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Game Freak: Beast of Reincarnation macht Schluss mit niedlich
📰 Was ist los?
Game Freak verabschiedet sich für einen Moment von knuffigen Taschenmonstern und schickt mit Beast of Reincarnation ein „One-Person, One-Dog“-Action-RPG ins Jahr 4026: Emma, eine geächtete Sealerin, und Hund Koo bekämpfen eine parasitäre Pflanzenplage namens Blight im postapokalyptischen Japan. Gezeigt wurden auf der Xbox Developer Direct schnelle Katana-Combos, befehlsbasierte Hundeskills, Ghibli-eske Ruinenlandschaften und ein Releasefenster Sommer 2026 für PS5, Xbox Series X|S, PC und Game Pass.
🐛 Was denken wir?
Das sieht aus, als hätte Princess Mononoke zu lange Sekiro gespielt und wäre dann betrunken in ein Pflanzenlabor gefallen, was wir ausdrücklich als Kompliment meinen. Wenn Game Freak die Mischung aus fordernden Kämpfen, morbider Öko-Apokalypse und „Mensch plus Hund gegen den Weltuntergang“ sauber trifft, könnte das der erste Titel werden, bei dem Pokémon-Veteranen freiwillig auf bunte Menüs verzichten.
🐺 Von Taschenmonstern zu Pflanzenhölle: Game Freak zeigt mit Beast of Reincarnation Zähne
Wenn der Name Game Freak fällt, denken die meisten erst mal an bunte Taschenmonster, nicht an ein verrottetes Japan im Jahr 4026 und einen Hund mit Ranken-Schwanz. Beast of Reincarnation will genau das ändern, als düsteres Action-RPG, das im Sommer 2026 für PS5, Xbox Series und PC erscheinen soll. Day One im Game Pass inklusive.
🌱 Postapokalypse mit Pflanzen-Parasit
Das Spiel siedelt seine Katastrophe weit in der Zukunft an: Eine parasitäre Pflanze namens Blight hat den Großteil der Menschheit ausgelöscht und große Teile Japans in überwucherte Ruinen verwandelt. Wir folgen Emma, einer sogenannten Sealerin, die das Blight in ihrem eigenen Körper bändigen kann und deshalb von den Resten der Gesellschaft eher als wandelndes Biohazard betrachtet wird.
Ihr einziger verlässlicher Verbündeter ist Koo, ein weißer Hund mit pflanzenartigem Schweif, der selbst vom Blight mutiert wurde. Zusammen durchstreifen sie verseuchte Städte, Wälder und Industriegebiete, jagen „Malefacts“ – Kreaturen, die aus Tierkörpern und Blight zu grotesken Bossen verschmolzen sind und sollen am Ende den titelgebenden Beast of Reincarnation erledigen, die Wurzel allen Übels.
⚔️ Ein Mensch, ein Hund, viele Schmerzen
Spielerisch positioniert sich Beast of Reincarnation klar im „ernstzunehmenden“ Action-Regal. Schnelle Katana-Angriffe für Emma, ein Befehlssystem für Koo, Ausweichfenster, die nach Präzision schreien, und Bosskämpfe, die eher an Sekiro- und Wukong-Vergleiche denken lassen als an die gemütliche Pokémon-Runde auf dem Sofa.
Emma und Koo teilen sich zwar die Blight-Kraft, entwickeln sich aber über getrennte Skilltrees weiter und kombinieren ihre Fähigkeiten in sogenannten Blooming Arts, also Spezialangriffen, bei denen Hund und Sealerin gleichzeitig zuschlagen. Wer also gehofft hat, hier nur die Kommandos „Fight“ und „Run“ neu buchstabieren zu müssen, liegt daneben.
🎮 Game Freaks erstes großes Nicht-Pokémon
Regisseur Kota Furushima, bisher bei Pokémon vor allem für Kampfsysteme zuständig, darf hier sein eigenes Schlachtfeld bauen. Samt Unreal Engine 5, deutlich höherem Produktionsniveau und einem Team, das Game Freak bewusst schlank hält und mit zahlreichen Partnerstudios ergänzt. Beast of Reincarnation ist damit das erste große AAA-Projekt des Studios außerhalb der Pokémon-Marke und gleichzeitig die Premiere auf Windows, PS5 und Xbox Series.
Spannend ist auch der Weg dorthin: 2023 wurde das Ganze noch als Projekt Bloom angekündigt, eine Kooperation mit Private Division, präsentiert mit einem einzigen Artwork: eine Frau im Wald, viel Andeutung, wenig Substanz. Erst auf der Xbox-Bühne 2025 bekam das Kind seinen jetzigen Namen und einen richtigen Gameplay-Trailer.
🎬 Offizielles Gameplay-Overview
Das ausführliche Gameplay-Overview zu Beast of Reincarnation – gezeigt während der Xbox Developer Direct 2026. Bereitgestellt über den offiziellen GameSpot-Channel auf YouTube:
🌸 Zwischen Ghibli-Melancholie und Souls-Schmerz
Optisch fährt Game Freak eine interessante Mischform: Verwucherte Ruinen, leuchtende Sporen, monströse Mischwesen, das alles mit einem leicht stilisierten Look, der mehr als einmal an Prinzessin Mononoke denken lässt, nur eben mit deutlich höherem Gegneraufkommen. Dazu eine Story, die Klimakrise, technologische Hybris und den üblichen „Mensch versus Natur“-Konflikt in ein klassisches Fantasy-Märchen über Schuld und Wiedergeburt gießt.
Ob Beast of Reincarnation am Ende wirklich im gleichen Atemzug wie die großen Action-RPG-Größen genannt wird, bleibt natürlich abzuwarten. Aber schon jetzt wirkt das Projekt wie der Versuch eines Studios, das jahrzehntelang Kinderträume verwaltet hat, sich einmal ordentlich an Albträumen zu versuchen.



