Weltraum, Weltglück und dreifacher Küstenhorror: Das sind die Sieger der Critics Choice Super Awards

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Drei Welten gewinnen, ein Hund stiehlt den Abend

📰 Was ist los?
Project Hail Mary gewann bei den Critics Choice Super Awards als bester Science-Fiction-/Fantasyfilm, Pluribus als beste Serie der Sparte. Widow’s Bay holte sämtliche Horrorserienpreise, während The Boys ebenfalls auf drei Auszeichnungen kam.

🐛 Was denken wir?
Die Siegerliste verteilt ihre Aufmerksamkeit erfreulich breit über Science-Fiction, Fantasy, Horror und Superheldenstoffe. Widow’s Bay liefert den saubersten Durchmarsch, doch der Sonderpreis für Indy aus Good Boy besitzt naturgemäß die stärkste moralische Autorität.

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🏆 Weltraum, Weltglück und dreifacher Küstenhorror: Das sind die Sieger der Critics Choice Super Awards

Bei den Critics Choice Super Awards werden jene Filme und Serien ausgezeichnet, die bei gewöhnlichen Preisverleihungen gern gemeinsam in die Schublade „irgendwas mit Monstern, Umhängen oder Raumschiffen“ wandern. In diesem Jahr gehören die großen Siege einem einsamen Astronauten, einer verdächtig glücklichen Menschheit und einer Insel, auf der offenbar niemand rechtzeitig die Fähre zurückgenommen hat.

Das weiße Logo der Critics Choice Super Awards steht auf schwarzem Hintergrund. Über dem Schriftzug befinden sich vier goldene Sterne.
Die Critics Choice Super Awards zeichnen die wichtigsten Produktionen aus Science-Fiction, Fantasy, Horror und Superheldenstoff aus.
© Critics Choice Association

Project Hail Mary wurde zum besten Science-Fiction- oder Fantasyfilm gekürt. Ryan Gosling gewann zusätzlich als bester Hauptdarsteller der Kategorie. Im Fernsehen setzte sich Pluribus als beste Science-Fiction-/Fantasyserie durch, während Rhea Seehorn den dazugehörigen Darstellerinnenpreis erhielt. Den eindrucksvollsten Durchmarsch lieferte allerdings Widow’s Bay. Die Horrorserie gewann in sämtlichen drei Kategorien, für die sie nominiert war: beste Horrorserie sowie die Darstellerpreise für Matthew Rhys und Kate O’Flynn.

🚀 Project Hail Mary gewinnt seinen wichtigsten Auftrag

Project Hail Mary setzte sich als bester Science-Fiction-/Fantasyfilm gegen seine Konkurrenz durch. Ryan Gosling gewann für seine Hauptrolle ebenfalls Gold, während Emily Blunt für Disclosure Day als beste Hauptdarstellerin der Filmsparte ausgezeichnet wurde.

Damit holt die Verfilmung von Andy Weirs Roman genau jene beiden Preise, die ihre größte Stärke spiegeln: die große Science-Fiction-Idee und die Figur, die sie tragen muss. Der Stoff verbindet kosmische Katastrophe, wissenschaftliche Problemlösung und eine Mission, bei der der einzige Mensch an Bord zunächst nicht einmal weiß, weshalb er dort ist. Preise für Mathematik unter extremem Schlafmangel wurden leider nicht vergeben.

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🍎 Pluribus teilt das Glück und nimmt zwei Preise mit

Bei den Serien gewann Pluribus als beste Science-Fiction-/Fantasyproduktion. Rhea Seehorn erhielt den Preis als beste Hauptdarstellerin. Der männliche Darstellerpreis der Sparte ging an Sterling K. Brown für Paradise. Der Doppelerfolg passt zu einer Serie, deren zentrale Idee weniger auf Raumschlachten als auf gesellschaftlichem Unbehagen beruht. Pluribus macht aus kollektivem Glück einen Zustand, dem man ungefähr so weit trauen sollte wie einem Fremden, der ungefragt versichert, hier sei wirklich alles vollkommen normal.

Rhea Seehorn trägt diese Spannung über eine Figur, die sich einer scheinbar glückseligen Welt widersetzt. Bei den Super Awards wurde Widerstand gegen allgemeine Zufriedenheit damit offiziell belohnt.

