Aus Paranors Traum wächst ein Schatten: Brona führt Shannara zum Ursprung seines größten Bösen
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Blood Of My Blood: Baby Fraser im Anmarsch
📰 Was ist los?
Blood of My Blood erzählt die Liebesgeschichten der Eltern von Jamie und Claire in Schottland und im England des Ersten Weltkriegs. Showrunner Matthew B. Roberts hat bestätigt, dass das Prequel endet, wenn Jamie Fraser geboren wird. Staffel 1 ist gestartet, Staffel 2 ist bereits bestellt, während die Hauptserie Outlander mit Staffel 8 im Jahr 2026 abschließt.
🐛 Was denken wir?
Ein Prequel mit klarer Ziellinie wirkt angenehm altmodisch in einer Zeit, in der viele Serien nur auf Verlängerung spielen. Wenn Blood of My Blood den Weg zur Geburt von Jamie wirklich konsequent geht, könnte das Fraser-Universum einen runden Abschluss bekommen statt einer ewigen Zeitschleife rund um die Steine.
🌑 Aus Paranors Traum wächst ein Schatten: Brona führt Shannara zum Ursprung seines größten Bösen
Paranor sollte einmal beweisen, dass Wissen, Magie und Zusammenarbeit die Vier Länder befrieden können. Terry Brooks hat diesen Traum im vergangenen Jahr in Galaphile an seinen Anfang zurückgeführt. Mit Brona beginnt nun die erheblich unangenehmere Hälfte dieser Geschichte: Wie konnte ausgerechnet aus diesem großen Friedensprojekt jene Dunkelheit hervorgehen, die Shannara noch Jahrhunderte später bedrohen würde?

Brona ist am 25. August bei Del Rey erschienen und setzt The First Druids of Shannara als zweiter Band fort. Diesmal schreibt Brooks gemeinsam mit Delilah S. Dawson, die unter anderem durch Star Wars: Phasma sowie zahlreiche Fantasy-, Horror- und Comicprojekte bekannt ist. Die Hardcover-Ausgabe umfasst 368 Seiten; parallel sind E-Book und Hörbuch erhältlich.
Im Zentrum steht nicht mehr allein Galaphile Joss, sondern zunehmend dessen ältester Sohn Abronja. Aus dem inzwischen 16-Jährigen soll einmal mehr werden als der Sohn eines berühmten Magiers. Ausgerechnet der Versuch, sich selbst zu beweisen, führt ihn jedoch in eine Vergangenheit hinein, die Galaphile aus gutem Grund nie wirklich hinter sich lassen konnte.
🏰 Paranor hat Frieden gebracht – vorerst
Seit den Ereignissen von Galaphile sind Jahre vergangen. Galaphile und seine Lebensgefährtin Nirianne haben Paranor aufgebaut, um den Vier Ländern Wissen, Ordnung und eine gemeinsame Grundlage für dauerhaften Frieden zu geben. Ihre beiden Söhne wachsen deshalb in einer Zeit auf, die erheblich sicherer wirkt als jene Welt, aus der ihre Eltern kamen.
Für Abronja ist genau das zunehmend ein Problem. Frieden mag für ganze Völker angenehm sein, für einen 16-Jährigen, der sich mit einem legendären Vater vergleicht, bietet er offenbar nur begrenzte Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung. Abronja möchte beweisen, dass auch in ihm Größe steckt, und wartet geradezu darauf, dass ihm die Welt endlich eine Gelegenheit dazu liefert.
Diese Gelegenheit kommt. Nur entspricht sie nicht unbedingt jener Art von Abenteuer, die man sich im Schutz einer mächtigen Druidenfestung erträumt.
🌑 Ein alter Zauberer kehrt zurück
Der dunkle Magier, den Galaphile einst besiegen, aber nicht endgültig vernichten konnte, ist wieder da. Er ist stärker geworden und besitzt eine Verbindung zur Familie, die über gewöhnliche Feindschaft weit hinausgeht. Während er Nirianne einst kontrollierte, wurde Abronja gezeugt – und Galaphile lebt seitdem mit der Befürchtung, dass ein Teil jener Dunkelheit auf seinen Sohn übergegangen sein könnte.
