Crossed zeigt ersten Teaser – The-Sadness-Regisseur lässt Ennis’ Albtraum los

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

🩸 Die Zombies denken leider mit

📰 Was ist los?
Der erste Teaser zur Crossed-Verfilmung ist veröffentlicht. Rob Jabbaz inszeniert den Film nach einem Drehbuch von Garth Ennis selbst, basierend auf den ursprünglichen zehn Comic-Ausgaben mit Jacen Burrows. Devin Druid und Ash Santos spielen Stan und Cindy, die eine Gruppe von Überlebenden auf der Flucht vor den intelligenten, völlig enthemmten Crossed anführen.

🐛 Was denken wir?
Jabbaz ist für diesen Stoff fast verdächtig passend besetzt. The Sadness hat bereits gezeigt, wie unangenehm Infektionshorror wird, wenn die Erkrankten weiterhin denken können. Crossed dreht genau diesen Gedanken noch weiter.

Eine Pandemie hat die Zivilisation zerlegt. Die Infizierten tragen kreuzförmige Veränderungen im Gesicht, behalten ihren Verstand – und verlieren dafür praktisch jede menschliche Hemmung.

Mit Crossed kommt eine der extremsten Comicwelten von Garth Ennis und Jacen Burrows tatsächlich als Spielfilm. Der erste Teaser ist jetzt veröffentlicht und zeigt erstmals, wie Rob Jabbaz, Regisseur von The Sadness, den berüchtigten Stoff auf die Leinwand übertragen will. Das Drehbuch stammt dabei von Ennis selbst.

☣️ Keine gewöhnliche Seuche

Die sogenannten Crossed funktionieren anders als klassische Zombies. Die Infektion zerstört weder ihre Intelligenz noch ihre Fähigkeit zu planen, miteinander zu sprechen oder Werkzeuge zu benutzen. Was verschwindet, sind ihre Hemmungen.

Die Erkrankten folgen ihren dunkelsten Impulsen und können dabei weiterhin denken, organisieren und ihre Opfer gezielt verfolgen. Genau daraus entsteht der besondere Horror der Vorlage: Die Gefahr ist geistig voll anwesend. Wer vor einem Crossed davonläuft, flieht also vor jemandem, der durchaus verstehen kann, wohin man läuft.

🎬 Crossed – erster Teaser

Die Infizierten haben ihren Verstand behalten – nur ihre Hemmungen sind verschwunden. Der erste Teaser zeigt Rob Jabbaz’ Verfilmung von Garth Ennis’ extremem Horrorkosmos.

🧭 Stan und Cindy wollen nur nach Norden

Im Zentrum des Films stehen Stan und Cindy, gespielt von Devin Druid und Ash Santos. Gemeinsam führen sie eine Gruppe von Fremden durch eine Welt, deren gesellschaftliche Ordnung praktisch über Nacht verschwunden ist. Ihr Ziel klingt vergleichsweise schlicht: weiter nach Norden und möglichst weit weg von den Infizierten.

Natürlich reicht es in dieser Welt längst nicht mehr aus, lediglich Vorräte und sichere Straßen zu finden. Die Überlebenden müssen auch entscheiden, wem sie innerhalb der eigenen Gruppe noch vertrauen können und wie lange überhaupt so etwas wie Normalität aufrechterhalten werden kann.

Denn die Crossed sind überall. Und sie sind durchaus in der Lage, Fallen zu stellen.

🧠 Das Grauen denkt weiter

Genau diese Eigenschaft unterscheidet Crossed von vielen postapokalyptischen Infektionsgeschichten. Ein untoter Gegner kann schnell, stark oder zahlreich sein. Ein Crossed kann zusätzlich lügen, beobachten, planen und auf frühere Erfahrungen zurückgreifen.

Dadurch verändert sich bereits die einfachste Begegnung. Eine verschlossene Tür schützt weniger, wenn der Gegner weiß, wie Türen funktionieren. Ein Versteck hilft nur begrenzt, wenn jemand versteht, weshalb man es gewählt hat.

