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Blood Of My Blood: Baby Fraser im Anmarsch
📰 Was ist los?
Blood of My Blood erzählt die Liebesgeschichten der Eltern von Jamie und Claire in Schottland und im England des Ersten Weltkriegs. Showrunner Matthew B. Roberts hat bestätigt, dass das Prequel endet, wenn Jamie Fraser geboren wird. Staffel 1 ist gestartet, Staffel 2 ist bereits bestellt, während die Hauptserie Outlander mit Staffel 8 im Jahr 2026 abschließt.
🐛 Was denken wir?
Ein Prequel mit klarer Ziellinie wirkt angenehm altmodisch in einer Zeit, in der viele Serien nur auf Verlängerung spielen. Wenn Blood of My Blood den Weg zur Geburt von Jamie wirklich konsequent geht, könnte das Fraser-Universum einen runden Abschluss bekommen statt einer ewigen Zeitschleife rund um die Steine.
🪙 Mistborn bei Apple: Halbzeit fürs Drehbuch
Nach Jahren aus Gerüchten, Optionen und gepflegtem Fantasy-Nebel gibt es bei Mistborn endlich wieder einen Fortschritt, der nicht bloß aus Fan-Wunschdenken besteht: Brandon Sanderson hat in seinem offiziellen Wochenupdate bestätigt, dass das Drehbuch zur Hälfte fertig ist. Und weil Apple sich im Januar die Rechte am Cosmere gesichert hat, ist das diesmal mehr als nur ein weiterer Eintrag im langen Register gescheiterter Hoffnungen.
🎬 Diesmal dreht sich das Karussell nicht nur im Kreis
Das Entscheidende an dieser Meldung ist weniger die Zahl als der Kontext. Noch im Dezember 2024 schrieb Sanderson, er sei bei den Cosmere-Adaptionen wieder „back to square one“, nachdem die frühere Mistborn-Verfilmung gescheitert war. Seit Januar 2026 sieht die Lage plötzlich anders aus: Apple hat sich die Film- und TV-Rechte am Kosmeer gesichert, Mistborn ist als Filmreihe im Gespräch, The Stormlight Archive als Serienprojekt. Das ist kein fertiger Kinostart, aber zum ersten Mal seit langer Zeit wirkt das Ganze wie ein Projekt mit echter Traktion statt wie ein weiterer Rechtefriedhof.
⚙️ Sanderson sitzt diesmal nicht auf dem Rücksitz
Noch wichtiger: Sanderson verkauft hier nicht einfach sein Spielzeug und winkt aus der Ferne. Laut Berichten zum Apple-Deal bekommt er ungewöhnlich viel Einfluss auf die Adaptionen, schreibt das Mistborn-Drehbuch selbst und soll bei den Cosmere-Umsetzungen als Autor, Produzent und Berater tief eingebunden sein. Für Stormlight nannte er im Februar sogar das Zielbild offen: Mistborn als Kinofilm, Stormlight als Streaming-Serie. Das ist deshalb bemerkenswert, weil gerade Fantasy-Verfilmungen oft genau dann schief werden, wenn man den Autor möglichst früh dekorativ in die Ecke stellt.
🌩️ Stormlight lebt, aber der große Donnerschlag fehlt noch
Wer aus der Überschrift schon einen halben Roshar-Produktionsplan bauen will, sollte trotzdem den Besen wieder hinstellen. Bei The Stormlight Archive ist die Richtung zwar bestätigt, aber es gibt derzeit noch keine Besetzung, keinen Starttermin und keinen konkreten Produktionsbeginn. Sanderson sagte im Februar allerdings, dass er dort Co-Showrunner sein werde und noch ein zweiter Showrunner gesucht werde. Parallel plant er, das Mistborn-Drehbuch im Sommer bei Apple einzureichen. Das ist ein sauberer Fortschritt. Mehr aber auch noch nicht.
🧭 Unser Fazit: Das ist der erste Sanderson-Deal mit Rückgrat
Die eigentliche Nachricht lautet also nicht: „Apple macht jetzt Fantasy.“ Das tun Streamer ständig, oft mit der Ausdauer eines nassen Streichholzes. Die eigentliche Nachricht lautet: Sandersons Adaptionen sehen erstmals so aus, als würden sie nicht gegen ihn, sondern mit ihm gebaut. Dass Mistborn nun bei 50 Prozent steht, ist deshalb kein bloßer Zwischenstand. Es ist der Moment, in dem aus einem notorisch verschleppten Fantasieprojekt langsam ein Film werden könnte. Noch ist nichts sicher. Aber zum ersten Mal seit Jahren wirkt diese Sache nicht wie Rauch, sondern wie robustes Metall mit magischen Möglichkeiten.



