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Vier Relikte mit problematischer Rückgabepolitik
📰 Was ist los?
DreadXP und Games From The Abyss haben CONCRETE BURIAL angekündigt. Das kurze First-Person-Horrorspiel erscheint am 17. September für PC und schickt einen Ritter des Crimson Clan auf die Suche nach vier Wunschrelikten in eine uralte Krypta.
🐛 Was denken wir?
Ritter, Krypta und eine Waffe mit Blutbedarf sind für so ein kleines Spiel bereits eine erfreulich präzise Horrorgrundlage. Bei Relikten, die angeblich jeden Wunsch erfüllen, würden wir allerdings grundsätzlich zuerst das Kleingedruckte suchen.
🪦 Unten wartet ein Wunsch – und die Waffe will Blut: CONCRETE BURIAL öffnet seine Krypta
Es gibt vermutlich vernünftigere Methoden, sich einen Wunsch erfüllen zu lassen. Man könnte eine Münze in einen Brunnen werfen, eine Sternschnuppe abpassen oder wenigstens vorher prüfen, weshalb vier sagenumwobene Relikte ausgerechnet tief in einer uralten Krypta versteckt wurden. Der Ritter aus CONCRETE BURIAL hat sich für die weniger bürokratische Variante entschieden.

DreadXP und Games From The Abyss haben das kurze First-Person-Horrorspiel angekündigt, das bereits am 17. September für PC erscheint. Ein Ritter des Crimson Clan steigt darin in eine gewaltige unterirdische Anlage hinab, um vier Artifacts of Desire zu bergen. Wer sie alle besitzt, soll einen Wunsch erhalten, dem sich offenbar selbst das Schicksal nicht widersetzen kann. Dass der Weg dorthin angenehm wird, hat selbstverständlich niemand versprochen.
🕯️ Vier Relikte tief unter der Erde
Die Ausgangslage besitzt angenehm wenig Schnörkel. Eine alte Legende erzählt von vier Relikten. Der Ritter will sie. Die Relikte liegen in einer labyrinthartigen Krypta. Also geht es nach unten.
Damit benutzt CONCRETE BURIAL einen der zuverlässigsten Motoren der Dark Fantasy: Ein Schatz verspricht ungeheure Macht, während sein Aufbewahrungsort bereits sehr deutlich darauf hinweist, dass frühere Besitzer möglicherweise Einwände gegen eine Abholung haben.
Der kurze Umfang dürfte diesem Ansatz sogar entgegenkommen. DreadXP beschreibt das Spiel ausdrücklich als kompakten First-Person-Horror. Statt einer riesigen Welt mit Kartenmarkierungen, Handwerksbänken und einer dringenden Nebenquest zur Beschaffung von zwölf Heilkräutern konzentriert sich alles auf den Abstieg, die Relikte und die Frage, was in den Tiefen auf den Ritter wartet.
Manchmal braucht eine Krypta schließlich keinen Saisonpass. Eine verschlossene Tür reicht vollkommen.
🩸 Hinab zu den vier Relikten
Der Ankündigungstrailer zu CONCRETE BURIAL führt den Ritter in die unterirdische Krypta und zeigt den kompakten First-Person-Horror von Games From The Abyss. Vier Relikte sollen dort einen Wunsch erfüllen. Dass die eigene Waffe ebenfalls Wünsche entwickelt, erleichtert die Expedition vermutlich nicht.
🩸 Das Schwert hat ebenfalls Bedürfnisse
Der eigentliche Haken steckt allerdings in der Bewaffnung. Der Ritter trägt eine Waffe, die Blut konsumiert.
Damit wird aus dem üblichen Verhältnis zwischen Held und Schwert schnell etwas deutlich Ungemütlicheres. Die Waffe hilft ihrem Besitzer, sich durch die Krypta zu kämpfen, entwickelt dabei jedoch einen Bedarf, der mit zunehmender Tiefe kaum beruhigender werden dürfte.
Gerade für ein kurzes Horrorspiel ist das eine starke Idee. Ein Schwert ist normalerweise Sicherheit. Man hält sich daran fest, wenn im Dunkeln etwas näherkommt. Sobald dieses Schwert selbst etwas von seinem Besitzer oder dessen Gegnern verlangt, verschiebt sich das Verhältnis. Plötzlich trägt der Ritter einen Schutzgegenstand mit Appetit. Das ist im Waffenregal grundsätzlich eine schlechte Entwicklung.
⚰️ Kleine Spiele dürfen sehr tief fallen
CONCRETE BURIAL scheint ohnehin wenig Interesse daran zu haben, seinen Horror besonders höflich anzukündigen. Ritterrüstung, unterirdische Grabstätten, vier Wünsche versprechende Artefakte und eine blutgebundene Waffe liefern auf Anhieb genug Material für eine ausgesprochen dreckige Mischung aus Horror und Dark Fantasy.
Entwickler Games From The Abyss kennt diese Ecke. Das Studio steckt auch hinter The Lacerator, einem Survival-Horrorspiel, das Körperverlust gleich zur Spielmechanik machte. Subtile Wellnessprogramme gehören dort also offenbar nicht zum Firmenprofil.
Interessant wird deshalb vor allem, wie stark CONCRETE BURIAL seinen kurzen Umfang nutzt. Horror muss keine zwanzig Stunden dauern. Gerade kleine Projekte können sich erlauben, eine einzige unangenehme Idee zu nehmen und sie so lange anzuziehen, bis der Spieler dringend wieder Tageslicht möchte.
Am 17. September öffnet sich die Krypta auf Steam.
Ob die vier Relikte am Ende tatsächlich jeden Wunsch erfüllen, bleibt abzuwarten.
„Ich möchte hier wieder raus“ wäre jedenfalls ein vernünftiger erster Versuch.




