Zehn Folgen, zehn Albträume: Bite Size Terror startet im Oktober bei Tubi
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Zehnmal kurz falsch abgebogen
📰 Was ist los?
Bite Size Terror startet am 2. Oktober bei Tubi und bringt zehn eigenständige Kurz-Horrorgeschichten mit. Die Themen reichen von Okkultismus und Monstern über Body Horror bis zu schwarzer Komödie.
🐛 Was denken wir?
Wir mögen vor allem die Bandbreite. Zehn eigenständige Ideen geben jungen Teams die Chance, ohne Serienballast direkt auf den Punkt zu kommen. Wenn nur ein paar davon wirklich sitzen, kann die Anthologie schon ziemlich viel Spaß machen.
Tubi schickt pünktlich zur Halloween-Saison eine neue Horror-Anthologie an den Start. Bite Size Terror feiert am 2. Oktober 2026 Premiere und bringt zehn eigenständige Kurzgeschichten mit, die praktisch das komplette Horrorspektrum abgrasen – von übernatürlichen Erscheinungen und Okkultismus bis zu Body Horror, Monstern und schwarzem Humor.

Das Konzept ist bewusst kompakt. Jede Episode erzählt eine abgeschlossene Geschichte, setzt auf ein eigenes Kreativteam und soll zugleich neue Regisseure und Autoren sichtbar machen. Executive Producer Peter Rice verweist ausdrücklich darauf, dass frühere Kurzfilmprogramme bereits zahlreiche Filmemacher zu ersten Langfilmprojekten geführt haben.
🌊 Der Pool ist nur der Anfang
Zu den zehn Geschichten gehört etwa The Deep End. Darin beobachtet eine Babysitterin ein Kind bei einem Unterwassertrick im Swimmingpool. Als der Junge wieder auftaucht, ist sofort klar, dass etwas mit ihm nicht mehr stimmt.
Marisol geht stärker in Richtung Okkultismus. Eine Jugendliche versucht nach der Beerdigung ihrer Schwester, Kontakt mit der Toten aufzunehmen – und bekommt tatsächlich eine Antwort. Nur ist keineswegs sicher, wer oder was da zurückspricht.
🪆 Heilige Puppen sollte man vielleicht in Ruhe lassen
Kachina verbindet Influencer-Satire mit übernatürlichem Horror. Eine Interior-Stylistin soll ein Haus in der Wüste für Social Media aufhübschen und behandelt dabei eine heilige Familienpuppe respektlos. Das Ergebnis fällt laut Beschreibung deutlich blutiger aus als die geplante Renovierung.
Auch Resonance klingt stark. Eine Frau räumt während eines Sturms das Haus ihres verstorbenen Vaters aus und stößt auf dessen letztes Experiment: ein Signal, das sich über Wasser verbreitet und Menschen in Gefäße für etwas Nichtmenschliches verwandelt.
🩸 Liebe, Karriere und Körperhorror
Andere Episoden greifen ganz alltägliche Ängste auf und drehen sie ins Groteske. Mother Marrow schickt ein junges Paar in ein tödliches Beziehungsspiel, während Marissa’s Office Macht, Karriere und Körper als Material für Body Horror nutzt. Book Club wiederum macht aus einem höflichen Literaturzirkel eine sadistische Initiation.
Gerade diese Mischung ist interessant: Die Geschichten hängen nicht über gemeinsame Figuren oder Mythologie zusammen, sondern über ihre Grundidee. Normale Sehnsüchte und Schwächen kippen in etwas Dunkleres.
🦇 Von Vampirismus bis Monsterfütterung
Sucker beginnt mit einem Fledermausbiss und entwickelt daraus eine zunehmend blutige Geschichte um Gier und Gelegenheit. Come Home erzählt von einem einsamen Jungen, der einer Kreatur in seiner Wohnung Opfer bringt, weil sie ihm dafür kurze Momente von Geborgenheit zurückgibt.
Floral Remains setzt schließlich auf makabre Trauerarbeit: In einem Blumengeschäft werden Tote in Blüten konserviert, und eine Tochter verlangt eine letzte Botschaft ihrer verstorbenen Mutter. Dass manche Abschiede besser abgeschlossen bleiben, dürfte sich dort ziemlich schnell herausstellen.
🎬 Zehn Episoden, zehn Nachwuchsteams
Hinter den einzelnen Folgen stehen jeweils unterschiedliche Autoren und Regisseure. Dread Central nennt unter anderem J. Zachary Thurman, Jill Sachs, Boise Esquerra, Mark Lammerding, Katelyn Douglass, Hannah Alline und Jasmine J. Johnson. Die Anthologie versteht sich damit ausdrücklich auch als Schaufenster für neue Genre-Stimmen.
Produziert wird Bite Size Terror von GJMD Studio. Zu den Executive Producern gehören Peter Rice, David Worthen Brooks, Arbi Pedrossian und David Moore.
👻 Tubi baut Horror dauerhaft aus
Die Serie landet im neuen Terror on Tubi Hub, den der Streamingdienst inzwischen als dauerhaftes Horror-Angebot betreibt. Tubi spricht von mehr als 53 Millionen gestreamten Horror-Stunden pro Monat und baut das Genre deshalb längst nicht mehr nur saisonal rund um Halloween aus.
Bite Size Terror passt ziemlich gut in dieses Konzept. Kurze, voneinander unabhängige Geschichten lassen sich leicht ausprobieren, ohne gleich eine ganze Staffel durchziehen zu müssen.
Und wenn eine davon richtig wehtut, wartet immerhin schon der nächste Albtraum.





