Odin lässt das Schicksal würfeln: Chosen by Odin verbindet Koop-RPG und Roguelite

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Odin verteilt seine Segen nicht einfach so

📰 Was ist los?
Bedtime Digital Games hat Chosen by Odin für Xbox Series X|S und PC angekündigt. Bis zu drei Spieler ziehen durch nordische Reiche, bekämpfen Ragnarök-Kulte und bauen ihre Figuren über Blessings, göttliche Kräfte und gemeinsam geworfene Fate Dice auf.

🐛 Was denken wir?
Nordische Roguelites gibt es inzwischen genug; die gemeinsame Würfelmechanik macht diesen Kandidaten interessant. Dass sämtliche Teamwürfel denselben Upgrade-Pool verändern und anschließend um die besten Segnungen gedraftet wird, könnte tatsächlich für Koop-Entscheidungen sorgen, die über bloßes gemeinsames Monsterkloppen hinausgehen.

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🎲 Odin lässt das Schicksal würfeln: Chosen by Odin verbindet Koop-RPG und Roguelite

Odin braucht offenbar wieder Krieger. Dieses Mal reicht es allerdings nicht, einfach eine möglichst große Axt einzupacken und auf Ragnarök zu hoffen. In Chosen by Odin entscheidet ausgerechnet ein Beutel voller selbst geschmiedeter Würfel darüber, welche göttlichen Kräfte eine Gruppe auf ihrem nächsten Zug durch die neun Welten erhält.

Mehrere von Odin erwählte Krieger kämpfen gemeinsam gegen Gegner in einer düsteren nordischen Fantasylandschaft.
Bis zu drei Krieger ziehen in Chosen by Odin gemeinsam gegen die Kulte von Ragnarök, ihre Builds werden dabei vom Schicksal und einem ganzen Beutel Würfel bestimmt. © Bedtime Digital Games

Bedtime Digital Games hat sein neues nordisch-mythologisches Action-RPG bei der gamescom enthüllt. Chosen by Odin entsteht für Xbox Series X|S und PC und lässt wahlweise einen einzelnen Krieger oder bis zu drei Spieler gemeinsam gegen die Kulte von Ragnarök antreten. Einen Erscheinungstermin gibt es noch nicht.

Der erste Blick zeigt zwar reichlich Äxte, Magie und Monsterhorden, interessanter ist aber das System dahinter. Handgebaute Quests treffen auf zufällige Ereignisse, permanente Verbesserungen in Walhall auf wechselnde Builds – und vor jedem neuen Segen wirft ausgerechnet die ganze Gruppe ihre Schicksalswürfel gemeinsam auf den Tisch.

⚡ Durch die neun Welten, bevor alles überrannt wird

Jeder Durchlauf führt in eines der nordisch geprägten Reiche, in denen Ragnarök-Kulte bekämpft und bestimmte Hauptaufgaben erfüllt werden müssen. Die eigentlichen Quests werden von Hand gestaltet, während Nebenereignisse, versteckte Belohnungen und weitere Begegnungen variieren sollen. Dadurch möchte Bedtime Digital einen Mittelweg zwischen vollständig zufällig erzeugten Roguelite-Karten und klassischen, fest inszenierten Missionen finden.

Während einer Expedition steigt gleichzeitig der Druck. Die Gruppe kann weitere Bereiche durchsuchen und auf bessere Beute hoffen oder sich auf das eigentliche Ziel konzentrieren und rechtzeitig verschwinden. Wartet sie zu lange, ziehen immer größere Gegnerhorden auf.

Daraus entsteht das bekannte Risk-and-Reward-Prinzip, nur mit einem ziemlich passenden mythologischen Rahmen: Die Krieger sind bereits von Odin ausgewählt worden, aber das bedeutet offenbar noch lange nicht, dass sie jeden Ausflug heil überstehen müssen.

🎬 Odin sucht drei neue Krieger

Der Reveal-Trailer stellt Chosen by Odins Mischung aus nordischer Mythologie, Koop-Action und würfelgesteuerten Roguelite-Builds vor.

🎲 Drei Spieler werfen ihr Schicksal auf denselben Tisch

Der ungewöhnlichste Einfall steckt in den Fate Dice. Diese Würfel werden zwischen den Durchläufen hergestellt und in einem persönlichen Würfelbeutel zusammengestellt. Während einer Expedition entscheiden sie mit darüber, welche Verbesserungen entstehen.

