkung. Und der Drache bewacht seinen Hort.. ähm… Club.

Genau so sieht Türpolitik im Zwischenreich aus.


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