Der Film muss dafür gar keine komplizierte Mythologie erfinden. Die Grundidee reicht völlig aus, um eine Welt zu bauen, in der menschliche Intelligenz plötzlich selbst zur Horrorwaffe wird.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🔪 Ennis schreibt seine eigene Verfilmung

Bemerkenswert ist, dass Garth Ennis das Drehbuch selbst geschrieben hat. Der Film adaptiert die ursprünglichen zehn Ausgaben von Crossed, die Ennis gemeinsam mit Zeichner Jacen Burrows geschaffen hat. Die Comicreihe startete 2008 bei Avatar Press und entwickelte sich anschließend durch zahlreiche Fortsetzungen und Ableger zu einer deutlich größeren Horrorwelt.

Für den Film geht Ennis allerdings zurück an den Anfang. Damit steht zunächst jene Geschichte im Mittelpunkt, mit der die gesamte Welt überhaupt begann: ein kleiner Überlebendenverband, eine zerstörte Gesellschaft und die Erkenntnis, dass die Menschen, vor denen man sich versteckt, vielleicht längst schlimmer geworden sind als jedes Monster.

🎬 Jabbaz kennt diese Sorte Welt

Die Wahl von Rob Jabbaz wirkt dabei fast auffällig passend. Sein 2021 erschienener The Sadness erzählte ebenfalls von einer Infektion, die Menschen nicht zu langsam taumelnden Untoten macht, sondern ihre brutalsten Triebe freisetzt. Der taiwanesische Horrorfilm entwickelte daraus eine ebenso schnelle wie aggressive Katastrophengeschichte.

Bei Crossed bekommt Jabbaz nun eine Welt, in der dieser Gedanke noch konsequenter angelegt ist. Der neue Teaser zeigt entsprechend keinen Versuch, aus der Vorlage einen gewöhnlichen Mainstream-Zombiefilm zu machen. Schon die wenigen gezeigten Bilder setzen auf eine unangenehme Mischung aus Alltagsnormalität, plötzlicher Gewalt und jener charakteristischen Kreuzzeichnung im Gesicht der Infizierten.

Nichts als die Wahrheit. Schmaler Banner für den Arkanen Moosverhetzer. Ein Moosling mit Blatthelm, der wütend eine Propagangazeitung liest.

👹 Auch die Crossed bekommen Namen

Auf der Gegenseite tauchen bereits mehrere bekannte Figuren der Comicvorlage auf. Owen Harn spielt den Crossed Horsecock, während Fedor Steer als Face und Kelvin Adekunle als Stump auftreten. Gerade diese Figuren machen deutlich, dass die Infizierten hier mehr sind als eine gesichtslose Masse.

Nahaufnahme einer infizierten Frau aus Crossed mit blutigem kreuzförmigem Mal im Gesicht und einem verstörenden Lächeln.
Die Crossed behalten ihren Verstand – und verlieren ihre Hemmungen. Rob Jabbaz bringt Garth Ennis’ brutale Comicwelt nun als Spielfilm auf die Leinwand. © Six Studios / Crossed – Screenshot aus dem offiziellen Teaser

Einige von ihnen werden zu wiederkehrenden Bedrohungen. Sie besitzen Persönlichkeit, eigene Verhaltensweisen und genug Verstand, um sich nicht einfach wie austauschbare Monster durch die Handlung bewegen zu müssen. Das macht sie erheblich unangenehmer.

👥 Eine ziemlich große Überlebendengruppe

Neben Druid und Santos ist der Film breit besetzt. Zum Ensemble gehören unter anderem Ethan Jones Romero, Kyla Hee, Chido Nwokocha, Spenser Granese, Bob Morley, Ana Mulvoy Ten, Steven Hack, Lorenzo Ross, Angie Campbell und Peter Falls.