🌊 Widow’s Bay gewinnt jede verfügbare Horrorserie

Widow’s Bay wurde zur besten Horrorserie gewählt. Matthew Rhys gewann als bester Hauptdarsteller, Kate O’Flynn als beste Hauptdarstellerin. Die Produktion verwandelte damit drei Nominierungen in drei Siege. Das ist der sauberste Durchmarsch der diesjährigen Gewinnerliste. Keine verlorene Kategorie, kein Trostpreis und offenbar auch kein Preisrichter, der nach dem ersten Besuch auf der Insel noch Widerspruch einlegen wollte.

Die Serie verbindet Küstenabgeschiedenheit, örtliche Geheimnisse und übernatürliche Bedrohungen. In anderen Gemeinden führt ein schlechter Ruf zu sinkenden Immobilienpreisen. In Widow’s Bay erhält er drei Critics Choice Super Awards.

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🩸 Obsession gewinnt beim Filmhorror doppelt

Obsession wurde als bester Horrorfilm ausgezeichnet. Inde Navarrette gewann zusätzlich als beste Hauptdarstellerin eines Horrorfilms. Den Preis für den besten Darsteller erhielt Ralph Fiennes für 28 Years Later: The Bone Temple. Damit gehört Obsession gemeinsam mit Project Hail Mary, Superman und The Furious zu den Filmen mit jeweils zwei Auszeichnungen.

Amy Madigan gewann außerdem als beste Filmschurkin für Weapons. Dass der Preis offiziell genreübergreifend vergeben wird, dürfte die ausgezeichnete Figur kaum stören. Gute Bösewichte benötigen schließlich weder eine engere Kategorie noch eine Einladung, bevor sie einen Raum betreten.

🦸 The Boys und Spider-Noir teilen sich den Umhang

Bei den Superheldenserien endete die Abstimmung mit einem Gleichstand. The Boys und Spider-Noir wurden gemeinsam als beste Serie, Miniserie oder Fernsehfilm ausgezeichnet. Antony Starr gewann zusätzlich als bester Hauptdarsteller und als bester Serienschurke für The Boys. Damit kommt die Serie wie Widow’s Bay auf drei Preise. Danielle Brooks wurde für Peacemaker als beste Hauptdarstellerin der Superheldensparte ausgezeichnet.

Homelander musste sich den Hauptpreis zwar teilen, durfte dafür aber gleich zwei persönliche Trophäen mitnehmen. Das dürfte ungefähr die Mindestmenge an Anerkennung sein, bei der sämtliche Anwesenden den Raum unbeschadet verlassen.

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🐕 Der wichtigste Horrorpreis geht auf vier Pfoten

Den charmantesten Sonderpreis erhielt Indy aus Good Boy. Der Nova Scotia Duck Tolling Retriever wurde zum „Best Good Boy in a Horror Movie“ gekürt. Der Preis würdigt seine Leistung in einem Genre, in dem Hunde traditionell entweder Dinge bemerken, die Menschen ignorieren, oder als erste sehr überzeugend erklären, weshalb man das Haus verlassen sollte.

Indy gewinnt damit jene Kategorie, bei der sich über das Ergebnis vermutlich am wenigsten streiten lässt. Ryan Gosling mag den Weltraum retten und Antony Starr ganze Städte bedrohen. Ein guter Junge bleibt ein guter Junge.

🎭 Die Phantastik verteilt ihre Preise erstaunlich breit

Die Gewinnerliste zeigt eine erfreulich große Bandbreite. Science-Fiction, Fantasy, Horror und Superheldenstoffe teilen sich die wichtigsten Auszeichnungen, ohne dass eine einzelne Produktion sämtliche Kategorien überrollt.Project Hail Mary und Pluribus dominieren ihre Science-Fiction-Sparten. Widow’s Bay beherrscht den Serienhorror. Obsession führt beim Horrorfilm, während The Boys und Spider-Noir den Superheldenpreis teilen.

Die Critics Choice Super Awards erfüllen damit erneut ihren eigentlichen Zweck: Sie behandeln Genrekino und Phantastik keineswegs als dekorative Nebensparte, sondern als großes gemeinsames Feld mit eigenen Leistungen, Stars und bemerkenswert verdienten Hunden. Der Abend gehörte dem Weltall, dem Horror und der Superheldensatire. Der einzige wirklich makellose Sieger trug trotzdem ein Fell.

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