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Orïsha geht ohne seine Schöpferin ins Kino
📰 Was ist los?
Tomi Adeyemi erklärte, sie habe das Set der Verfilmung von Children of Blood and Bone hyperventilierend und weinend verlassen. Die Folgen seien so schwer gewesen, dass sie den fertigen Film niemals ansehen wolle. Was den Konflikt auslöste, legte sie weiterhin nicht offen.
🐛 Was denken wir?
Diese Aussagen lassen sich kaum unter gewöhnlichen kreativen Differenzen abheften. Gleichzeitig fehlen die Informationen, um Verantwortlichkeiten zu beurteilen. Der einzig faire Umgang besteht darin, Adeyemis geschilderte Erfahrung ernst zu nehmen und die Leerstellen nicht mit Gerüchten zu füllen. Für eine Verfilmung, die der Welt einer lebenden Schriftstellerin ihre größtmögliche Bühne geben soll, ist deren vollständiger Rückzug ein tiefer Riss, den auch der eindrucksvollste Trailer nicht unsichtbar macht.
🎬 Children of Blood and Bone bringt Orïsha ins Kino: Warum seine Schöpferin den Film niemals sehen will
Orïsha erreicht im Januar 2027 die große Leinwand. Die Frau, die diese Welt erschaffen und am Drehbuch mitgeschrieben hat, wird den fertigen Film voraussichtlich nie sehen. Tomi Adeyemi hat ihren schweren Konflikt mit der Verfilmung von Children of Blood and Bone erneut öffentlich gemacht. In einem emotionalen Video erklärte die Schriftstellerin, sie habe das Set ihrer eigenen Romanadaption hyperventilierend und weinend verlassen. Nach ihrer Rückkehr in die USA habe sie unter starken körperlichen Schmerzen und zahlreichen Panikattacken gelitten.
Die Erfahrung sei so schwerwiegend gewesen, dass für sie bereits damals feststand, den Film niemals anzusehen. Adeyemi bezeichnete die Verfilmung als die schlimmste Sache, die sie je habe durchstehen müssen.

🛑 Adeyemi zieht eine endgültige Grenze
Nach eigenen Angaben versucht Adeyemi seit rund anderthalb Jahren, die Erlebnisse hinter sich zu lassen. Verantwortliche auf höchster Ebene seien über ihre Situation informiert worden. Eine Verbesserung habe es aus ihrer Sicht nicht gegeben. Stattdessen fühle sie sich hinter den Kulissen weiterhin angegriffen.
Was am Set konkret geschah, führte Adeyemi bewusst nicht aus. Sie nannte weder einen bestimmten Vorfall noch verantwortliche Personen. Öffentlich belegt ist deshalb allein ihre Schilderung der Folgen und ihres Zusammenbruchs beim Verlassen des Sets.
Bereits Anfang Juli hatte Adeyemi erklärt, ihren Namen von der Verfilmung trennen zu wollen. Damals veröffentlichte sie Ausschnitte aus Nachrichten, die einen vollständigen Kontaktabbruch mit Amandla Stenberg zeigten. Die Schauspielerin verkörpert Prinzessin Amari. Der vorausgegangene Austausch war jedoch nur unvollständig zu sehen und erlaubt keine belastbare Rekonstruktion des Konflikts.
Adeyemi betonte zugleich, dass sie niemanden vom Kinobesuch abhalten wolle. Sie selbst möchte mit dem Projekt abgeschlossen haben und künftig weder darüber sprechen noch damit in Verbindung gebracht werden.
🎬 Orïsha entfesselt seine Magie
Der erste große Trailer zeigt Zélies Kampf um die Rückkehr der Magie, die Landschaften Orïshas und das gewaltige Ensemble der Romanverfilmung. Der schwere Bruch mit der Schöpferin dieser Welt bleibt vollständig außerhalb seiner Bilder.
✍️ Die Schöpferin schrieb am Drehbuch mit
Die Distanzierung wiegt besonders schwer, weil Adeyemi keineswegs nur die literarische Vorlage lieferte. Sie entwickelte das Drehbuch gemeinsam mit Regisseurin Gina Prince-Bythewood. Außerdem war sie ursprünglich als Executive Producer angekündigt worden. Ob sie diese Funktion formell weiterhin ausübt, ist derzeit offen.
Prince-Bythewood äußerte sich bei der Präsentation des Trailers ausführlich über die filmische Gestaltung Orïshas. Auf Adeyemis neue Aussagen ging sie dabei nicht ein. Auch eine aktuelle Stellungnahme des Studios liegt bislang nicht vor.
Damit bleiben wesentliche Fragen unbeantwortet. Adeyemis Bericht beschreibt einen außerordentlich schweren persönlichen Bruch. Die Ereignisse, die zu diesem Bruch führten, sind weiterhin nicht öffentlich dokumentiert. Jede genauere Zuschreibung von Schuld oder Verantwortung wäre gegenwärtig Spekulation.
✨ Orïsha soll seine Magie zurückerhalten
Children of Blood and Bone basiert auf dem 2018 erschienenen Auftakt der Trilogie Legacy of Orïsha. Im Mittelpunkt steht Zélie Adebola, gespielt von Thuso Mbedu. Nachdem König Saran die Magie unterdrückt und die Maji verfolgen ließ, versucht Zélie, die verlorenen Kräfte ihres Volkes zurückzubringen.
An ihrer Seite stehen ihr Bruder Tzain, Prinzessin Amari und Prinz Inan. Amandla Stenberg, Tosin Cole und Damson Idris übernehmen diese Rollen. Zum weiteren Ensemble gehören Viola Davis, Idris Elba, Regina King, Chiwetel Ejiofor, Cynthia Erivo und Lashana Lynch.
Der erste große Trailer zeigt Orïsha als monumentale Fantasywelt voller Paläste, Wüsten, Magie und großer Schlachten. Paramount Pictures bringt den Film am 15. Januar 2027 in die Kinos und in IMAX.
Auf der Leinwand erzählt Children of Blood and Bone von einer jungen Frau, die ihrem Volk die geraubte Magie zurückbringen will. Hinter der Leinwand steht inzwischen eine Schöpferin, die ihre eigene Welt nur noch aus der größtmöglichen Entfernung betrachten möchte.




