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Florida hat seine Alligatoren exportiert
📰 Was ist los?
Mason Gooding und Emily Rudd übernehmen die Hauptrollen in Crawl 2. Alexandre Aja kehrt als Regisseur zurück und verlegt den Survival-Horror nach New York, wo nach einem Hurrikan Alligatoren durch Straßen und Kanalisation ziehen sollen. Die Dreharbeiten beginnen voraussichtlich noch im August in Ungarn.
🐛 Was denken wir?
Der Ortswechsel ist groß genug, um eine echte Fortsetzung zu rechtfertigen. Jetzt muss Aja nur verhindern, dass aus dem konzentrierten Survival-Horror des Originals ein beliebiger Großstadt-Monsterfilm wird. Eine überflutete New Yorker Kanalisation mit Alligatoren besitzt jedenfalls genügend schlechte Entscheidungen für neunzig Minuten.
🐊 Crawl 2 flutet New York: Alexandre Aja scheucht seine Alligatoren in die Kanalisation
Florida war offenbar nur das Aufwärmbecken. Crawl 2 verlegt Alexandre Ajas Alligator-Horror nach New York City und schickt die gefräßigen Reptilien nach einem Hurrikan durch Straßen und Kanalisation. Mit Mason Gooding und Emily Rudd stehen nun auch die beiden Hauptdarsteller fest, während Aja erneut Regie führt. Die Dreharbeiten sollen noch im August beginnen.

© Fantasykosmos / KI-generiert / manuell nachgearbeitet
Damit nimmt die seit 2024 geplante Fortsetzung endlich konkrete Form an. Der erste Crawl sperrte Kaya Scodelario und Barry Pepper während eines gewaltigen Sturms in einem überfluteten Haus in Florida ein. Teil zwei vergrößert die Spielfläche erheblich: Diesmal soll gleich eine Metropole unter Wasser geraten. Für Alligatoren ist das eine bemerkenswerte Karriereentwicklung. Für die New Yorker Kanalisation eher nicht.
🌊 Aus dem Keller wird diesmal eine ganze Stadt
Die Grundidee bleibt angenehm unkompliziert. Ein Hurrikan trifft New York, Wasser überschwemmt Teile der Stadt und Alligatoren tauchen dort auf, wo sie eindeutig nicht hingehören. Laut aktuellem Produktionsstand sollen die Tiere sowohl auf den Straßen als auch in der Kanalisation unterwegs sein. Welche Figuren Gooding und Rudd genau spielen, wird noch nicht verraten.
Gerade der Ortswechsel könnte der Fortsetzung guttun. Crawl funktionierte 2019 stark über seine Enge: steigendes Wasser, ein Haus, kaum Fluchtwege und Tiere, die im eigenen Element erheblich schneller waren als ihre menschliche Beute. New York bietet nun ein ganz anderes Spielzeugregal – U-Bahn-Schächte, Tunnel, Keller, überflutete Straßenzüge und Hochhäuser, deren Eingänge bei ausreichend Wasser plötzlich sehr viel weniger beruhigend wirken.
Entscheidend wird sein, ob Aja diese größere Kulisse wieder so präzise nutzt wie den engen Schauplatz des Originals. Ein Alligator in einem Keller ist sofort ein Problem. Zehn Alligatoren auf dem Times Square wären dagegen noch lange kein besserer Film, nur ein erheblich schlechterer Tag für den Tourismus.
🔪 Mason Gooding bringt reichlich Horror-Erfahrung mit
Mason Gooding kennt das Genre inzwischen ausgesprochen gut. Er gehört seit Scream von 2022 als Chad Meeks-Martin zum modernen Ensemble der Slasher-Reihe und war zuletzt erneut in Scream 7 zu sehen. Weitere Horror- und Thrillererfahrung sammelte er unter anderem mit Heart Eyes, Y2K und Fall.
