Portugal spielt zu zehnt, Cristiano Ronaldo spielt Cristiano Ronaldo

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🕵️ Portugal spielt zu zehnt, Cristiano Ronaldo spielt Cristiano Ronaldo

Cristiano Ronaldo ist 41 Jahre alt, bestreitet seine sechste Weltmeisterschaft und besitzt weiterhin jene Aura, mit der andere Menschen eine eigene Religion anmelden. Beim portugiesischen WM-Auftakt gegen die Demokratische Republik Kongo gelang ihm jedoch etwas noch Selteneres: Er stand 90 Minuten auf dem Platz und entzog sich dabei fast vollständig dem Fußball.

Kein Torschuss. Kein erfolgreiches Dribbling. Kein Schlüsselpass. Ganze 25 Ballkontakte. Der kongolesische Torhüter kam auf 35, obwohl dessen Arbeitsplatz eigentlich am anderen Ende des Spielfelds lag.

Wir müssen deshalb eine Frage stellen, die in Portugal bislang offenbar niemand durch die Sicherheitsprüfung bekommen hat:

Arbeitet Cristiano Ronaldo noch für Portugal oder längst für die Zwischenreiche?

Portugiesische Fußballer und ihre Gegner starren fassungslos auf Cristiano Ronaldo, der mitten im Angriff wie eine steinerne Statue vor dem Tor steht.
Früher reichten Sonnencreme und Badeschuhe. Neuerdings nimmt man sicherheitshalber auch das kleine Strand-Bestiarium mit.

Die perfekte Tarnung trägt CR7-Unterwäsche

Ein guter Doppelagent muss Vertrauen genießen, Zugang zu wichtigen Bereichen besitzen und jeden Verdacht durch eine makellose Legende zerstreuen. Ronaldo erfüllt sämtliche Voraussetzungen.

Er trägt die Kapitänsbinde. Er darf jeden Freistoß ausmessen, als habe er ihn persönlich erfunden. Er besetzt den Strafraum, beansprucht die Aufmerksamkeit seiner Mitspieler und verschwindet nach dem Abpfiff zuverlässig, bevor jemand Fragen stellen kann.

Seine Tarnung ist nahezu perfekt: 143 Länderspieltore, fünf Ballon-d’Or-Auszeichnungen, zahllose Rekorde und mehrere Jahrzehnte öffentliche Oberkörperverwaltung. Wer sollte bei einem solchen Lebenslauf vermuten, dass tief im portugiesischen Angriff inzwischen das Amt für offensive Sabotage der Zwischenreiche sitzt?

Vertrauen ist gut, Ballkontakt wäre besser

Portugal spielte gegen den Kongo nicht einfach mit Ronaldo. Portugal war seinem Glauben an Ronaldo ausgeliefert.

Jeder Angriff musste zunächst am Denkmal vorbei. Jeder Laufweg wurde auf seine mögliche Verwertbarkeit für den großen Jubel geprüft. Wo ein Mitspieler frei stand, erschien Ronaldo. Wo Ronaldo bereits stand, erschien er vorsichtshalber noch einmal.

Thierry Henry brachte das Problem auf den sachlichen Kern: Die Mannschaft müsse treffen, nicht ein einzelner Spieler. Das ist im normalen Fußball ein hilfreicher Hinweis. Im Ronaldo-System grenzt es an Hochverrat.

Dort lautet die taktische Reihenfolge:

  1. Ronaldo muss treffen.
  2. Ronaldo möchte treffen.
  3. Ronaldo hätte treffen können.
  4. Irgendjemand anders hat das völlig falsche Zuspiel gewählt.
  5. Die Mannschaft hat Ronaldo enttäuscht.

Der Ball besitzt in diesem Modell ohnehin eine rein zeremonielle Funktion.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

Der Kongo durchschaute die Geheimoperation

Besonders heikel für die Zwischenreiche war die Reaktion des Gegners. Die kongolesischen Spieler gaben hinterher sinngemäß zu verstehen, besondere Angst vor Ronaldo habe nicht bestanden. Man wisse schließlich, dass er nicht mehr derselbe sei.

