Children of Blood and Bone: Fantasy mit Zorn im Blut

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Orïsha zieht in den Kinokrieg

📰 Was ist los?
Paramount hat auf der CinemaCon erstes Material aus Children of Blood and Bone gezeigt. Der Film adaptiert den ersten Band von Tomi Adeyemis Fantasy-Trilogie, wird von Gina Prince-Bythewood inszeniert und bringt Thuso Mbedu, Amandla Stenberg, Tosin Cole, Damson Idris, Chiwetel Ejiofor, Viola Davis, Cynthia Erivo, Lashana Lynch und Idris Elba auf die Leinwand.

🐛 Was denken wir?
Das ist einer der wenigen aktuellen Fantasy-Stoffe, bei denen „groß“ nicht sofort nach Wiederholung riecht. Wenn der Film seine Wut, Magie und politische Schärfe nicht weichspült, könnte daraus mehr werden als das nächste hübsche Franchise-Versprechen.

🔥 Children of Blood and Bone: Fantasy mit Zorn im Blut

Der nächste große Fantasy-Anlauf fürs Kino kommt nicht aus Hogwarts, Narnia oder Mittelerde, sondern aus Orïsha. Auf der CinemaCon wurde erstes Material zu Children of Blood and Bone gezeigt, der Verfilmung von Tomi Adeyemis Bestseller Children of Blood and Bone: Goldener Zorn. Regie führt Gina Prince-Bythewood, Thuso Mbedu spielt Zélie, der US-Kinostart ist für 15. Januar 2027 gesetzt; in Deutschland wird aktuell der 14. Januar 2027 genannt.

🩸 Kein Zauberschul-Ausflug, sondern ein verzweifelter Aufstand

Children of Blood and Bone spielt im fiktiven Königreich Orïsha, in dem Magie einst zum Leben gehörte, bis König Saran sie brutal aus der Welt drängte. Im Zentrum steht Zélie Adebola, eine junge Maji, die unter der Unterdrückung des Regimes lebt und zur Kriegerin ausgebildet wurde. Als sie auf Prinzessin Amari trifft, beginnt eine Reise, die nicht bloß ein Artefakt sichern, sondern die Magie selbst zurückbringen soll.

Das ist wichtig, weil der Stoff nicht nur auf Zauberbilder setzt. Hier geht es um Macht, Verlust, Verfolgung und die Frage, wem eine Welt gehört, wenn ihre Herrscher die Erinnerung an das Wunder auslöschen wollen. Goldener Zorn war als Roman nie bloß dekorative Young-Adult-Fantasy mit hübschem Weltbau. Das Buch hatte Feuer im Bauch. Der Film muss genau dieses Feuer bewahren.

⚔️ Gina Prince-Bythewood ist die richtige Ansage

Dass Gina Prince-Bythewood den Film inszeniert, ist keine Nebensache. Nach The Woman King und The Old Guard weiß sie, wie man Körper, Kampf und Emotion miteinander verbindet, ohne daraus bloß Turnübungen in Kostümrüstung zu machen. Für Children of Blood and Bone ist das entscheidend, weil die Geschichte Action braucht, aber nicht zur reinen Effektparade verkommen darf.

Laut Berichten vom CinemaCon-Material setzt der Trailer stark auf Kampf, Magie und die Spannung zwischen Zélie und Inan, dem Kronprinzen, der sie zunächst verfolgen soll, aber sichtbar mit dem Erbe seines Vaters ringt. Eine besonders große Szene zeigt Zélie offenbar beim Zurückgewinnen ihrer Magie und beim Heraufbeschwören der Toten. Genau das klingt nach jener Art Fantasy, die nicht höflich um Erlaubnis bittet, sondern die Tür auftritt.

Children of Blood and Bone zeigt eine junge Maji-Kriegerin in Orïsha, umgeben von Magie, Ahnengeistern und aufziehendem Aufstand.

👑 Dieser Cast ist kein Nebenargument

Auch die Besetzung liest sich nicht wie ein vorsichtiger Studiozettel, sondern wie ein klares Signal. Thuso Mbedu als Zélie ist ein starker Mittelpunkt, Amandla Stenberg spielt Amari, Damson Idris übernimmt Inan, Tosin Cole ist Tzain. Dazu kommen Namen wie Chiwetel Ejiofor als König Saran, Viola Davis als Mama Agba, Cynthia Erivo, Lashana Lynch und Idris Elba.

Das ist nicht automatisch ein Qualitätsbeweis. Aber es zeigt, dass Paramount diesen Film nicht als kleine Genre-Wette behandelt. Children of Blood and Bone soll offensichtlich groß werden. Die spannende Frage ist nur, ob diese Größe aus der Geschichte selbst wächst oder ob sie am Ende über den Stoff gelegt wird wie ein schwerer Mantel. Gerade dieser Roman braucht keine leere Monumentalität. Er braucht Druck, Schmerz, Rhythmus und Figuren, denen man ihre Entscheidungen abnimmt.

🌍 Orïsha darf kein zweites Hogwarts werden

Der unvermeidliche Fehler wäre, Children of Blood and Bone als „das neue Harry Potter“ verkaufen zu wollen. Ja, Tomi Adeyemi hat selbst über Einflüsse gesprochen, und ja, der Film wird in einem Markt starten, in dem Narnia, Harry Potter und diverse bekannte Fantasy-Marken wieder laut werden. Aber Orïsha funktioniert nicht als Kopie westlicher Zaubermythen. Der Reiz liegt gerade darin, dass dieser Stoff aus westafrikanisch inspirierten Bildern, politischer Wut und klassischer Abenteuerstruktur etwas Eigenes macht.

Wenn Paramount klug ist, wird der Film nicht versuchen, allen bekannten Fantasy-Erwartungen gleichzeitig zu gefallen. Er muss nicht der nächste Schulzauber, nicht der nächste Thronkrieg und nicht der nächste Auserwählten-Baukasten sein. Er muss Orïsha sein: gefährlich, farbig, spirituell, brutal, lebendig.

🪓 Unser Fazit: Das könnte wirklich einschlagen

Children of Blood and Bone ist eine der spannendsten kommenden Fantasy-Adaptionen, weil der Stoff nicht nach bloßer Markenpflege klingt. Hier gibt es eine klare Welt, einen starken Konflikt, einen wütenden Kern und eine Regisseurin, die Action nicht nur als Lärm versteht. Das ist mehr, als viele aktuelle Fantasy-Projekte auf Anhieb vorweisen können.

Natürlich kann auch dieser Film scheitern. Er kann zu glatt werden, zu erklärfreudig, zu sehr auf Franchise-Start getrimmt. Aber der erste Eindruck vom CinemaCon-Material klingt nach einer Verfilmung, die verstanden hat, dass Magie hier nicht Zuckerstaub ist, sondern Widerstand. Und genau deshalb schauen wir da sehr genau hin.

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