Crowbah #37: Grave X

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💀 Crowbah #37: Grave X – Wenn selbst der Friedhof zum Start-up wird

Zweiteiliger Crowbah-Comic in Sepiaoptik: Bork von Speckstein präsentiert Crowbah und Grabhold das Start-up Grave X, während eine magische Maschine mit Puff-Effekt erscheint.

Es gibt Geschäftsideen, bei denen man sofort merkt, dass irgendwo im Hintergrund schon ein windiger Investor nervös an einem Kelch nippt. Zum Beispiel niedliche kleine Atomreaktoren für die heimische Garage oder KI-Rechenzentren auf der Venus. Grave X ist genau so ein Fall. Bork von Speckstein, der schmierigste Tech-Unternehmer des Zwischenreichs und zugleich Grabholds Onkel, taucht mit glänzenden Versprechen, einer absurd bedeutungsschweren Maschine und dem Gesichtsausdruck eines Mannes auf, der bereits drei Konkurswellen erfolgreich als »Neuanfang« verkauft hat.

💬 Was passiert?

Crowbah und Grabhold bekommen Besuch von Bork von Speckstein, der ihnen sein neuestes Projekt andrehen will: Grave X. Natürlich klingt das Ganze sofort nach großem Umbruch, revolutionärer Idee und jener Sorte Geschäftsmodell, die sich nur dann überzeugend anhört, wenn niemand zu genau nachfragt.

Crowbah tut genau das, was in solchen Momenten dringend nötig ist: Er schaut finster, zweifelt an allem und bringt die Sache mit einem einzigen Satz auf den Punkt. Denn wenn der Herr von Speckstein wieder von »Besetzung« und »Wachstumsmarkt« faselt, drängt sich eine entscheidende Frage auf: Was soll ein Start-up für Tote eigentlich noch groß reißen, wenn hier ohnehin schon halb das Jenseits herumsteht?

Doch während Crowbah das Problem erkennt, reagiert Grabhold wie immer vollkommen verlässlich falsch. Kaum wird eine große, sinnlose, aber beeindruckend blinkende Maschine präsentiert, ist sein Schicksal besiegelt. Begeisterung schlägt Verstand. Skepsis wird entsorgt. Und ehe noch jemand sinnvoll widersprechen kann, steht fest: Grabhold ist dabei.

Im zweiten Panel wird das Elend schließlich sichtbar materialisiert. Mit einem schönen PUFF erscheint die Maschine wie aus dem Nichts, mit Nebel, Effekt und jener dubiosen Aura, die im Zwischenreich offenbar als Ersatz für ein tragfähiges Konzept genügt. Bork grinst, Grabhold strahlt, und Crowbah blickt so, als habe er den gesellschaftlichen Niedergang bereits vollständig durchgerechnet.

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⚰️ Warum funktioniert der Gag?

Der Witz lebt von drei Figuren, die exakt das tun, was sie am besten können:

  • Bork von Speckstein verkauft Unsinn mit der Selbstsicherheit eines Visionärs mit göttlichem Auftrag.
  • Crowbah erkennt das sofort und zerlegt die Idee mit trockenem Realitätssinn.
  • Grabhold ist der ideale Frühphaseninvestor für völligen Blödsinn.

Gerade dieser Kontrast macht Grave X so stark. Bork spricht in der Sprache großer Umwälzungen, obwohl er im Grunde nur heiße Luft mit Geisternebel kombiniert. Crowbah liefert die vernichtende Gegenrede. Und Grabhold beweist wieder einmal, dass man im Zwischenreich keine gute Idee braucht, solange man eine cool aussehende Maschine und genug Chuzpe mitbringt.

Dazu kommt der visuelle Gag: Die Apparatur taucht nicht einfach auf, sondern wird mit echtem Showeffekt in die Szene gepufft. Das macht aus der Nummer nicht bloß einen Pitch, sondern gleich eine kleine Start-up-Messe für Leute, die weder Marktanalyse-Fähigkeiten noch Schamgefühl besitzen.

🖤 Unser Lieblingsmoment

Der schönste Moment ist die herrlich schlichte Eskalation zwischen Crowbahs nüchterner Feststellung und Grabholds sofortiger Begeisterung. Genau dort kippt die Szene von »fragwürdiger Geschäftsidee« zu vollendetem Zwischenreichskapitalismus.


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