Conan der Barbar: Prime Video entwickelt Animationsserie von Genndy Tartakovsky

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Conan erklärt nicht, Conan schlägt zu

📰 Was ist los?
Prime Video entwickelt eine Animationsserie zu Conan der Barbar. Produziert wird das Projekt gemeinsam mit Cartoon Network Studios. Genndy Tartakovsky übernimmt als Showrunner und ausführender Produzent. Inhaltlich dreht sich die Serie um Conan, Bêlit, dunkle Magie, Götter, Schicksal und Tod. Das Projekt befindet sich noch in früher Entwicklung.

🐛 Was denken wir?
Kaum zu fassen: Conan und Tartakovsky passen fast unverschämt gut zusammen: archaische Gewalt, mythische Bilder, wenig Gelaber, viel Wucht. Wenn Prime Video hier nicht den Streaming-Weichspüler auspackt, könnte das genau die Sword-&-Sorcery-Serie werden, die das Genre uns seit Jahren schuldet.

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⚔️ Conan der Barbar: Prime Video entwickelt Animationsserie von Genndy Tartakovsky

Manche Fantasyfiguren kommen nie wirklich zurück, weil sie nie richtig weg waren. Conan der Barbar gehört zu dieser Sorte Urgestein, das nicht nostalgisch wirkt, sondern eher so, als hätte es die Nostalgie mit einer Axt vom Thron geholt. Jetzt entwickelt Prime Video eine Animationsserie zu Robert E. Howards großem Sword-&-Sorcery-Barbaren – und der wichtigste Name dabei ist kein Streaming-Manager, sondern Genndy Tartakovsky.

Ein muskulöser barbarischer Krieger steht mit Schwert vor einer dunklen Küste, während eine Piratenkönigin und finstere Magie im Hintergrund erscheinen.

Das ist der Mann hinter Samurai Jack und Primal. Also nicht gerade jemand, der Gewalt, Mythos, Schweigen, Bewegung und archaische Wucht wie eine PowerPoint-Präsentation behandelt. Genau deshalb klingt diese Meldung so stark. Conan braucht keine weichgekochte Prestige-Fantasy mit höfischem Dauergeflüster. Conan braucht Muskeln, Schatten, Blut, Götter, Ruinen, dunkle Magie und Bilder, die aussehen, als wären sie aus Bronze, Rauch und bedenklich schlechter Laune gegossen.

🩸 Der Barbar bekommt den richtigen Zeichnergott

Tartakovsky und Conan wirken auf dem Papier wie eine dieser Kombinationen, bei denen man sich fragt, warum sie nicht längst passiert ist. Primal war im Grunde schon ein Bewerbungsschreiben mit Keule: fast wortlos, brutal, mythisch, voller Körperlichkeit und archaischer Bildsprache. Genau diese Sprache passt zu Conan besser als jede glattpolierte Dialogserie.

Sword & Sorcery lebt nicht davon, dass Figuren zwölf Minuten über Abstammungslinien reden. Es lebt von unmittelbarer Gefahr, fremden Kulten, verfluchten Städten, riesigen Schatten an Tempelwänden und Helden, die nicht lange erklären, warum ein Dämon gerade ein Problem ist. Tartakovsky versteht diese Direktheit. Seine besten Arbeiten erzählen über Silhouetten, Rhythmus, Körper und Stille. Für Conan ist das keine Stilfrage, sondern fast schon Überlebensbedingung.

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🏴‍☠️ Bêlit, Liebe und dunkle Magie

Inhaltlich setzt die geplante Serie bei einer der berühmtesten Conan-Konstellationen an: Bêlit, der Piratenkönigin. Conan findet in ihr seine große Liebe – und muss sich gegen Götter, Schicksal, Tod und dunkle Magie stemmen, um sie und die Welt zu retten.

Das ist vielversprechend, weil Bêlit mehr ist als romantisches Beiwerk. Sie gehört zu den großen Figuren der klassischen Conan-Mythologie: wild, königlich, gefährlich, tragisch. Wenn die Serie hier wirklich ansetzt, bekommt sie sofort mehr Gewicht als ein einfacher „Barbar haut Monster“-Plot. Dann geht es um Liebe, Verlust, Begehren, Fluch und die Frage, wie weit ein Mann geht, der zwar Könige verachtet, aber dem Schicksal trotzdem nicht entkommt.

Und genau das ist der gute Stoff: Conan als Mythos, nicht als Muskelwitz.

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🐍 Sword & Sorcery braucht wieder Dreck unter den Fingernägeln

Fantasy im Streaming-Zeitalter hat oft ein Problem: Sie sieht teuer aus, fühlt sich aber manchmal erstaunlich keimfrei an. Rüstungen glänzen, Paläste glimmen, Magie wird ordentlich farbcodiert, und irgendwo sitzt ein Rat, der die Handlung in Tabellenform verhandelt.

Conan der Barbar funktioniert anders. Diese Welt muss nach Staub, Leder, Eisen, Blut, Meerwasser, Weihrauch und verbrannten Opferstätten riechen. Sie braucht alte Götter, denen man nicht vertraut, Priester, denen man noch weniger vertraut, und Magie, die nicht wie ein Talentbaum wirkt, sondern wie etwas, das man besser nicht berührt hätte.

Eine Animationsserie kann genau das leisten. Sie ist nicht an realistische Sets gebunden, nicht an digitale Drachenbudgets, nicht an Schauspieler, die in schweren Kostümen würdevoll durch Kiesgruben stapfen müssen. Animation kann Howards Welt größer, wilder und fremder machen – wenn sie den Mut hat, nicht brav zu sein.

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🗡️ Noch früh, aber verdammt reizvoll

Wichtig bleibt: Das Projekt ist noch in früher Entwicklung. Es gibt keinen Starttermin, kein fertiges Serienmaterial und keinen Trailer. Erste Animatics oder Testanimationen sind offenbar frühestens in den kommenden Jahren zu erwarten. Das ist also keine „kommt nächste Woche“-Meldung, sondern ein starker Entwicklungs-Haken.

Aber als Signal ist das groß. Prime Video, Cartoon Network Studios, Genndy Tartakovsky, Bêlit und Conan – das ist für Fantasykosmos ziemlich nah an einem frisch geschärften Schwert auf dem Redaktionstisch. Wenn daraus wirklich eine Serie mit der Wucht von Primal und der düsteren Romantik von Queen of the Black Coast wird, könnte Conan der Barbar im Animationsformat genau das bekommen, was ihm seit Jahren fehlt: eine Form, die seiner rohen, mythischen Kraft gewachsen ist.

Parodie auf eine Fantasy-Parfumwerbung: Ein selbstzufriedener goblinartiger Mann in Lederjacke und offenem weißen Hemd sitzt an einer steinernen Küste, während im Hintergrund ein Drache einen Hafen angreift. Rechts steht eine dunkle Parfumflasche mit dem Namen „WRATH“, davor der Slogan „Live Bold. Reek of Destiny.“ vor einer sonnigen Küstenlandschaft mit Meer, Bergen und Rauch.
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