Emily Rudd bringt ihrerseits Genreerfahrung aus der Fear Street-Reihe mit und ist einem breiten Publikum vor allem als Nami aus Netflix’ One Piece bekannt. Zudem gehört sie zum Ensemble des Survival-Thrillers Whalefall.
Das Duo passt damit ziemlich gut zu einem Film, dessen Rollenbeschreibung vermutlich irgendwo zwischen „sehr viel rennen“ und „bitte nicht ins Wasser fallen“ beginnt. Ob beide ein Paar, Geschwister, Freunde oder einfach zwei Menschen mit demselben katastrophalen Wetterbericht spielen, ist noch offen.
🎬 Alexandre Aja bleibt seinem schlimmsten Wetter treu
Auch hinter der Kamera bleibt der wichtigste Name erhalten. Alexandre Aja inszenierte bereits den ersten Film und arbeitet diesmal zusätzlich am Drehbuch mit. Beteiligt sind außerdem Gregory Levasseur, Jason Harry Pagan und Andrew Deutschman. Produziert wird unter anderem erneut von Sam Raimi, Craig Flores und Aja.
Die Rückkehr des Regisseurs ist wichtiger als bloße Franchise-Kontinuität. Crawl lebte davon, dass Aja den Tierhorror erstaunlich ernst behandelte. Die Alligatoren waren keine ironischen Monster für einen Trashfilm, sondern eine physische Gefahr innerhalb eines klaren Survival-Szenarios. Genau dieser Ton dürfte auch darüber entscheiden, ob das New Yorker Konzept funktioniert oder irgendwann unfreiwillig nach Sharknado mit besseren Zähnen aussieht.
Der erste Film hatte dafür gute Argumente geliefert: Mit einem Budget von rund 14 Millionen Dollar spielte Crawl weltweit etwa 91,5 Millionen Dollar ein. Für Paramount war das ein ausgesprochen profitables Verhältnis zwischen Produktionskosten und Anzahl verlorener Gliedmaßen.
🗽 New York entsteht fürs Erste in Ungarn
Die Produktion soll noch im August 2026 beginnen. Gedreht wird in Ungarn, obwohl die Handlung in New York spielt. Ein ungewöhnlicher Schritt ist das keineswegs; schon der erste Crawl entstand größtenteils in aufwendig gefluteten Sets in Serbien.
Gerade bei einem Film, der Teile einer Großstadt unter Wasser setzen möchte, besitzt ein kontrolliertes Studiogelände gewisse Vorteile. Manhattan tatsächlich zu fluten, nur damit Alexandre Aja einen Alligator vernünftig ausleuchten kann, dürfte selbst für Paramount etwas schwer durch die Versicherung zu bekommen sein.
Einen Kinotermin nennt das Studio bislang nicht. Ein Start im Jahr 2027 wäre angesichts des geplanten Drehbeginns denkbar, bleibt derzeit aber eine Schlussfolgerung und keine offizielle Ankündigung.
🐊 Größer muss diesmal auch gefährlicher bedeuten
Crawl 2 besitzt damit eine erstaunlich klare Ausgangslage: neuer Cast, alter Regisseur, neue Stadt und dieselbe biologische Grundregel – Menschen schwimmen deutlich schlechter, wenn hinter ihnen ein Alligator schwimmt.
Das größere Setting darf nun nicht zum Selbstzweck werden. Der erste Teil bewies, wie effektiv ein kleiner Tierhorrorfilm sein kann, wenn Wasserstand, Raum und Fluchtwege ständig gegeneinander arbeiten. New York eröffnet Aja deutlich mehr Möglichkeiten, nimmt ihm aber gleichzeitig die Klaustrophobie des Originals.
Wenn ihm gelingt, die Stadt in viele kleine tödliche Fallen zu zerlegen, könnte die Fortsetzung genau die richtige Erweiterung finden.
Und falls jemand in Manhattan demnächst behauptet, aus dem Gully sei ein Alligatorgeräusch gekommen, gilt erstmals eine beruhigende Erklärung: Kann nicht sein, denn Paramount dreht gerade in Ungarn.