Das ist für einen Weltstar ungefähr so schmeichelhaft wie die Aussage eines Einbrechers, der Wachhund habe einen netten Abend auf der Decke verbracht.

Keine Sonderbewachung, keine Panik, kein taktischer Ausnahmezustand. Der Kongo behandelte Ronaldo wie ein historisches Gebäude: beeindruckend, weltbekannt und vor allem nicht mehr beweglich genug, um plötzlich die Straßenseite zu wechseln.

Operation Dauerkarte läuft seit zwanzig Jahren

Die WM 2026 ist kein Fußballturnier. Sie ist die Jahresversammlung ehemaliger Weltstars, die seit der WM 2006 auf ihre Ablösung warten.

Craig Gordon, 43 – Deckname „Dachboden“
Schottlands Torwart ist älter als das iPhone, Google Maps und Cristiano Ronaldos gesamte Bauchmuskulatur. Vermutlich wurde er nur nominiert, weil niemand mehr wusste, wem der Schließfachschlüssel gehört.

Cristiano Ronaldo, 41 – Deckname „Standbild Sieben“
Soll Portugals Strafraum von innen blockieren. Beim 1:1 gegen die DR Kongo: 25 Ballkontakte, kein Torschuss und anschließend Flucht durch den Kabinengang. Lehrbucharbeit.

Guillermo Ochoa, 40 – Deckname „Immer noch Ochoa“
Taucht seit 2006 alle vier Jahre bei einer WM auf und sieht dabei exakt gleich aus. Entweder Doppelagent oder mexikanischer Zeitzauberer. Beides verlangt eine Untersuchung.

Luka Modrić, 40 – Deckname „Das Uhrwerk“
War schon Mittelfeldspieler, als manche seiner Kollegen noch Ultraschallbilder waren. Bewegt sich weiterhin elegant, aber nur, weil die Zwischenreiche seine Gelenke nachts nachziehen.

Edin Džeko, 40 – Deckname „Letzte Bestellung“
Steht im Strafraum wie ein alter Tavernenwirt kurz vor Feierabend: kaum Bewegung, aber wehe, jemand stellt ihm noch einen Ball hin.

Manuel Neuer, 40 – Deckname „Wiedervorlage“
Trat aus der Nationalmannschaft zurück und erschien trotzdem wieder im deutschen WM-Tor. Das ist keine Rückkehr. Das ist eine fehlgeschlagene Austreibung.

Die Führungsoffiziere sitzen auf der Bank

Dick Advocaat, 78 – Leiter der Operation Abendrot
Trainiert Curaçao und verlor zum Auftakt 1:7 gegen Deutschland. Eine derart offene Sabotage gilt in den Zwischenreichen bereits als Geständnis. Advocaat ist außerdem 40 Jahre älter als Julian Nagelsmann. Beim Handschlag trafen sich Trainerbank und archäologische Grabungsstätte.

Miroslav Koubek, 74 – Referat Standards und Rheuma
Führt Tschechien mit der Ruhe eines Mannes, der schon taktische Tafeln kannte, als sie noch aus echtem Schiefer bestanden.

Hugo Broos, 74 – Abteilung Langzeitlagerung
Südafrikas Trainer war kurzzeitig der älteste WM-Coach aller Zeiten. Dann kamen Koubek und Advocaat. Innerhalb weniger Tage wurde aus einem Weltrekord ein Platz im Wartezimmer.

Messi hat ebenfalls die Seiten gewechselt

Lionel Messi wird während der WM 39 und gehört damit selbstverständlich ebenfalls zum Programm. Beim 3:0 gegen Algerien erzielte er allerdings alle drei Tore.

Die Zwischenreiche führen ihn deshalb nicht mehr als Doppelagenten, sondern als Überläufer.

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