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Der Sheriff braucht Ersatzteile
📰 Was ist los?
Netflix hat einen neuen Teaser zu Bass X Machina veröffentlicht. Die Bilder zeigen Bass mit Cyborgarm, bewaffnete Outlaws, einen stählernen Bullen und riesige Maschinen in der gesetzlosen Steampunk-Westernwelt. Die Serie startet wie bereits zuvor angekündigt am 3. November bei Netflix.
🐛 Was denken wir?
Jetzt lässt sich endlich erkennen, wie hemmungslos Studio Mir Western, Science-Fiction und Übernatürliches zusammenwirft. Das kann glorreich schiefgehen oder verdammt unterhaltsam werden. Ein mechanischer Kampfbulle erhöht unsere Bereitschaft zur Beweisaufnahme erheblich.
🤠 Stahlbullen im Wilden Westen: Bass X Machina lässt die Maschinen los
Ein Revolverheld kann im Wilden Westen mit ziemlich vielen Problemen rechnen. Pferdediebe, Banditen, schlechte Zähne und gelegentliche Meinungsverschiedenheiten darüber, wer am Ende der Straße noch stehen darf, gehören zum Berufsrisiko. Ein stählerner Kampfbulle und ein haushoher Roboter standen in den klassischen Handbüchern für Marshals allerdings eher selten.

Genau dort setzt Bass X Machina an. Netflix hat im Rahmen von Anime NYC einen neuen Teaser zur kommenden Erwachsenen-Animationsserie veröffentlicht und zeigt damit erstmals ausführlicher, wie der angekündigte Steampunk-Westen von Studio Mir tatsächlich aussieht. Der bereits bekannte Starttermin bleibt der 3. November 2026.
Im Mittelpunkt steht Bass, gesprochen von Brian Tyree Henry. Seine Welt verbindet Western, Science-Fiction und übernatürlichen Horror zu einer Frontier, in der ein guter Revolver offenbar nur noch zur Grundausstattung gehört.
🔩 Maschinen haben den Wilden Westen übernommen
Der neue Teaser verschwendet wenig Zeit mit romantischen Sonnenuntergängen. Ein Mann feuert mit einem Maschinengewehr, ein aus Metall gebauter Bulle geht auf Angriff und irgendwann marschiert ein Roboter durchs Bild, bei dessen Konstruktion offensichtlich niemand gefragt hat, ob ein normal großes Modell vielleicht auch gereicht hätte.
🤠 Willkommen im mechanischen Wilden Westen
Der neue Teaser zu Bass X Machina zeigt erstmals ausführlicher, womit Bass in seiner Steampunk-Frontier fertigwerden muss: Maschinengewehre, Stahlkolosse, übernatürlicher Ärger und ein mechanischer Bulle, der offenkundig noch nie etwas von vernünftiger Weidehaltung gehört hat.
Bass hält mit seinem mechanischen Arm dagegen. Das macht den Titel Bass X Machina plötzlich sehr viel verständlicher und gibt der Serie eine klare visuelle Identität: klassische Westernsilhouetten treffen auf industrielle Maschinen, schwere Metallkörper und Technik, die in dieser Welt einige Jahrzehnte zu früh und mehrere Nummern zu aggressiv angekommen ist.
Dazu kommen die übernatürlichen Bedrohungen, die Netflix von Anfang an als festen Teil der Welt beschrieben hat. Der Teaser deutet damit an, dass die Maschinen nur eine Sorte Ärger darstellen. Für einen Mann, der seine Familie schützen will, ist diese Gegend bemerkenswert gründlich ausgestattet.
🤠 Aus Bass Reeves wird ein Steampunk-Legendenstoff
Die Grundlage besitzt dabei einen interessanten historischen Kern. Bass X Machina ist von Bass Reeves inspiriert, einem der bekanntesten schwarzen US Deputy Marshals des 19. Jahrhunderts. Reeves arbeitete im amerikanischen Grenzgebiet und wurde schon lange vor dieser Serie zu einer beinahe legendären Westernfigur.
Die Netflix-Fassung nimmt diesen Ausgangspunkt und schiebt den Regler sehr weit in Richtung phantastischer Mythologie. Bass wird hier zum Cyborghelden einer alternativen Frontier, in der Recht und Ordnung mit Maschinen, Gesetzlosen und übernatürlichen Schrecken kollidieren.
Dahinter steckt LeSean Thomas, der bereits mit Cannon Busters und Yasuke historische, kulturelle und phantastische Elemente miteinander verbunden hat. Animiert wird die Serie von Studio Mir, das mit seinen klaren Actionbewegungen und kräftigen Figurenzeichnungen ziemlich gut zu dieser Mischung passt.
Die entscheidende Frage wird sein, ob der historische Ausgangspunkt der Geschichte innerhalb all dieser Maschinen noch Gewicht behält. Der neue Teaser zeigt zumindest, dass die Serie ihren Irrsinn mit bemerkenswerter Konsequenz betreibt.
⚖️ Richter, Jury und Henker mit mechanischem Arm
Bass soll seine Familie in einer Welt beschützen, in der staatliche Ordnung offenbar schon bessere Wochen erlebt hat. Dafür übernimmt er gleich drei Funktionen: Richter, Jury und Vollstrecker. Jeder Akt der Gerechtigkeit kann ihn zugleich weiter von den Menschen entfernen, die er eigentlich retten möchte.
Das gibt der Serie unter dem ganzen Metall eine überraschend klassische Westernidee. Der Gesetzeshüter wird selbst Teil jener Gewalt, die er eindämmen will. Nur dass John Wayne dafür selten einen Cyborgarm montieren musste.
Neben Brian Tyree Henry gehören Janelle Monáe als Glory, Tati Gabrielle als Dana, Cree Summer, Chaske Spencer, Currie Graham und Starletta DuPois zum Sprecherensemble. Die Musik stammt von Roman GianArthur und Nate Wonder.
Am 3. November wird sich zeigen, ob daraus ein eigenständiger Steampunk-Western mit echtem Gewicht wird. Optisch hat Bass X Machina seine Karten jetzt jedenfalls auf den Tisch gelegt.
Eine davon ist ein Roboterbulle. Dagegen lässt sich natürlich schwer argumentieren.