Viele davon bilden jene Gruppe, die gemeinsam mit Stan und Cindy versucht, der Katastrophe zu entkommen. Damit bekommt der Film genug Figuren für etwas, das Crossed schon im Comic immer wieder ausgezeichnet hat: Überleben ist nicht ausschließlich eine Frage der körperlichen Stärke.

Gruppen zerbrechen an Angst, Misstrauen und Entscheidungen. Und sobald die Welt draußen jede moralische Grenze verloren hat, wird auch innerhalb einer Gruppe schwieriger zu bestimmen, wo die eigenen Grenzen liegen.

🎥 Hinter der Kamera wird ebenfalls geklotzt

Auch einige Namen im Produktionsteam fallen auf. Die Kamera führt Benji Bakshi, der unter anderem an Bone Tomahawk gearbeitet hat. Produktionsdesigner Freddy Waff war an Megalopolis beteiligt, während Steve Brown die Stunts koordiniert und Greg D’Auria den Schnitt übernimmt.

Produziert wird der Film von Carl Choi für Six Studios, gemeinsam mit weiteren Partnern. Die Dreharbeiten fanden in Los Angeles statt und sind bereits abgeschlossen; der Film befindet sich in der Postproduktion.

Damit reden wir längst nicht mehr über ein Projekt, das irgendwo in einer frühen Entwicklungsphase feststeckt. Crossed existiert. Jetzt fehlt nur noch die Veröffentlichung.

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📚 Die Vorlage hatte noch sehr viel mehr vor

Die ursprüngliche Ennis-Geschichte war lediglich der Beginn. Über die Jahre entstanden zahlreiche weitere Crossed-Serien und Spin-offs. Besonders bemerkenswert ist Crossed + One Hundred, das Alan Moore ein Jahrhundert nach der ursprünglichen Katastrophe ansiedelte.

Damit besitzt die Comicwelt theoretisch enorm viel weiteres Material. Für den Film ist das vorerst allerdings Zukunftsmusik. Entscheidend wird sein, ob Jabbaz und Ennis aus den ersten zehn Ausgaben überhaupt einen Film machen können, der die kompromisslose Grundidee erhält und trotzdem als Geschichte funktioniert.

Denn reine Eskalation trägt auch Horror nur begrenzt. Stan und Cindy müssen uns interessieren. Sonst bleibt irgendwann nur noch Blut auf der Wand.

⛓️ Ein Termin fehlt weiterhin

Trotz des nun veröffentlichten Teasers gibt es noch keinen bestätigten Veröffentlichungstermin. Auch ein endgültiger Verleih wurde bislang nicht offiziell bekanntgegeben. Der Film befindet sich nach abgeschlossenem Dreh weiterhin in der Postproduktion.

Das ist momentan die größte offene Frage. Der Teaser zeigt einen Film, der weit genug fortgeschritten ist, um endlich öffentlich sichtbar zu werden. Wann wir ihn tatsächlich sehen können, bleibt allerdings noch offen.

🩸 Crossed bekommt genau den Regisseur, den es braucht

Eine Verfilmung von Crossed war immer ein schwieriges Projekt. Die Comicwelt lebt von einem Horror, der bewusst Grenzen überschreitet und dem Leser kaum sichere Distanz lässt. Wer daraus lediglich einen normalen Infektionsfilm macht, entfernt einen großen Teil dessen, was den Stoff überhaupt definiert.

Mit Rob Jabbaz sitzt nun allerdings ein Regisseur dahinter, der bereits bewiesen hat, dass er Infektionshorror schnell, hässlich und vollkommen außer Kontrolle geraten lassen kann.

Und Garth Ennis liefert selbst das Drehbuch. Mehr Voraussetzungen für eine möglichst direkte Adaption kann man diesem Projekt fast nicht geben. Jetzt müssen wir nur noch herausfinden, ob wir das Ergebnis anschließend überhaupt sehen wollten.

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