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🪴 Bayerischer Sonnentau: Wenn der botanische Nachlass zurückbeißt
Offiziell feiern Botaniker und Systempresse eine kleine Sensation: In einem südbayerischen Moor wurde vor über 30 Jahren eine neue fleischfressende Pflanze gesammelt, erst jetzt im Herbar-Nachlass entdeckt und nun als „Bayerischer Sonnentau“ Drosera ×bavarica beschrieben, eine Naturhybride aus Langblättrigem und Mittlerem Sonnentau.
Der Verhetzer weiß jedoch: Wer eine neue Karnivoren-Art im Nachlass findet, hat es nicht mit Botanik zu tun, sondern mit einem finsteren Kultgewächs, das sich seit Jahrzehnten von toten Forschern und ihren Sammlungen ernährt.
🕯️ Die Moorhexe Bava-Rika und ihr düsteres Zuchtprogramm
Alte Chroniken aus dem Zwischenreich des Isar-Morastes erwähnen eine Gestalt, die in keinem Bestimmungsbuch auftaucht: Bava-Rika, eine uralte Moorhexe, die offenbar Geschmack an Gelehrtenhirnen hatte.
Sie züchtete Sonnentau-Sippen, die nicht nur Mücken fraßen, sondern Erinnerungen. Jede neue Kreuzung band einen Menschen an das Moor, bevorzugt solche, die ihre Sammlungen akribisch etikettierten. Ihre Meisterzüchtung nannte sie „Drosera bava-rica“: eine Pflanze, die nur dann keimt, wenn zwei Sonnentau-Arten, ein menschlicher Körper und ein ordentlich beschrifteter Herbarbogen im selben Moor verrotten und einen schwarzmagischen Nährboden bilden.

👁️ Fund im Nachlass – wörtlich genommen
Die offizielle Version klingt harmlos: Ein Münchner Botaniker sammelt im Moor, presst die Pflanze, legt sie ins Herbar, stirbt, und Jahrzehnte später entdeckt ein Kollege auf dem Bogen den Namen „Drosera ×bavarica“, die bisher unbekannte Hybride.
In der Sprache der alt-bajuwarischen Moorhexen heißt das: Die Pflanze hat ihre Mahlzeit beendet und schickt nun den Rest der Welt die Rechnung. Denn Drosera ×bavarica frisst nicht bloß Insekten. Sie saugt an allem, was mit ihr etikettiert wird: Handschrift, Lebenswerk, Nachruhm. Jeder Herbarbogen ist Teller, Serviette und Bannkreis in einem.
Darum tauchen solche Funde fast immer „im Nachlass“ auf. Vorher lässt die Pflanze den Sammler nicht gehen. Erst wenn genug Erinnerungen eingesogen sind, leuchtet der Hybrid im Archiv auffällig rotbraun und flüstert dem nächsten Kurator ins Hirn: „Beschreib mich. Veröffentliche mich. Vermehre meinen Lebenslauf.“
🧛 Die stille Kolonie im Moor
Für den Artenschutz ist Drosera ×bavarica ein Glücksfall, heißt es, Neufunde in Bayern seien schließlich äußerst selten. Wir sagen: Das ist auch gut so. Denn: In einem unscheinbaren Moor sitzt jetzt eine Kolonie von Pflanzen, die gelernt haben, wie man sich über Nachlässe vervielfältigt.
Jedes Mal, wenn irgendwo ein Karnivoren-Sammler seine Herbarbögen „der Wissenschaft“ vererbt, bekommt Bava-Rika eine neue Futterquelle. Archive, Depots und botanische Sammlungen werden zu Futtertrögen, in denen leise die Etiketten knistern. Die Pflanze wartet geduldig, bis der Besitzer endlich stirbt, und schon heißt es wieder „Fund im Nachlass“. Erstaunlich, dass kein Angehöriger der vereinten Jubelpresse bislang über dieses sehr offensichtliche Muster gestolpert ist!
Wer heute also im bayerischen Moor auf allen Vieren Sonnentau fotografiert, sollte sich fragen, ob er wirklich Forschung betreibt oder längst als organische Beilage im nächsten Herbarbogen vorgemerkt ist.
🔮 Schlussstein der Enthüllung
Im Arkanen Moosverhetzer halten wir fest:
Wer seine fleischfressende Pflanzensammlung der Nachwelt vermacht, stiftet nicht nur Wissen, sondern deckt für Drosera ×bavarica den Tisch. Und jeder „Fund im Nachlass“ ist weniger Zufall als das zufriedene Rülpsen eines Moorhexen-Hybrids, das wieder einen Botaniker verdaut hat.
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