Abronja selbst weigert sich, sein Leben von dieser Angst bestimmen zu lassen. Er glaubt an Galaphiles Vision und will beweisen, dass Herkunft kein vorgegebenes Schicksal ist. Gerade deshalb sieht er in der Rückkehr des Zauberers seine Chance: Wenn er den Feind endgültig vernichtet, kann er nicht nur seine Familie schützen, sondern zugleich beweisen, wer er selbst sein will.
Brooks und Dawson legen damit einen ziemlich klassischen Fantasykonflikt unter ein deutlich unangenehmeres Familienproblem. Die Frage lautet nicht allein, ob Abronja stark genug für dunkle Magie ist. Es geht darum, ob die Menschen um ihn herum überhaupt glauben können, dass er ihr widerstehen wird.
⚔️ Der Name Brona hängt über der ganzen Geschichte
Für langjährige Shannara-Leser besitzt der Romantitel eine Bedeutung, die weit über den Namen einer neuen Figur hinausgeht. Brona gehört zu den ältesten und wichtigsten Gestalten der gesamten Mythologie. Er war einst selbst Druid, verfiel der dunklen Magie und wurde schließlich zum Warlock Lord, dessen Kriege die Vier Länder über Jahrhunderte prägten.
Gerade deshalb ist The First Druids of Shannara eine interessante Spätphase in Terry Brooks’ gewaltigem Universum. Die Reihe schreibt nicht einfach eine weitere Zukunft hinter die bestehende Chronologie, sondern kehrt zu Ereignissen zurück, die in den frühen Shannara-Romanen längst als Geschichte, Legende und Warnung existierten. Aus den Namen alter Chroniken werden nun wieder Menschen, deren Entscheidungen noch nicht abgeschlossen sind.
Brona bewegt sich damit auf einem reizvollen schmalen Grat. Der Leser kennt zumindest Teile dessen, was irgendwann geschehen wird. Spannung entsteht deshalb weniger aus der Frage, ob die Dunkelheit die Vier Länder erreicht, sondern daraus, welche Entscheidungen, Irrtümer und persönlichen Katastrophen sie überhaupt erst möglich machen.
📖 Delilah S. Dawson steigt in die Vier Länder ein
Bemerkenswert ist auch der Wechsel hinter dem Buch. Galaphile schrieb Terry Brooks noch allein, Brona trägt nun erstmals zusätzlich Delilah S. Dawsons Namen auf dem Cover. Wie genau sich die Arbeit zwischen beiden Autoren verteilt, erläutert der Verlag nicht, weshalb man aus der gemeinsamen Autorenangabe keine künstlichen Schlüsse über einzelne Figuren oder Kapitel ziehen sollte.
Fest steht jedoch, dass die Zusammenarbeit an einer besonders wichtigen Stelle der Shannara-Chronologie beginnt. Brooks hat seine Welt über Jahrzehnte immer weiter ausgebaut; nun arbeitet er mit Dawson ausgerechnet an jener Epoche, in der Paranor entsteht und die Grundlagen für spätere Konflikte gelegt werden.
Das macht Brona auch für Leser interessant, die Shannara weniger wegen einer einzelnen neuen Quest verfolgen als wegen der Geschichte dieser Welt. Der Roman bewegt sich unmittelbar an einer ihrer historischen Bruchstellen.
🔥 Der Frieden bekommt seine Rechnung
Das eigentlich Spannende an Brona steckt deshalb bereits in seiner Ausgangslage. Galaphile hat vieles von dem erreicht, wofür er gekämpft hat: Paranor steht, die Vier Länder erleben Frieden, seine Familie besitzt eine Zukunft. Und gerade innerhalb dieses Erfolgs beginnt etwas zu wachsen, dessen Folgen über Generationen hinausreichen werden.
Der Verlag selbst spricht von den Samen des größten Bösen, das die Vier Länder jemals gekannt haben. Mehr sollte man über den genauen Weg dorthin vor der Lektüre vielleicht gar nicht wissen.
Brona ist jetzt auf Englisch als Hardcover, E-Book und Hörbuch erhältlich. Paranor hat seinen Frieden bekommen – nur offenbar keine Garantie darauf.