Bei einem Blessing-Draft werden die Würfel aller beteiligten Spieler gemeinsam geworfen. Das Ergebnis verbessert und verändert einen gemeinsamen Pool möglicher Segnungen. Anschließend wählen die Spieler reihum aus, was am besten zum eigenen Build passt.

Dadurch entsteht eine kleine taktische Gemeinheit, die für Koop interessant werden könnte. Die perfekte, durch mehrere Würfel verstärkte Fähigkeit liegt vielleicht vor einem selbst – wäre für den Zauberer oder Schildkämpfer in der Gruppe aber noch wertvoller. Dann muss entschieden werden, ob man den eigenen Build optimiert oder das stärkere Gesamtteam baut.

Mehr als 50 Blessings sind geplant, ergänzt durch sechs unterschiedliche göttliche Patron Powers mit eigenen Ausbauwegen. Bedtime Digital spricht zudem von mehr als 10.000 möglichen Würfelvariationen. Wenn dieses System tatsächlich genügend unterschiedliche Kombinationen erzeugt, könnte jeder Durchlauf schon vor dem ersten Axthieb eine eigene Richtung bekommen.

🪓 Axt, Schild oder göttliche Verwüstung

Gekämpft wird mit unterschiedlichen Kriegern, die jeweils eigene Spielstile und Upgrades besitzen. Das bisherige Material zeigt unter anderem geworfene Äxte, Schildangriffe und mächtige Zauber. Die Charaktere sollen sich im Koop ergänzen, ohne dass das Spiel ausschließlich auf Gruppen ausgelegt ist: Wer allein spielen möchte, kann Chosen by Odin auch offline absolvieren.

Das Action-RPG-Gerüst verbindet sich dabei mit klassischer Roguelite-Progression. Ein Build entsteht innerhalb eines Durchlaufs aus Blessings, Patron Powers und den Ergebnissen der Fate Dice, während bestimmte Fortschritte dauerhaft erhalten bleiben.

Genau an dieser Stelle unterscheidet sich das Spiel von einem gewöhnlichen Koop-Hack-and-Slash. Die Gruppe entscheidet nicht lediglich, welcher Charakter welche Ausrüstung bekommt. Schon die Auswahl neuer Fähigkeiten wird zu einem gemeinsamen Draft, dessen Ausgang man über die mitgebrachten Würfel vorher beeinflusst.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🏛️ Walhall ist Werkstatt statt Endstation

Wer seine Ressourcen sicher nach Hause bringt, landet wieder in Walhall. Dort werden neue Schicksalswürfel geschmiedet, der eigene Würfelbeutel verändert und Werte sowie Fähigkeiten dauerhaft verbessert. Zusätzlich nennt Bedtime Digital Soul Levels und individuelle Warrior-Upgrades als weitere Ebenen der Meta-Progression.

Von dort geht es anschließend in schwierigere Reiche oder besondere Bossquests. Walhall ist damit kein bloßes Menü zwischen zwei Runs, sondern der Ort, an dem die langfristige Entwicklung des eigenen Kriegers organisiert wird.

Das passt auch thematisch überraschend gut. Während andere Spiele Walhall als große Belohnung am Ende einer Wikingerreise behandeln, benutzt Chosen by Odin es als Basislager. Tod, Rückkehr und der nächste Versuch gehören ohnehin zusammen – dann kann man zwischen zwei Weltuntergängen auch gleich noch ein paar neue Würfel schmieden.

🌩️ Nordische Mythologie braucht inzwischen mehr als einen Hammer

Der nordische Rahmen ist im Spielebereich längst kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Odin, Ragnarök und die neun Welten haben in den vergangenen Jahren ausreichend Bildschirmzeit bekommen, um allein damit kaum noch Neugier auszulösen.

Gerade deshalb ist das Fate-Dice-System für Chosen by Odin so wichtig. Bedtime Digital versucht nicht nur, bekannte Mythologie mit einem weiteren Action-RPG zu verbinden, sondern hängt die Charakterentwicklung an eine Mechanik, die Zufall und Teamentscheidung unmittelbar miteinander verschränkt.

Ob daraus tatsächlich spannende gemeinsame Builds entstehen oder irgendwann nur ein weiterer Optimierungspfad zwischen zwei Monsterhorden wird, muss sich noch zeigen. Einen Termin gibt es schließlich noch nicht, und selbst der Playtest auf Steam funktioniert momentan nur über eine Zugangsanfrage.

Der erste Eindruck besitzt aber eine klare eigene Handschrift. Odin bestimmt, wer kämpfen muss. Welche Segnungen daraus entstehen, würfelt diesmal die Gruppe selbst aus.

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